Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Kohlenstoffdisulfid (englisch: carbon disulfide Trivialname: Schwefelkohlenstoff CS 2 ) ist ein Oxidationsprodukt von Kohlenstoff mit Schwefel .
Kohlenstoffdisulfid ist eine farblose streng riechende lichtbrechende und sehr leicht entzündliche brennbare Flüssigkeit dem Schmelzpunkt von –122 °C und einem Siedepunkt von 46 °C. Schwefelkohlenstoff ist ein Lösungsmittel u.a. für Jod Schwefel Selen und weißen Phosphor . Da Schwefelkohlenstoff gut fettlöslich ist führt Einatmen zu Vergiftungserscheinungen: Die akute Schwefelkohlenstoffvergiftung äußert in Gesichtsrötung euphorischen Erregungszuständen dann Bewusstlosigkeit Koma Atemlähmung die chronische Schwefelkohlenstoffvergiftung durch wiederholtes längeres ergibt Kopfschmerzen Schlaflosigkeit Gedächtnis- Seh- und Hörstörungen und Gefäßschäden.
Schwefelkohlenstoff wird in großen Mengen zur Zellstoffaufbereitung eingesetzt wobei sich mit Natronlauge lösliche Xanthogenate bilden. Es ist ein Lösungsmittel für Fette und wird in der Infrarot-Spektroskopie eingesetzt da es keine störenden Wasserstoff - oder Halogenbanden besitzt. Die gelben Kupferxanthogenate geben unter wieder den giftigen Schwefelkohlenstoff frei und werden Schädlingsbekämpfung eingesetzt. Mit Ammoniak primären und sekundären entstehen Dithiocarbamate. Die Reduktion mit Natrium in Dimethylformamid ergibt das Dinatriumsalz von dmit Kurzbezeichnung Dimercaptoisotrithion einer Ausgangsverbindung zur Herstellung schwefelreicher Heterocylen von Tetrathiafulvalenen. Beim Kochen mit wässrigen Sulfid-Lösungen Trithiocarbonat.