Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Koks ist ein grauer poröser stark kohlenstoffhaltiger der aus asche- und schwefelarmer Fettkohle durch trockene Destillation gewonnen wird. Er liegt meist in tischtennisball - bis faustgroßen Stücken vor.
Koks wird insbesondere als Brennstoff und Reduktionsmittel bei der Eisen -Produktion in Hochöfen eingesetzt. Steinkohle selbst ist dazu nicht da bei ihrer Verbrennung zu viel Schwefel Ruß und Rauch frei wird. Dies verunreinigt einerseits das Eisen und führt außerdem zu einer relativ Kohleschicht im Hochhofen die unter der Last Schichten schnell bricht und daher zu ungünstigen führt.
Der Vorgang der sogenannten Verkokung von Kohle zu Koks findet in speziellen Industrieanlagen die als Kokerei bezeichnet werden. Dabei werden die flüchtigen der Kohle entfernt indem sie in einem Ofen Luftausschluss bei mehr als 1000 °C erhitzt so dass der feste Kohlenstoff und die verbleibende Asche verschmelzen. Die flüchtigen Bestandteile der Kohle werden vergast bzw. verdampft und gehen in sogenannte Kokereigas über. Aus dem rohen Kokereigas weitere wertvolle Stoffe gewonnen vor allem Steinkohlenteer Rohbenzol Schwefelsäure und ein Brenngas (Kokerei-Reingas) das früher Stadtgas verwendet wurde und heute in jedem ein wertvoller Energieträger ist.
Die Verkokung wurde 1713 in England entwickelt ab 1740 wurden hier die Hochöfen mit Koks 1796 wurde zum ersten Mal in Deutschland oberschlesischen Gleiwitz Koks zur Hochofenbefeuerung eingesetzt. Im Ruhrgebiet wurde der erste Kokshochofen 1849 angefahren gleichwohl wurde hier (auf der Sälzer und Neuack) bereits ab 1816 Kohle zu Koks verarbeitet. Vorher war Holzkohle in den Hochöfen eingesetzt worden.