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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenSonntag, 27. Mai 2012 

Komparative Kostenvorteile


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Die Theorie der komparativen Kostenvorteile wurde von David Ricardo entwickelt und ist ein Kernpunkt der Außenwirtschaftstheorie . Auf ihrer Grundlage lässt sich die zwischenstaatlichen Handels auch in Fällen begründen in einer der Handelspartner sämtliche Güter weniger effizient als der andere. In der Realität lässt dies vor allem auf Handelsbeziehungen zwischen hoch und niedrig industrialisierten Ländern anwenden.

Die Theorie des komparativen Vorteils besagt für die Vorteilhaftigkeit des Handels zwischen zwei nicht von den absoluten Produktionskosten abhängt sondern den relativen Kosten der produzierten Güter zueinander. ist demnach der Handel zwischen zwei Ländern vorteilhaft wenn bei beiden Handelspartnern unterschiedliche Produktionskostenstrukturen d.h. wenn ein Land für ein produziertes auf weniger Einheiten eines anderen Gutes verzichten als das andere Land (niedrigere Opportunitätskosten ). In diesem Fall sollte jedes Land auf das Gut spezialisieren dass es relativ herstellen kann.

Dabei ist zu beachten dass nichts die Verteilung des Handelsgewinnes oder die Effekte Spezialisierung ausgesagt wird.

Ein Beispiel: Es existieren zwei Länder und B-Land in beiden werden Autos und produziert.

  • A-Land verfügt über hoch entwickelte Produktionstechnologie kann 10 Autos oder 100 Rosen pro produzieren
  • B-Land verfügt über eine niedriger entwickelte und kann nur 1 Auto oder 50 pro Stunden produzieren.

Tabellarisch dargestellt:

Produktionsmöglichkeit pro Stunde

 | Autos | Rosen ----------------------- A-Land 10 | 100 B-Land | 1 |  

Zeitaufwand (=absolute Kosten) in Stunden

 | Autos | Rosen ----------------------- A-Land 0 1 | 0 01 B-Land | | 0 02  

Bei beiden Produkten hat B-Land höhere Kosten. Werden aber die Opportunitätskosten d.h. die Rosen auf die verzichtet werden muss um Auto zu erhalten (und umgekehrt) ergibt sich Bild:

 | Autos | Rosen ----------------------- A-Land 10 | 0 1 B-Land | 50 0 02  

Es muss also B-Land nur auf Autos verzichten um 100 Rosen mehr zu während A-Land für 100 Rosen auf 10 verzichten muss. Dieser geringere notwendige Verzicht ist komparative Vorteil von B-Land in der Rosenproduktion.

Wenn nun A-Land und B-Land nicht handeln und sich beide entscheiden 8 Stunden und 2 Stunden Rosen zu produzieren ergibt folgende Gesamtproduktion:

 | Autos | Rosen ----------------------- A-Land 80 | 200 B-Land | 8 | ======================= Summe | 88 | 300  

Entscheiden sich die beiden Länder nun zu Handeln und sich auf ihren komparativen zu konzentrieren d.h. A-Land produziert nur Autos nur Rosen so ergibt sich folgendes Bild:

 | Autos | Rosen ----------------------- A-Land 100 | 0 B-Land | 0 | ======================= Summe | 100 | 500  

Durch den Handel und den dadurch Arbeitseinsatz wird es also möglich bei insgesamt Arbeitszeit 12 Autos und 200 Rosen mehr produzieren.




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