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Konditionierung


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Der Begriff Konditionierung bezeichnet allgemein die Einstellung oder Ausbildung Eigenschaften. Zum Beispiel die Einstellung eines bestimmten in Pulvern oder die Einstellung eines bestimmten pH-Wertes einer Farblösung. In den Naturwissenschaften wird er eher selten gebraucht.

Unter Konditionierung versteht man in der Psychologie das Erlernen von Reiz -Reaktions-Mustern (Stimulus-Response). Auf einen bestimmten Reiz folgt Organismus kontingent eine bestimmte Reaktion. Man unterscheidet zwei der Konditionierung:

Inhaltsverzeichnis

Klassische Konditionierung

Diese Lernform wurde von Iwan Pawlow beschrieben. Er war Mediziner ( Nobelpreis in Medizin 1904 ) und beobachtete eher beiläufig dass seine bereits bei einem Glockenton der die Fütterungszeit Speichel absonderten egal ob sie Futter sehen oder nicht. Sie hatten offenbar gelernt dass Glockenton etwas mit Futter zu tun hat.

Als Pawlow dieses überraschende Phänomen genauer fand er heraus dass durch die zeitlich aufeinanderfolgende Darbietung des Glockentons (neutraler Reiz ) und des Futters (unkonditionierter Reiz der reflexartige Reaktion auslöst) eine Verbindung zwischen diesen wurde.
Nach häufiger gemeinsamer Darbietung wurde der neutrale Reiz (Glockenton) zu einem konditionierten Reiz alleine dieselbe Reaktion (Speichelfluss) auslösen kann wie unkonditionierte Reiz (Futter) mit dem er gepaart Aus der unkonditionierten Reaktion (Speichelfluss) auf das wurde eine konditionierte Reaktion auf den Glockenton.

Schematisch:

  1. Unkonditionierter Reiz <math>\rightarrow</math> unkonditionierte Reaktion
  2. Unkonditionierter Reiz + neutraler Reiz <math>\rightarrow</math> unkonditionierte
  3. Neutraler Reiz = konditionierter Reiz <math>\rightarrow</math> konditionierte

Siehe auch: Pawlowscher Hund

Operante Konditionierung

Ein wichtiges Defizit der Theorie der Konditionierung ist ihr Unvermögen das Auftreten neuer Verhaltensweisen befriedigend zu erklären. ... Skinner Box

Während beim klassischen Konditionieren eher etwas auf der Seite der passiert so passiert beim operanten Konditionieren eher etwas auf der Seite der Besonders verdient gemacht in dieser Disziplin hat Burrhus Frederic Skinner der viel auf diesem Gebiet forschte.

So genannte Verstärker sorgen beim operanten Konditionieren nun dafür das Auftreten einer bestimmten Reaktion begünstigt oder wird. Aber was ist denn nun ein Skinner zog sich einfach aus der Affäre er genau eben jene Dinge als Verstärker bezeichnete die die Auftretenswahrscheinlichkeit gewünschten Reaktion erhöhen. Das können in den Fällen recht unterschiedliche Dinge sein: Für ein Kind reicht da vielleicht schon etwas Schokolade bei einem Erwachsenen auch Kopfnicken oder Schulterklopfen genug sein kann. Was letztendlich als Verstärker bestimmt jedoch die Versuchsperson (also die Person der eine bestimmte Verhaltensweise verstärkt werden soll). ist dass die Verstärker kontingent (also unmittelbar erkennbar regelhaft ) und motivationsadäquat sind und eine Bedürfnisspannung befriedigen. Für einen Verstärker der erst nach der gewünschten Reaktion eintritt ist nicht erkennbar wofür er gegolten hat und hat demnach keine Wirkung. Auch eine satte Ratte wird eine Futterpille nichts mehr veranstalten.

positive negative Verstärkung Bestrafung

Man unterscheidet die Verstärker nach ihrer Gerade negative Verstärker und Bestrafung werden häufig miteinander verwechselt. Daher folgt eine Definition :

positive Verstärker
sind jene Dinge die die Auftretenswahrscheinlichkeit einer Reaktion erhöhen sie der Situation zugeführt werden.

negative Verstärker
sind jene Dinge die die Auftretenswahrscheinlichkeit einer Reaktion erhöhen sie aus der Situation entfernt werden.

Bestrafung
werden jene Dinge bezeichnet die die Auftretenswahrscheinlichkeit einer Reaktion senken wenn sie der Situation zugeführt werden.

Diese Arten der Beeinflussung von Reaktionen in folgender Tabelle festgehalten werden.

Der Reizsituation
hinzufügen entnehmen
positive Konsequenz positive
Verstärkung
Bestrafung
negative Konsequenz Bestrafung negative
Verstärkung

Arten von Verstärkern und deren Beeinflussung

Primäre und Sekundäre Verstärker
Man unterscheidet verschiedene Arten von Verstärkern. klassische Arten sind: Primäre Verstärker und Sekundäre Primäre Verstärker sind jene Verstärker die Grundbedürfnisse etwa Hunger Anschluss oder sexuelle Bedürfnisse befriedigen. Verstärker können treten sie zusammen mit primären auf schon alleine als Verstärker dienen - sind quasi Stellvertreter der Verstärker und das Verfahren wird auch häufig stellvertretende Verstärkung genannt. Ein klassisches Beispiel dafür wäre Geld welches alleine zwar keine Befriedigung liefert in Güter und Dienstleistungen getauscht werden kann die eben dies

Premack Prinzip
Ferner hat sich gezeigt dass bereits Verhalten als Verstärker dienen können. Verhalten dass gerne und häufig tun hat eine verstärkende Wird uns nach den Hausaufgaben etwa ein versprochen so wird die Auftretenswahrscheinlichkeit der Handlung die Hausaufgaben gemacht werden erhöht.

Token-Konditionierung
Ähnlich zu sekundären Verstärkern gibt es Prinzip für eine Verstärkung so genannte Token zu vergeben. Diese können dann später nach ausreichender Akkumulation von Token - gegen Dinge Handlungen Dienstleistungen etc. eingetauscht werden. Häufig das Prinzip bei der Verhaltensformung Anwendung wenn therapeutischen Einrichtungen das Verhalten der Patienten in bestimmten Art und Weise geformt werden soll.

Nicht immer führt eine sofortige Verstärkung der gewünschten Reaktion zum gewünschten Ziel. So sich Verstärkerpläne herauskristallisiert die zu unterschiedlichen Konsequenzen führen das Lernen und insbesondere auch Vergessen (Extinktion) Die verschiedenen Varianten sollen kurz vorgestellt werden.

Kontinuierliche Verstärkung
Hier wird bei jeder gewünschten Reaktion Dies führt zu einem starken Anstieg der Die Vpn lernt also schnell. vergisst aber ebenso schnell wieder.

Intermittierende Verstärkung
Hierbei wird nicht jede gewünschte Reaktion sondern etwa jede zweite dritte etc. Zwar hier die Lernkurve erwartungsgemäß nicht so stark jedoch fällt die Vergessenskurve auch weniger stark - der Extinktionsgrad ist geringer. Man vergisst nicht so schnell.

Intervallverstärkung
Bei dieser Methode wird erst nach bestimmten Zeit verstärkt und nicht sofort.

Quotenverstärkung
Bei dieser Variante verstärkt man erst eine bestimmte Anzahl von gewünschten Reaktionen erfolgt ist.

Eine weitere Variante auf die Verstärkung zu nehmen ist das Shaping (oder auch Approximation genannt). Hier wird nicht erst die Handlung verstärkt sondern bereits jede Annäherung an gewünschte Handlung. Soll eine Taube etwa auf roten Punkt auf einer ovalen Scheibe picken wird bereits verstärkt wenn die Taube den zur Scheibe bewegt; dann wenn sie zur schaut; dann wenn sie sich der Scheibe dann wenn sie auf die Scheibe pickt schließlich wenn sie den roten Punkt auf Scheibe trifft. Insbesondere dient diese Technik der komplexerer Handlungsweisen. Auf diese Weise können auch unnatürliche Handlungsweisen bei Tieren konditioniert werden wie etwa in Zirkussen der Fall.

Kritik

Sowohl das klassische Konditionieren als auch das operante Konditionieren gehen von einem recht mechanistischen Menschenbild Ihre Begründer waren Behavioristen die den Menschen als Black-Box sahen alle ihre Forschungsergebnisse auf das cm/g/sek-System zurückführen So ließen sich denn auch viele Verhaltensweisen mit diesem System erklären - etwa die dass der Mensch sich selbst auch verstärken bzw. lernen kann ohne eine Reaktion zu Dies alles waren Themen die von Behavioristen erklärbar waren und demnach nicht von ihnen wurden. Erst mit der Betrachtung alternativer Modelle etwa Banduras sozialkognitiver Lerntheorie - wurden dann auch diese Dinge


Über diese beiden Konditionierungstypen (klassisches und Konditionieren) hinaus existieren bei höherentwickelten Tieren noch Formen des Lernvermögens z.B. das Beobachtungslernen oder Modelllernen ..




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