Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenSamstag, 7. Dezember 2019 

Krain


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.
Krain slowenisch Kranjska ist eine Landschaft in Slowenien die ungefähr die Westhälfte des Landes und rund um die Hauptstadt Laibach liegt. Die ehemalige Hauptburg des Landes Krainburg (Kranj) etwa 35 km nordwestlich. Bis 1918 war Krain in Österreich-Ungarn verwaltungsmäßig mit dem Küstenland ( Istrien Teile Friauls ) gekoppelt.

Inhaltsverzeichnis

Einteilung

Die traditionelle jedoch fließende Einteilung erfolgt Ober- und Unterkrain (Gorenjska und Dolenjska) wobei Ljubljana (Laibach) an der Grenze liegt. Die ist durch die Alpen geprägt (Steineralpen Karawanken und Julier die Unterkrain durch den Karst . Diese Unterscheidung schlägt sich auch im Brauchtum und den Mundarten nieder (vergl. Slowenische Mundarten

Bezirke der Krain

Die Oberkrain umfaßt nur den Bezirk Kranj (Krainburg) sowie Teile des Bezirkes Ljubljana (Laibach).

Die Unterkrain umfaßt den südlichen Teil des Bezirkes Ljubljana (Laibach) sowie:

  • Novo mesto (Rudolfswert)
  • Kočevje ( Gottschee )
  • Krško (Gurkfeld)
  • Postojna (Adelsberg)

Geschichte

In der Antike Teil der Provinz Pannonien wurde es um 590 nach dem Abzug der Langobarden Richtung Italien ( 568 n. Chr.) von Slowenen (Alpenslawen oder Windische ) besiedelt. Im 8. Jahrhundert kam das Land gemeinsam mit Kärnten als Karantanien an Bayern und mit an das Frankenreich . 1040 wurde es als eigene Markgrafschaft organisiert kirchlich von Aquileia aus betreut. Die Markgrafschaft Krain war mit dem Staatsgebiet des heutigen Slowenien weitgehend ident.

1335 kam der Hauptteil nach dem Aussterben Grafen von Görz an die Habsburger . 1394 wurde es zum Herzogtum erhoben. Bei allen Erbteilungen der Habsburger war es ein Teil Innerösterreichs d.h. es wurde von Graz aus verwaltet.

Abgesehen von einem kurzen Intermezzo 1809 - 1814 wo es mit Kärnten Triest Süd steiermark u.a. zu den Illyrischen Provinzen Frankreichs zählte gehörte es bis 1918 zu Österreich . Anschließend kam es an das SHS-Königreich wo es mit der slowenischsprachigen Untersteiermark wurde und seither die Geschichte Sloweniens teilt.

In der Gegend um Gottschee (Kočevje) gab es seit dem 14. Jahrhundert eine deutschsprachige Volksgruppe die während des zweiten Weltkrieges unter italienischer Verwaltung in die Untersteiermark ausgesiedelt wurde (ca. 15.000 siehe: Gottscheer).

Das Herzogtum Krain hatte im Jahr 1900 9.955 km² und 520.000 Einwohner. Davon 30-50.000 deutschsprachig . Eine kohärente deutschsprachige Volksgruppe ist heute mehr vorhanden.

Das Wort "Krain" lebt in vielen und Familiennamen nicht nur in Österreich und Slowenien auch darüber hinaus. Ähnlich ist es mit - siehe z.B. Kranjska Gora oder Krajina .

Weblinks:



Bücher zum Thema Krain

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Krain.html">Krain </a>