Die Zeit nach 1945 war für den Kreis Plön eine schwierigsten. Die Volkszählung im Oktober 1946 belegte mit 123.818 Einwohnern nahezu eine gegenüber der Vorkriegszeit ( 1939 : 67.434). Diese starke Zunahme hatte zwei Zum einen wurden bereits während des Krieges Bürger aus Kiel aufgenommen zum anderen wurden viele Vertriebene Hinterpommern Ostpreußen Danzig-Westpreußen Schlesien und dem Sudetenland aufgenommen. Noch 1950 waren mehr als 9.000 Personen in Lagern untergebracht. Besonders die Eigentümer der Güter unter der Bewältigung leiden. So waren beispielsweise im Herrenhaus von Bothkamp zeitweise rund 350 Flüchtlinge untergebracht.
Am 15. September 1946 würden die ersten Gemeindevertretungen und am 13. Oktober 1946 der erste Kreistag ( CDU : 26 Sitze SPD : 18 Sitze KPD : 1 Sitz) gewählt. Die wichtigste Aufgabe dieser Zeit war die Eingliederung der Vertriebenen. dem 30.000-Hektar-Abkommen waren die Eigentümer der Güter dem KReis Plön mit knapp 12.000 Hektar beteiligt. In der Folge konnten knapp neue landwirtschaftliche Betriebe mit einer durchschnittlichen Größe 15 bis 20 Hektaren gegründet werden.
1970 hätte im Zuge einer geplanten Gebietsreform das Ende des Kreises Plön bedeutet das durch den Einsatz von engagierten Einwohnern verhindert konnten. In einem Kompromiss gingen im westlichen zwar rund 10% der Kreisfläche verloren (Bissee und Flintbek ) jedoch bliebt der Kern erhalten.