Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Die Kreiszahl π durch den kleinen griechischen Buchstaben pi abgekürzt (nach dem Anfangsbuchstaben des griechischen perifereia für "Randbereich") auch Archimedes' Konstante oder Zahl (nach Ludolph van Ceulen ) genannt ist als das Verhältnis des Umfangs eines Kreises zu seinem Durchmesser oder alternativ als die Fläche eines Kreises mit dem Radius 1 definiert. Eine weitere Definition lieferte Edmund Landau indem er π als das Doppelte kleinsten positiven Nullstelle des Kosinus festlegte.
Da π basierend auf dem Durchmesser Kreises festgelegt wurde findet sich in vielen Formeln der Ausdruck π/2 da diese meist Radius eines Kreises enthalten.
Da es somit keine einfache Formel π gibt müssen wir für diese Zahl benutzen. Diese Näherungswerte und -verfahren waren lange insbesondere für die angewandten Wissenschaften (Ingenieurbau etc.) sehr wertvoll; die neueren hingegen haben bereits so viele Stellen dass nicht mehr von praktischen Nutzen sprechen kann.
Die Bibel besagt im ersten Buch Könige Kapitel 7 Vers 23: "Hierauf fertigte ein kreisrundes Becken an das von einem bis zum anderen 10 Ellen maß... eine von 30 Ellen umspannte es. Somit wird der Bibel der Wert für π mit
3
angegeben. Diesen Wert nutzte man auch alten Babylon . Eine einfache Messung durch ein Maßband dass π in Wirklichkeit etwas größer ist.
Jedoch war schon im alten Ägypten um 1900 v. Chr. im "Papyrus der Wert
(16/9) 2 = 3 1604...
nachzulesen.
In Indien benutzte man in den Sulbasutras Schnurregeln Konstruktion von Altären den Wert
(26/15) 2 = 3 0044...
für π.
Häufig versuchte man mit Hilfe von den Kreis anzunähern und so Näherungen für zu gewinnen. Archimedes hat mit umbeschriebenen und Vielecken bis hin zum 96-Eck obere und Schranken für den Kreisumfang berechnet und erhielt für π die Abschätzung
In dem astronomischen Werk des Ptolemäus Almagest (ca. 100 n.Chr.) finden sich Tabellen Winkelfunktionen für welche bereits genauere Werte der π bekannt sein müssen.
Leonhard Euler führt in seiner im Jahre 1748 erschienenen "Introductio in Analysin Infinitorum" im Bande π auf 148 Stellen genau an.
Im gleichen Buch gibt Euler auch Methode für die Berechnung von Logarithmen an. Diese stimmt grundsätzlich mit dem zur Berechnung des Kreisumfanges / π überein jene gleichfalls das Quadratwurzelverfahren zur fortlaufenden Verbesserung Resultates benützt.
Handwerker benutzten in Zeiten vor Rechenschieber und Taschenrechner die Näherung 22/7 = 3 142857... berechneten damit vieles im Kopf. Der Fehler π beträgt etwa 0 04%. Für alltägliche Situationen war das völlig ausreichend.
Eine andere Näherung ist der Bruch =3 1415929... immerhin auf sieben Stellen genau.
Ludolph van Ceulen hat 1596 die ersten 35 Dezimalstellen Er war so stolz darauf dass er Ergebnis auf seinem Grabstein verewigen ließ.
Wallissches Produkt ( 1665 ) - benannt nach dem englischen Mathematiker John Wallis :
Keine der oben angegebenen Formeln kann effizienten Berechnung von Näherungswerten von π dienen. schnelle Berechnungen kann man Formeln wie etwa von Machin ( 1706 ) verwenden:
Diese Formel erlaubt es auf einfache die n -te Stelle einer binären oder hexadezimalen Darstellung π zu berechnen ohne dass man zuvor n -1 vorherigen Ziffernstellen berechnen muss. http://www.nersc.gov/~dhbailey/ ist Baileys Webseite und enthält eine des Verfahrens und auch Implementationen in verschiedenen Programmiersprachen .
r = 1000 kreistreffer = 0 = (2*r)^2 for y = -r to for x = -r to r if <= r then kreistreffer = kreistreffer + ausgabe (4*kreistreffer/quadrattreffer) { 3.141549 }
Die Genauigkeit kann mittels r kontrolliert Mit r = 10 bekommt man 3.17 mit r = 100 die Zahl 3.1417
Eine sehr interessante Methode zur Bestimmung π ist die statistische Methode . Das obige Bild diene der Verdeutlichung. das Quadrat mit der Seitenlänge 2r lässt Versuchsobjekte fallen und wertet aus an welcher die Objekte liegen bleiben. Durch die Anzahl Objekte die im Inneren des gelben Kreises kann man das Verhältnis von Kreisfläche zu berechnen und erhält somit auch einen Wert π
Die drängendste Frage bezüglich π ist sie eine normale Zahl ist ob sie zum Beispiel in binären (oder jeder anderen n-adischen ) Zahlendarstellung jede mögliche Binär- bzw. sonstige gleichermaßen enthält so wie dies die Statistik ließe wenn man eine Zahl vollkommen nach Zufall erzeugen würde.
Bailey und Crandal haben 2000 gezeigt dass die Existenz der oben Bailey-Borwein-Plouffe-Formel und ähnlicher Ableitungen belegt dass die von π zur Basis 2 (wie auch von verschiedenen anderen Konstanten) auf eine bestehende der Chaostheorie reduziert werden kann. Für weitere Details siehe die Webseite von Bailey.
Im Jahre 1897 gab es im US - Bundesstaat Indiana einen Gesetzentwurf mit dem die Zahl pi per Gesetz nicht nur als 3 2 sondern nebenbei auch als 4 3 25 und 22/7 definiert werden Das Gesetz passierte jedoch (nur wegen eines nie die zweite Kammer des Parlaments .
Der derzeitige Rekord der Berechnung von wird durch Yasumasa Kanada auf einem HITACHI mit 1 241 Billionen Stellen gehalten.
Der aktuelle Rekord im Auswendiglernen von pi-Nachkommastellen liegt bei 42.195 aufgestellt 18. Februar 1995 vom Japaner Hiroyuki Goto. Den deutschen hat Ulrich Voigt am 2. Juni 2003 auf 5000 erhöht.
Aus Sternstunden der modernen Mathematik von Keith Devlin:
Ein weiteres Beispiel in dem Pi überraschend Rolle spielt ist das folgende: Wenn man Streichholz auf ein Brett wirft das durch jeweils eine Streichholzlänge voneinander entfernte Linien unterteilt dann beträgt die Wahrscheinlichkeit dass das Streichholz fällt dass es eine Linie schneidet genau