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Kritik der reinen Vernunft


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Die Kritik der reinen Vernunft ist das erkenntnistheoretische Hauptwerk des deutschen Immanuel Kant . Sie wurde im Jahre 1781 erstmalig veröffentlicht (die 2. Aufl. 1787 eine wesentlich veränderte Fassung und ist für Artikel maßgeblich).

Im Unterschied zur dogmatischen Philosophie (vgl. Christian Wolff in Nachfolge zur Leibnizschen Philosophie) und zur Philosophie des Skeptizismus (vgl. auch David Hume ) sucht Kant in seiner kritischen Schrift Metaphysik in ihre sicheren Schranken zu verweisen so die Grenzen der menschlichen Vernunft zum Zwecke der Erkenntnis aufzuzeigen ( "Wie ist Metaphysik als Wissenschaft möglich?" ). Im Hintergrund berücksichtigt Kant hierbei die neuen Erkenntnisse der Naturwissenschaften insbesondere der klassischen Physik Newtons .

Der wesentliche erste Hauptabschnitt der Schrift Transzendentale Elementarlehre gliedert sich in zwei Teile die Transzendentale Ästhetik und die Transzendentale Logik . Der zweite Hauptabschnitt enthält die Transzendentale Methodenlehre .

  • Die Transzendentale Ästhetik behandelt das Problem wie der affektiven Sinnlichkeit des Menschen in der Anschauung die empirischen Gegenstände möglich werden und Raum und Zeit als wirklich erscheinen können.
  • Die Transzendentale Logik befragt in welch einem Anschauungen und Begriffe stehen müssen damit ein erkannt werden kann. Die reine Logik handelt apriorischen Prinzipien.

Ausgehend von der Beobachtung dass Erkenntnis der Erfahrung der Natur beruht stellt Kant Frage nach der Bedingung der Möglichkeit der Erkenntnis bzw. als Aufgabe der reinen Vernunft Frage: "Wie sind synthetische Urteile a priori möglich?" .

Sinnlichkeit und Verstand sind die Wurzeln der Erkenntnis. Durch Anschauung werden die Gegenstände empirisch vorgegeben und den Verstand begrifflich gedacht. Raum und Zeit sind der Anschauung und damit unabhängig und vor Erfahrung ( a priori ). Die Leistung des formenden (logischen) Geistes die erkennbare nach notwendigen Gesetzen erzeugte Erscheinungswirklichkeit die im Gemüt (also letztlich im menschlichen Bewusstsein ) durch die Verstandeskategorien ( Quantität Qualität Relation Modalität ) konstituiert wird. Die Logik des menschlichen erzeugt aus der Erfahrung des Mannigfaltigen die Die raum-zeitliche Synthese von Vorstellungen (siehe auch: Einbildungskraft ) im denkenden Bewusstsein stellt das Erkenntnisobjekt Die Wirklichkeit die wir wahrnehmen wird vom hervorgerufen.

Gedanken ohne Inhalt sind leer Anschauungen ohne sind blind.

Objektive Realität entsteht dadurch dass ein mit einer Anschauung korrespondiert.

Es sind also nicht die Dinge an sich erkennbar sondern nur deren Erscheinungen (Phänomene). Gedankenkonstruktionen der Metaphysik (z.B. in der Theologie) in unsinnige Widersprüche die nicht entscheidbar sind Antinomien ).

Die reine Vernunft ist keine konstitutive der Erkenntnis. Der spekulative Gebrauch ihrer Prinzipien völlig unnütz. Von den Ideen der Vernunft sinnvoll nur ein kritischer und regulativer Gebrauch werden.

Weiterführende Behandlung des Themas: Transzendentale Methode Synthetisches Urteil a priori (Logik) Synthetisches Urteil a priori (Philosophie) Transzendente Logik Zwei Stämme der menschlichen Erkenntnis Synthetische Einheit des Mannigfaltigen

Siehe auch: Übersicht der Artikel zu Kants Philosophie Apperzeption Erkenntnistheorie Streitfrage Deutscher Idealismus Aufklärung

Literatur

  • Rudolf Eisler: Kant-Lexikon Olms ( ISBN 3487007444 )
  • Literaturliste zum Artikel über die Kritik reinen Vernunft

Weblinks



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