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Krebstiere


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Krebstiere

Gestreifte Putzergarnele Stenopus hispidus

Systematik
Abteilung: Gewebetiere (Eumetazoa)
Unterabteilung: Bilateria
Stammgruppe : Urmünder (Protostomia)
Überstamm : Häutungstiere (Ecdysozoa)
Stamm : Gliederfüßer (Arthropoda)
Unterstamm : Krebstiere (Crustacea)
Klassen

Die Krebse oder Krebstiere (Crustacea) stellen mit weltweit beinahe 40 Arten eine sehr große Gruppe innerhalb der Gliederfüßer (Arthropoda) dar die als Unterstamm geführt wird. Die Angehörigen dieser Gruppe sich vor allem durch eine extreme Formenvielfalt die als Anpassung an die verschiedenen Lebensräume Lebensweisen entstanden sind. Gemeinhin kann man sie ihres Artenreichtums als " Insekten der Gewässer" bezeichnen.

Inhaltsverzeichnis

Merkmale der Krebse

Gerade aufgrund der Formenvielfalt ist es schwierig eigene Merkmale der Gruppe zu finden. offensichtliche Unterschiede zu den Tracheentieren (Insekten und Myriapoden) fallen vor allem Anzahl der Antennen (zwei Paar) und die Kiemen auf die für das Leben im wichtig sind. Bei diesen Merkmalen handelt es jedoch um Merkmale die erst bei den abgewandelt wurden also Plesiomorphien. Ebenfalls als altes muss der Besitz eines typischen Spaltbeines bei Krebsen angesehen werden da bereits die als bekannten Trilobiten diese Extremitäten hatte. Übrig bleiben als Gemeinsamkeiten fast aller Krebse die besondere Form Larve ( Naupliuslarve ) mit typischerweise drei extremitätentragenden Segmenten und typischen unpaaren Naupliusauge die Übereinstimmung der Exkretionsorgane spezielle sackartige Strukturen an der Basis der Antennen und Maxillen sowie ein weitgehend übereinstimmendes Teilungsmuster der in der Keimbahn .

Wie alle Gliederfüßer besteht der Körper Krebse aus einer Anzahl von Segmenten die durch ein Kopfsegment (Acron) und hinten durch Endsegment ( Telson ) begrenzt sind. Durch die verschiedenen Spezialisierungen die damit verbundenen Veränderungen im Körperbau der kommt es zu sehr vielen Variationen dieses Wesentliche Veränderungen betreffen die Extremitäten (Abwandlung des zu Spezialstrukturen wie Mundwerkzeugen Saugnäpfen Genitalorgane etc.) und besonders die einzelner Segmente zu größeren Körperabschnitten die als bezeichnet werden. Im Grundbauplan folgen auf einen (Cephalon) der wahrscheinlich aus dem Acron sowie verschmolzenen Segmenten besteht zwei Körperabschnitte mit einer Anzahl von Segmenten die als Rumpf (Thorax) Hinterleib (Abdomen oder Pleon) bezeichnet werden. Dabei als Rumpf die Segmente zusammengefasst die sich Extremitäten auszeichnen Hinterleibssegmente tragen keine Extremitäten oder stark abgewandelte Extremitäten. Häufig kommt es darüber zu einer weiteren Verschmelzung des Kopfes mit Rumpfsegmenten die als Cephalothorax bezeichnet wird verbleibende bilden in diesem Fall das Peraeon.

Fortpflanzung und Entwicklung

Auch bei der Fortpflanzung der Krebse es diverse Variationen. Dabei reicht das Spektrum einer einfachen Entlassung der Spermien und Eier das freie Wasser mit einer äußeren Befruchtung eine innere Befruchtung durch speziell umgestaltete Extremitäten Pseudopenes bis hin zur "Haltung" von Zwergmännchen einer übergroßen Vagina bei einigen parasitischen Arten.

Die Entwicklung ist bei den meisten innerhalb der Krebse ähnlich. Sie durchlaufen meist Larvenstadien bei der durch Sprossung regelmäßig neue Segmente und die dazugehörigen angehangen werden. Alle Crustaceen (mit Ausnahme der Zungenwürmer) bilden als Larvenstadium die für die Krebse typische Naupliuslarve Stadium kann allerdings auch noch im Ei Aus dieser Grundlarve bilden sich dann innerhalb verschiedenen Gruppen unterschiedliche Larventypen (z.B. Copepodid- oder die dann mit oder ohne Metamorphose zu adulten Krebsen heranwachsen.

Lebensweise der Krebse

Krebse sind bis auf wenige Ausnahmen Wasser zu finden dabei haben sie alle des Meeres und des Süßwassers besiedelt. Unter den Krebsen gibt es einige Arten die an Land leben können etwa die Palmendiebe unter den Einsiedlerkrebsen oder die Strandkrabben. Arten sind jedoch zumindest für die Entwicklung immer abhängig vom Wasser. Die einzige Gruppe auch dauerhaft an Land leben kann stellen Landasseln dar.

Im Wasser findet man sie in Lebensraum den das Meer oder das Süßwasser Viele Arten leben als Plankton im Pelagial (Freiwasser) andere besiedeln den Gewässerboden Felsspalten Riffe oder Brandungszonen. Selbst unter dem arktischen antarktischen Eis gibt es sie in großer und ihre Anwesenheit im Umkreis heißer Quellen Smoker) in der Tiefsee ist ebenfalls belegt. Eine Reihe von lebt außerdem parasitisch in und an Fischen anderen Krebsen und auch in Landwirbeltieren .

Eine umfassende Darstellung der Lebensweisen einzelner kann an dieser Stelle nicht gegeben werden sei auf die einzelnen Gruppen am Ende Textes verwiesen.

Ökologische und wirtschaftliche Bedeutung der Krebse

Krabben

In marinen und limnischen Ökosystemen nehmen die Krebse vor allem die der Zooplanktons (Wasserflöhe Ruderfußkrebse Krillkrebse u.a.) eine Schlüsselposition ein. Als Konsumenten ernähren sie sich vom pflanzlichen Plankton Meeres und des Süßwassers und regulieren so Pflanzenwuchs. Arten- und individuenmäßig stellen sie den Anteil der Zooplankter entsprechend groß ist ihr an dieser Regulation. Gleichzeitig stellt das Zooplankton jedoch auch direkt oder indirekt die sämtlicher Großorganismen (Fische Meeressäuger Kopffüßer etc.) der Meere und des Süßwassers sie von diesen entweder direkt gefressen werden als Nahrung für die größere Beute dienen.

Besonders für den Menschen stellen einige der Krebse auch eine direkte Nahrungsquelle dar. allem die größeren Krebse wie Garnelen Flusskrebse und Hummer sind beliebte "Meeresfrüchte". Viel größer ist die Bedeutung für den Menschen bei der der Trinkwasservorräte . Die Kleinkrebse filtern Schwebstoffe Bakterien und sowie in diesen gebundene Giftstoffe aus dem Wasser der Reservoirs. Der Schaden durch das Fouling (Bewachsen von Schiffsrümpfen mit Seepocken und dadurch eine Erhöhung des Gewichts und des oder Holzschäden durch die Bohrassel an Holzstrukturen Stegen o.ä. stellt dagegen nur eine relativ Belastung dar.

Evolution der Krebstiere

Über die Evolution der Krebse ist bei den meisten anderen Gliederfüßern nur relativ bekannt. Dies liegt vor allem an den schlecht fossilierbaren Chitinpanzern der Tiere. Die ersten kennt man aus dem Kambrium wo bereits Vertreter der Muschelkrebse (Ostracoda) der Höheren Krebse (Malacostraca) vorkamen ( Kambrische Explosion ). Die ersten Krebsformen ähnelten wahrscheinlich den noch ausschließlich in Brackwasserhöhlen vorkommenden Remipedia von diesen gibt es jedoch keine Die Blattfußkrebse (Branchiopoda) sind seit dem unteren Devon nachgewiesen die Rankenfußkrebse (Cirripadia) seit dem Silur .

Besondere Bedeutung als Fossilien haben die deren sehr häufigen Schalen wichtige Leitfossilien darstellen. Sie stellen seit ihrem ersten im unteren Karbon einen wichtigen Bestandteil des dar. Ebenfalls relativ häufig werden Fossilien der den Rankenfußkrebsen zählenden Seepocken (Balanidae) und Entenmuscheln gefunden.

Systematik der Krebse

Seespinne Maja spec.

Gemeinhin werden die Krebse als Schwestergruppe Tracheentiere (Tracheata) ( Insekten und Tausendfüßer) betrachtet diverse Autoren gehen davon aus dass auch die Insekten und voneinander unabhängige Gruppen innerhalb der Krebse darstellen wird primär auf der Ebene der Embryonalentwicklung Die früher als eigener Stamm eingestuften Zungenwürmer ( Pentastomida ) werden mittlerweile mit ziemlicher Sicherheit ebenfalls die Krebse eingeordnet primär durch molekulargenetische Vergleiche und ultrastrukturelle Untersuchungen des Spermienaufbaus.

Die verwandtschaftlichen Beziehungen innerhalb der Krebse noch weitgehend ungeklärt und Gegenstand kontroverser Diskussionen. Neufunde wie etwa die der höhlenbewohnenden Remipedia der nur als Larven (Y-Larven) bekannten oder der Mikroparasiten der Gruppe Tantulocarida sowie ehemals etablierter Taxa wie der "Cladocera" als paraphyletische Gruppe in mehrere Teiltaxa hat ebenfalls zur Übersichtlichkeit beigetragen.

Aktuell bevorzugt wird die Darstellung von Taxa innerhalb der Krebse wobei besonders die Blattfußkrebse ( Branchiopoda ) und noch mehr die "Maxillopoda" sehr sind. Nach Ansicht einer großen Anzahl von stellen letztere offensichtlich nur eine Zusammenfassung all Taxa dar die nicht in die begründbaren Gruppen passen. Aus diesem Grund werden die hier als formelle Gruppe behandelt und in gesetzt.

Das System der Crustacea

  • Cephalocarida
  • Remipedia
  • Blattfußkrebse (Branchiopoda)
  • Zungenwürmer (Pentastomida)
  • "Maxillopoda"
    • Muschelkrebse (Ostracoda)
    • Karpfenläuse (Branchiura)
    • Mystacocarida
    • Ruderfußkrebse (Copepoda)
      • Calanoida
      • Cyclopoida
      • Harpacticoida
      • Poecilostomatoida
      • Siphonostomatoida
    • Tantulocarida
    • Ascothoracida
    • Rankenfüßer (Cirripedia)
      • Thoracica
        • Entenmuscheln (Lepadomorpha)
        • Verrucomorpha
        • Seepocken (Balanomorpha)
      • Acrothoracica
      • Wurzelkrebse (Rhizocephalia)
  • Malacostraca
    • Leptostraca oder Phyllocarida
    • Fangschreckenkrebse (Stomatopoda oder Hoplocarida)
    • Syncarida
      • Brunnenkrebse (Bathynellacea)
      • Anaspidacea
    • Eucarida
      • Leuchtgarnelen (Euphausiacea)
      • Amphionidacea
      • Zehnfußkrebse (Decapoda)
        • Dendrobranchiata
          • Paneidea
        • Pleocynemata
          • Caridea
          • Stenopodidea
          • Reptantia
            • Astacidea
            • Thalassinidea
            • Palinura
            • Einsiedlerkrebse (Anomura)
            • Echte Krabben (Brachyura)
    • Thermosbaenacea oder Pancarida
    • Peracarida
      • Glaskrebse (Mysidacea)
      • Flohkrebse (Amphipoda)
        • Gammaridea
        • Ingolfiellidea
        • Laemodipodea
        • Hyperiidea
      • Cumacea
      • Mictacea
      • Spelaeogriphacea
      • Scherenasseln (Tanaidacea)
      • Asseln (Isopoda)
        • Asellota
        • Landasseln (Oniscidea)
        • Valvifera
        • Anthuridea
        • Sphaeromatidea
        • Cymothoidea

Weiterführende Literatur:

  • Ax P (1999): " Das System der Metazoa II. Ein Lehrbuch phylogenetischen Systematik "; Gustav Fischer Verlag Stuttgart Jena.
  • Gruner HE (1993):" Klasse Crustacea "; in Gruner HE (Hrsg.): " Lehrbuch der Speziellen Zoologie Band I 4. Arthropoda (ohne Insecta) "; Gustav Fischer Verlag Stuttgart Jena.
  • Lauterbach KE (1983): " Zum Problem der Monophylie der Crustacea "; Verh. naturwiss. Ver. Hamburg 26 293 - 320
  • Schminke HK (1997): " Crustacea Krebse "; in Westheide Rieger (Hrsg.): " Spezielle Zoologie Teil 1: Einzeller und Wirbellose "; Gustav Fischer Verlag Stuttgart Jena.
  • Anderson DT (2001): Invertebrate Zoology 2nd Ed. Oxford Univ. Press Kap. S. 292 ISBN 0195513681
  • Barnes RSK Calow P. Olive PJW DW Spicer JI (2001): The invertebrates - a synthesis 3rd ed. Blackwell Kap. 8.6 S. ISBN 0-632-04761-5
  • Brusca RC Brusca GJ (2003): Invertebrates 2nd Ed. Sinauer Associates Kap. 16 511 ISBN 0878930973
  • Moore J (2001): An Introduction to the Invertebrates Cambridge Univ. Press Kap. 13 S. ISBN 0521779146
  • Ruppert EE Fox RS Barnes RP Invertebrate Zoology - A functional evolutionary approach Brooks/Cole Kap. 19 S. 605 ISBN 0030259827

Weblinks

  



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