Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Krzysztof Penderecki ist ein zeitgenössischer polnischer Komponist dessen Werk der postseriellen Musik zugeordnet und der vor allem durch seine Klangkompositionen erregte. Er gilt als einer der führenden der polnischen Avantgarde und wird gelegentlich auch als "spätmoderner bezeichnet.
Penderecki ist einer der wenigen zeitgenössischen der Avantgarde denen der Durchbruch zur breiten Öffentlichkeit gelang.
Er wurde am 23. November 1933 in Debica bei Rzeszów (nicht in Krakau wie gelegentlich irrtümlich berichtet wird) geboren. Vater brachte ihn schon früh mit Musik Berührung; Penderecki erhielt bereits als Kind Violin- Klavierunterricht. Später studierte er Komposition an der Musikhochschule in Krakau bei Artur Malawski und Stanislaw Skolyszewski privat bei Franciszek Skolyszewski; daneben studierte er der Krakauer Universität Philosophie Kunst - und Literaturgeschichte . 1958 schloss er das Studium mit dem Diplom ab und übernahm eine Professor für Komposition an der Krakauer Musikhochschule ; ab 1972 wurde er deren Direktor. Zwischen 1966 und 1968 war er daneben auch Dozent an Folkwang-Hochschule in Essen .
Penderecki der einst mit die Avantgarde und die Postserielle Musik entwickelte steht heute in der Kritik von Kollegen und Kritikern; spricht von Penderadetzky der die tonalen Paarhufer anführe (Helmut Lachenmann). Seine Akzeptanz beim und bei der konservativen Kritik wächst dagegen seiner Wendung zu Tradition; sein Werk wird der Mailänder Scala und im Salzburger Festspielhaus aufgeführt.
Pendereckis expressive Werke werden gelegentlich in Filmen eingesetzt so beispielsweise in Der Exorzist ( The Exorcist 1973 ) Shining ( The Shining 1980 ) Fearless ( Fearless 1993 ) und Unterwegs nach Kathmandu ( 1971 ).
1968 - 1969 : Die Teufel von Loudun ( The Devils of Loudun ) - Oper in drei Akten (Libretto Komponisten nach "The Devils of Loudun" von Aldous Huxley in der Dramatisierung von John Whiting Benutzung der deutschen Übertragung des Dramas von Erich Fried );
1976 - 1978 : Paradise Lost ( Das verlorene Paradies ) - Sacra Rappresentazione in zwei Akten (nach einem Text Engländers John Milton );
1984 - 1986 : Die schwarze Maske - Oper in einem Akt (Text Harry Kupfer und Krzysztof Penderecki nach einem von Gerhart Hauptmann );
1990 - 1991 : Ubu Rex - Opera buffa in zwei Akten von Jerzy Jarocki und Krzysztof Penderecki nach dem Schauspiel " Ubu Roi " von Alfred Jarry )
1959 - 1960 : Anaklasis für Streicher (42 Streichinstrumente) und Schlagzeuggruppen; durch Hans Rosbaud und das Südwestfunk-Orchester bei Donaueschinger Musiktagen;
1997 : 7. Sinfonie - Die sieben Tore von ( Seven Gates of Jerusalem mit einem De profundis ) - Auftragsarbeit für das Jerusalem Symphony Orchestra ; Uraufführung im Januar 1997 als Abschluss der 3.000-Jahr-Feier Jerusalems .
1965 - 1966 : Passio Et Mors Domini Nostri Jesu Christi ( Secundum Lucam / Lukas-Passion ) für Sopran Bariton Baß Sprecher Knabenchor gemischte Chöre (SATB) und Orchester; Uraufführung 1966 im Dom zu Münster;
1967 : Dies Irae - Oratorium zum Gedächtnis der Opfer von Auschwitz für Sopran Tenor Baß gemischten Chor und Orchester: I Lamentatio II Apocalypsis und Apotheosis ( Oratorium );
1969 - 1970 : Utrenja I ( Grablegung Christi ) für Soli (Sopran Alt Tenor Baß profondo) 2 gemischte Chöre und Orchester;
1970 - 1971 : Utrenja II ( Auferstehung ) für Soli (Sopran Alt Tenor Baß profondo) Knabenchor 2 gemischte Chöre und Orchester;
1973 - 1974 : Magnificat für Baßsolo Vokalensemble (7 Männerstimmen) 2 Chöre (je 24st. ) Knabenstimmen und Orchester: magnificat II fuga III et misericordia eius... fecit potentiam V passacaglia IV sicut locutus VII gloria;
1979 : Vorspiel Visionen und Finale aus "Paradise Lost" für 6 Solisten großen gemischten Chor Orchester;
1979 - 1980 : Te Deum für 4 Solisten (Sopran- Mezzosopran- Tenor- 2 gemischte Chöre und Orchester;
1980 : Lacrimosa aus dem Polnischen Requiem für Sopran solo gemischten Chor und
1980 - 1984 : Polnisches Requiem für vier Solisten (SATB) gemischten Chor Orchester (revidiert 1993 )
1988 : Zwei Szenen und Finale aus der Oper "Die schwarze Maske" für Sopran Mezzosopran gemischten Chor und
1995 : Agnus Dei für vier Soli gemischten Chor und aus "Requiem der Versöhnung" zum Gedenken an die Opfer des 2. Weltkrieges ;
1994 (?): Sanctus aus dem Polnischen Requiem für Alt- und Tenorsolo gemischten Chor Orchester;
1996 : Seven Gates of Jerusalem für 5 Soli (SSATB) Sprecher 3 Chöre und Orchester: I Magnus Dominus et nimis II Si oblitus fuero tui Jerusalem De profundis IV Si oblitus fuero tui V Lauda Jerusalem Dominum (Psalm 147) VI 37 1-10 VII Haec dicit Dominus: Ecce do coram vobis viam vitae et viam Auftragswerk der Stadt Jerusalem des Jerusalem Symphony Orchestra und des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks anläßlich der "Jerusalem-3000-Jahr"- Feier ( Abbildung: Ausschnitt aus der Partitur );
1997 - 1998 : Credo für 5 Soli (Sopran Mezzosopran Alt Bass) Kinderchor gemischten Chor und Orchester.
2003 : Preis der Europäischen Kirchenmusik; Ehrenbürger seiner Debica; Eduardo M. Torner-Medaille des "Conservatorio de del Principado Asturias" in Oviedo Spanien; Ehren-Direktor Chors der Prinz von Asturien-Stiftung; Ehren-Präsidenten der a la Creación Musical";
2002 : Staatspreis des Landes Nordrhein-Westfalen des Jahres; Guardini Preis der Katholischen Akademie in Bayern;
2001 : "Prinz von Asturien-Preis in der Sparte Ehrenmitglied der Hong Kong Academy for Performing
2000 : Cannes Classical Award als "Living Composer the Year"; Ehrenmitglied der Gesellschaft der Musikfreunde Wien;
1998 : Kompositionspreis der Fördergemeinschaft der europäischen Wirtschaft; Honorary Member an der American Academy of and Letters; Korrespondierendes Mitglied der Bayerischen Akademie Schönen Künste München; Honorary Board des Vilnius '99;
1996 : Primetime Emmy Award of the Academy Television Arts & Sciences;
1995 : Mitglied der Royal Academy of Music Ehrenbürger der Stadt Strasbourg; Primetime Emmy Award the Academy of Television Arts & Sciences;
1993 : Distinguished Citizen Fellowship am Institute for Study an der Indiana University Bloomington; Preis Internationalen Musikrates/UNESCO für Musik; kultureller Verdienstorden des Monaco;
1968 : Prix Italia für Dies Irae zum Gedächtnis der Opfer von Auschwitz;
1967 : Prix Italia für die Lukas-Passion ; Sibelius Gold Medal;
1966 : Großer Kunstpreis des Landes Nordrhein-Westfalen für Lukas-Passion ;
1961 : Preis der UNESCO ausgezeichnet für Threnos ;
1959 : II. Warschauer Wettbewerb Junger Polnischer Komponisten Komponistenverbandes - Penderecki erhielt für seine Werke Strophen Emanationen und Aus den Psalmen Davids alle drei zu vergebenden Preise.
Penderecki ist Ehrendoktor und Ehrenprofessor zahlreicher Universitäten:
Georgetown University Washington D.C.
University of Glasgow
Moskauer Tschaikowsky-Konservatorium
Universitäten von Rochester Bordeaux Leuwen Belgrad Poznan und des St. Olaf College Northfield/Minn University Pittsburgh (PA) St. Petersburg Beijing Konservatorium Yale.
Er ist außerdem Ehrenmitglied folgender Akadmien und Musikgesellschaften:
Seven Gates of Jerusalem - Symphony No. 7 for five soloists speaker three mixed and orchestra - Ersteinspielung der Originalversion (Live-Aufnahme 16. November 1999) mit dem National Philharmonic Warsaw dem National Philharmonic Choir Warsaw und Solisten Bozena Harasimowicz-Haas Izabella Klosinska Wieslaw Ochman Rappé Romuald Tesarowicz und Henryk Wojnarowski unter von Kazimierz Kord.
Threnos - Den Opfern von Hiroshima (ursprünglicher Titel: 8'37" nach der Dauer Angriffs auf Hiroshima am 6. August 1945 ) für 52 Saiteninstrumente (1960) - ("Music Six Continents") mit dem Polish Radio National Orchestra unter Leitung von Szymon Kawalla.
Strophen für Sopran Sprechstimme und zehn Instrumente Originaltexte von Menander Sophokles Jesaja Jeremia und Omar El-Khayám (1959) mit dem Chamber Orchestra Poznan unter Leitung von Agnieszka mit Olga Szwajgier Sopran.