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Kuipergürtel (unmaßstäbliches Schema)
Verteilung der bisher bekannten Objekte im Kuipergürtel zur Ekliptik.
Verteilung der bisher bekannten Objekte im Kuipergürtel. strahlenförmige Verteilung ist durch die bisherigen punktuellen verursacht.
Der Kuipergürtel ist eine scheibenförmige Region die sich der Neptunbahn in einer Entfernung von ungefähr 30 50 Astronomischen Einheiten (AE) nahe der Ekliptik erstreckt und schätzungsweise mehr als 70.000 beherbergt die größer als 100 km sind.
Der Kuipergürtel ist nach Gerard Kuiper benannt der 1951 einen Artikel über Objekte jenseits des Pluto veröffentlichte. Da diese Theorie jedoch kaum unserer heutigen Sicht dieser Region übereinstimmt ist allem im englischsprachigen Raum auch häufiger vom Edgeworth Belt oder Edgeworth-Kuiper Belt (nach Kenneth Edgeworth 1947 ) die Rede. Die Objekte in diesem werden Kuiper Belt Objects (KBO) oder transneptunische Objekte (TNO) bezeichnet.
Die Objekte dieser Region lassen sich ihrer Bahnelemente in mehrere unterschiedliche Gruppen unterteilen:
resonante KBOs sind Objekte die sich auf resonanten Bahnen zu Neptun bewegen und dadurch ihrer Bahn bei ungefähr 40 AE stabilisiert (z.B. Plutinos mit einer 3:2 Resonanz)
klassische KBOs (CKBO) bewegen sich mit kleinen Exzentrizitäten auf nahezu kreisförmigen Bahnen zwischen 42 50 AE mit Bahnneigungen von bis zu 30 °
gestreute KBOs (SKBO) bewegen sich mit großen Exzentritäten Bahnen mit Periheldistanzen nahe 35 AE und Apheldistanzen bis AE.
Seit 1978 ist bekannt dass Pluto mit Charon sehr grossen Begleiter hat man spricht deshalb vom Pluto-Charon-System . Zwischen 1997 und 2001 wurden unter den bis dahin bekannten 500 KBOs weitere 8 Zweifachsysteme gefunden die auf alle drei KBO-Gruppen verteilen.
Die KBOs sind während der Planetenbildung nahe der Region entstanden in der sie beobachtet werden. Während sich im dichteren innneren sehr schnell sehr viele Planetesimale bildeten und sehr bald zu Planeten heranwuchsen vollzog sich dieser Vorgang in dünneren äußeren Bereichen sehr viel langsamer. Die bilden die heute beobachtbaren KBOs.
Die CKBOs bewegen sich nahezu kreisförmig man es für in diesem Bereich entstandene erwartet. Die teilweise recht großen Inklinationen erfordern einen Mechanismus der sie aus der Ekliptik Dieser Mechanismus ist noch nicht verstanden:
Eine Möglichkeit besteht darin dass Neptun den frühen Phasen der Planetenentwicklung massive Planetesimale als die Erde) in den Kuipergürtel gestreut Diese massiven Objekte könnten die großen Bahnneigungen aber sie hätten auch die resonanten KBOs abgelenkt als es den heutigen Beobachtungen entspricht.
Ein nahe vorbeiziehender Stern verursachte die aus der Ekliptik. Dieser Prozess würde die KBOs verschonen und auch den äußeren Rand Kuipergürtels bei 50 AE erklären aber der hätte sich der Sonne auf einige hundert nähern müssen.
Die SKBOs wurden vermutlich während der des Planetensystems von den großen Planeten nach gestreut. Ein Teil wurde von Neptun auf nahe 35 AE Periheldistanz eingefangen der Rest weiter hinaus gestreut und hat sogar teilweise Sonnensystem verlassen.
Die Bildungsprozesse der Zweifachsysteme sind bisher Spekulation. Das Hauptprobleme der meisten Vorschläge ist die große Anzahl dieser Systeme aus großen
Man vermutet dass ein Großteil der Kometen mit mittleren Perioden aus dem Kuipergürtel Während man früher davon ausging dass die nahezu unveränderte aus ihrer Bahn geworfene KBOs geht man heute jedoch davon aus dass sich bei den Kometenkernen um Fragmente aus von KBOs stammen.
1992 wird mit 1992 QB1 das erste Objekt des Kuipergürtels entdeckt
1993 werden die ersten Plutinos (nach Pluto) die auch eine Diskussion über den Planetenstatus Pluto auslösen
1996 wird mit 1996 TL66 das erste gestreute KBO entdeckt
1998 wird mit 1998 WW31 das erste Zweifachsystem (nach Pluto) entdeckt
2001 wird mit Varuna das erste TNO (nach Pluto/Charon) mit einer Größe von 1000 km entdeckt
2003 wird mit 2003 VB12 ( Sedna ) ein TNO entdeckt das bisher in Schema paßt. Es scheint nicht mehr zum zu gehören aber auch noch nicht zur Oortschen Wolke