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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenSonntag, 27. Mai 2012 

Kultiviertheit


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Kultiviertheit bezeichnet eine Lebensweise die sich als höherwertig oder "feiner" von der Lebensweise der meisten Menschen positiv versteht. Sie beschränkt sich in der Regel die äußeren Lebensumstände also zum Beispiel eine feine Art des Verbrauchs von Gütern oder eine vornehme Art von Tätigkeiten zu bezeichnen. (Esskultur der fine cuisine und Musik ). Die Unterscheidung beruht dabei auf einer nicht objektiv begründbaren Definition der "höherwertigen" Lebensweise dass Leberpastete "besser" sei als Pommes Frites oder der Opernbesuch einen höherwertigen Kunstgenuss darstelle als beispielsweise das Betrachten eines Fußballspieles ).

Verwandt aber weniger auf einen bestimmten bezogen ist der Begriff "kultiviert" abgeleitet von Kultivierung . Der Kulturphilosoph und Soziologe Georg Simmel bezeichnete einen Zustand dann als kultiviert er seine durch natürliche Entwicklung erreichbare Vollendung und von einem teleologisch ausgerichtetem Willen dahingehend wird. Von Kultivierung kann nach Simmel aber gesprochen werden wenn dieser Eingriff des Willens bereits im Naturzustand inhärentes Strukturprinzip aufgreift bzw. So fällt die Züchtung der essbaren Birne der ursprünglichen (natürlichen) Holzbirne unter Kultivierung die des Baumes in einen Segelmast aber nicht.




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