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Kulturgeschichte der Kartoffel


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Verschiedene Kartoffelsorten

Die spanischen Entdecker und Eroberer fanden in der Neuen Welt zahlreiche ihnen bisher unbekannte Früchte die heute ein selbstverständlicher Teil unserer Ernährung sind. Doch keine dieser neuen Früchte für Europa eine ähnliche Bedeutung erlangen wie die Kartoffel .

Die Spanier lernten in der ersten des 16. Jahrhunderts von den Inkas die neue Frucht Patata kennen - der englische Name Potatoes erinnert uns noch daran. Der deutsche Kartoffel erinnert eher an Trüffel italienisch tartufolo mit denen sie am Anfang verglichen Den französischen Ausdruck pommes de terre hat man als Erdäpfel übersetzt. Die jedoch hat in jedem Dialekt und in jedem Landstrich noch zahlreiche Namen die oft fast wie Liebkosungen klingen Beispiel Erdbirnen .

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Von Südamerika nach Europa

In den Anden Südamerikas kultivierten die heimischen Völker Kartoffeln in Sorten bereits seit Jahrhunderten. Die Termine der religiösen Feste der Inkas entsprachen im Kalender den Pflanz- und Erntezeitpunkten dieser Erdfrucht. angebauten Sorten waren bereits hoch entwickelt den Anbaulagen und unterschiedlichen Verwendungszwecken angepaßt und weit von den Urformen wie sie von der Natur hervorgebracht wurden. In den kargen Bergen die Patata die Hauptnahrung der Einheimischen. In Peru läßt sich die Kartoffel bis zu Meter Höhe anbauen dort wo Mais nicht mehr gedeihen kann.

Die Europäer fanden Geschmack an dieser und besorgten sich größere Mengen als Proviant die Heimreise. Zu Hause angekommen war diese zuerst einmal eine botanische Rarität die als die Gärten von Geistlichen Fürsten und Gelehrten zu kostbar um sie dem Koch zu Das Verkosten der oberirdischen Früchte endete oft Bauchschmerzen oder Vergiftungserscheinungen und so entstanden bald zahlreiche Vorurteile dieser schön blühenden Pflanze aus Übersee .

Es gibt viele auch widersprüchliche Geschichten Anekdoten wie die Kartoffel in Europa zur wurde. Sicher ist nur dass es zwei gab einen über Irland England und die Niederlande und einen über Portugal Spanien Frankreich und Italien . Die zeitgenössischen Berichte sind leider sehr wurde doch die Kartoffel von damaligen Berichterstattern oft mit Yamswurzel Süßkartoffel Topinambur und Maniok verwechselt. Diese Bodenfrüchte haben zwar ein Formähnlichkeit sind aber biologisch nicht miteinander verwandt.

Einführung der Kartoffeln in den europäischen

Es dauerte einige Generationen bis aus botanischen Kostbarkeit eine Hauptnahrungsquelle der breiten Bevölkerung Europa wurde. Viele Vorurteile und traditionsbedingte Hemmnisse standen ihr zu Beginn im In Irland wurden Kartoffeln allerdings schon zu Beginn 17. Jahrhunderts angebaut da sie die ideale Frucht diese karge Insel zu sein schienen. Ausbringung Ernte war auch ohne besondere Werkzeuge möglich Wild und weidendes Vieh pflegte Kartoffelkraut keinen Schaden anzurichten und man konnte auf schlechten und steinigen Böden und in Hanglagen Kartoffeln anbauen. Der wichtigste Vorteil war anderthalbfache Flächenertrag im Vergleich zum Anbau von Getreide . Zum Schluß war auch die häusliche viel einfacher als beim Getreide: Kartoffeln muss weder dreschen noch mahlen noch zu Brot backen. An dem bescheidenen Torf Feuer das die Hütten wärmte wurden auch gar gekocht. Irland war damals eine englische Kolonie die Vieh und Getreide ins Mutterland exportieren musste. Die Kartoffeln blieben den Bauern als die einzige Ernährungsquelle. Die irische Insel vom übrigen Europa weit entfernt und isoliert dauerte es noch ein weiteres Jahrhundert bis Fürsten und Könige auf dem Kontinent die botanische Rarität aus ihren Gärten ihren Untertanen für den Anbau weiter gaben.

In Preußen sorgte Friedrich der Große mit allen Mitteln für den großflächigen der Kartoffel. Es wird erzählt er hätte ersten Kartoffelfelder von Soldaten bewachen lassen damit Bauern von der Kostbarkeit dieser Frucht überzeugt denn auch in Preußen galt schon damals: Was der Bauer nicht kennt frißt er . Die schlauen Bauern hätten dann ganz Sinne des Königs diese Erdäpfel hinter dem Rücken der Soldaten geklaut gekostet und schließlich selbst angebaut. Jedenfalls machte preußische König die Kartoffel so nicht nur sondern sorgte auch für ihre Popularität im Seine Propagandafeldzüge für die Kartoffeln sind kaum weniger als seine Kriegszüge. In beiden Fällen spielte Armee eine wichtige Rolle. Das brachte dem Feldherrn viel Bewunderung der Kartoffel aber neue So werden Kartoffeln bis heute mancherorts als Speise der Bauern und der Armen verspottet.

Kartoffeln kommen in die Schweiz

Auch in die Schweiz kam die Kartoffel wegen ihrer Blütenpracht als seltene Topfpflanze. Erst einhundert Jahre später Anfang des achtzehnten Jahrhunderts wurde sie als angebaut. Die Anbaubedingungen waren ähnlich wie im Peru . Die Kartoffel wurde allerdings nicht bis viertausend Meter Höhe wie in den südamerikanischen angepflanzt sondern höchstens bis zweitausend Meter knapp die Waldgrenze. Kartoffeln wurden dann auch in Schweiz rasch zur beliebten Volksspeise: als Rösti erlangten sie Weltruhm und wenn ein heute in der Ferne mal von Heimweh wird träumt er meist von seiner Bratwurst und dem Rösti seiner Mama als Synonym für das Zuhause.

Hungersnöte

Die Einführung der Kartoffel in Europa nicht ohne Schattenseiten. Als Hauptnahrungsquelle des Volkes sie zwar die Ernährungsmöglichkeiten in Europa für die Landbevölkerung zunächst und ließ indirekt nach der Katastrophe des dreißigjährigen Krieges und nach zahlreichen Seuchen die Bevölkerungszahl wieder wachsen. Für breite wurde die Kartoffel allerdings zur praktisch einzigen am deutlichsten in Irland. Wenn die Kartoffelernte war stiegen die Getreide- und Brotpreise und die Menschen mußten hungern . Dies geschah lokal häufiger meist als von Schlechtwetterperioden wegen Trockenheit oder zuviel Regen.

Als dann am Anfang des 19. Jahrhunderts aus Amerika auch Kartoffelkrankheiten eingeschleppt wurden waren die Kartoffelmonokulturen schutzlos. Eine Missernte folgte der anderen verursachte Hunger beim Großteil des Volkes. Viele Menschen verhungerten in Europa besonders in Irland wo die Abhängigkeit von der Kartoffel groß war zumal dieses Land von seinen für Getreide finanziell abhängig war. Hier starben 2 Jahren über eine Million Menschen an Sie hätten sich auch das Brot nicht können denn die Meisten sahen ihr Leben kein Bargeld . Wer es sich irgendwie leisten konnte somit - meist in die USA - aus.

Kunst Literatur

Das Bild von Vincent van Gogh : Die Kartoffelesser ist weltbekannt. Wenn ein Maler das der Armen abbilden wollte wenn ein Schriftsteller bäuerliche Familie schilderte waren ab dem 19. Kartoffeln ein beliebtes Thema um das einfache zu beschreiben. Zahlreiche Sprüche um die Kartoffel bis heute tradiert: Die dümmsten Bauern ernten die dicksten Kartoffeln Kartoffelessen macht dumm Jetzt mußt Du eine Zeit lang Kartoffeln (jetzt mußt Du ganz sparsam leben).

Industrialisierung

Für die aufkommende Industrialisierung in England und später dann auch dem europäischen Kontinent war die Ernährung der städtischen Bevölkerung von zentraler Bedeutung. Im Gegensatz konnte die Landbevölkerung den größten Teil ihrer selber produzieren. Selbst Landlose hatten mindestens einen einen Minigarten um wenigstens das Gemüse nicht kaufen zu müssen. Für das waren Obst und Gemüse praktisch unerreichbar. Gerade die Kartoffel lieferte neben den notwendigen Kalorien auch Spurenelemente und Vitamine wie es wohl keine anderes Hauptnahrungsmittel tun können. In der Schweiz fand die zuerst vor allem im ländlichen Raum statt. hier hatten die meisten Arbeiterfamilien neben ihren noch Gemüse und vor allem Kartoffeln angebaut.

Als auch in der Schweiz die Städte wuchsen war die städtische Arbeiterschaft viel ernährt als die ländliche. Die ersten städtischen sorgten für Pünt oder Schrebergärten wo die Familie ihr Gemüse vor Kohl und Kartoffeln selber züchten konnte. Zahlreiche empfahlen die Gartenarbeit für den Arbeiter als Erholung. In der Kolonie Monte Veritas oberhalb Ascona bauten um die Jahrhundertwende selbst wohlhabende barfuß ja sogar nackt in der Sonne Kartoffeln und ihr Gemüse an um sich der Mutter Erde wieder zu versöhnen und Körper und Geist zu heilen.

Auswanderung

Nicht nur in Irland überall in nahm die Bevölkerung dank verbesserter Ernährung im Jahrhundert rasch zu. Bald haben aber auch gesteigerten Erträge nicht ausgereicht um alle zu Wer dem Hunger entging und die Überfahrt Zwischendeck bezahlen konnte wanderte aus. Die Ostküste USA war am nächsten. Viele Schiffe die Boston oder New York unterwegs waren machten Halt auf der Irischen Insel. Die Armen jedoch nicht bezahlen weshalb ganz clevere Kapitäne oder Agenten mit ihnen ein besonderes Geschäft machten: beförderten die Auswanderer auf Kredit . In der Neuen Welt angekommen verkauften sie ihre menschliche Fracht Subunternehmer für die die Auswanderer die dem entkommen waren und die Überfahrt überlebt hatten bis zu zwanzig Jahre gratis arbeiten mussten. ihre Kinder mussten arbeiten besonders dann wenn die Eltern starben. Die Sklaverei war noch nicht abgeschafft worden und alte Tradition der Sklavenschiffe hat so auch eine Form genommen. An der Ostküste der USA sich die Welle fort der Westen des wurde jetzt ins Visier genommen: "Go West Man!". Die Grundlage für viele Wildwestgeschichten und unsere Cowboy - und Indianerfilme bis heute wurde damals gelegt. So ein Geschenk aus der Neuen Welt und Folgen in der Alten Welt geholfen drei Jahrhunderte später die Indianerkultur Nordamerikas endgültig zu zerstören.

Blüte der Kartoffelpflanze

Botanik

Die Kartoffel ist ein Nachtschattengewächs was aber nichts mit Dunkelheit zu hat sie liebt das Licht. Sie ist Tomate Paprika und mit der Tabakpflanze verwandt jedoch nicht mit der Süßkartoffel . Ihre Samen bildet sie in einer tomatenähnlichen Frucht für Menschen ungenießbar ist. Neben der geschlechtlichen durch Samen verbreitet sie sich durch ihre Knollen (die Kartoffeln ) vegetativ.

Geografie

Außerhalb tropischer arktischer und subarktischer Klimazonen wird die Kartoffel heute weltweit angebaut. sich ihre Kultur in Europa durchgesetzt hatte sie Europäer überall hin mit wo sie Fuß fassten. Im Supermarkt werden heute Kartoffeln aus Sizilien von den Kanarischen Inseln oder aus Südafrika angeboten. Auf Teneriffa oder auf Madeira wachsen Kartoffeln unter Palmen und neben Bananengärten . Dort ist eine Ernte zweimal im möglich der Export erfolgt vornehmlich in die der EU . Aus Gründen des Ertrags werden Kartoffeln Alpenraum nur noch selten bis auf zweitausend Höhe angebaut doch manchmal kann ein Bergwanderer einer Almhütte noch einen Pflanzplatz sehen der mit paar Zeilen Kohl und Kartoffelstauden der Selbstversorgung des Senns

Landwirtschaft

Die anspruchslose Bodenfrucht die früher praktisch gedeihen konnte ist heute nicht mehr die In der modernen mechanisierten Landwirtschaft wird auch die Kartoffel am liebsten großen zusammenhängenden nicht all zu steilen Ackern angebaut. Die großen schweren (und teueren) Maschinen die im Frühjahr Kartoffeln stecken das immer wieder umgraben und im Herbst die aus der Erde ernten haben auf kleinen steilen steinigen keine Chance. Die Inkas bauten ihre Kartoffeln an wo Mais nicht mehr wuchs bei wachsen Mais und Kartoffeln heute im Mittelland im Voralpengebiet nebeneinander.

Anbau

Kartoffeln sind frostempfindlich sie dürfen erst werden wenn im Frühjahr kein Frost mehr Nicht aus Samen sondern aus Saatkartoffeln aus gepflegten und ausgesuchten Knollen werden neue Pflanzen Nur zur Kreuzungszwecken werden die neuen Sorten aus Samen gezüchtet. Die aus der entstandene Tochterpflanze ist ein Klon sie ist also mit der Mutter genetisch identisch. Das macht die Sorte stabil aber genetische Anpassung an die Umwelt. Ohne Saatzucht könnten schnell Ernteausfälle die Folge von klimatischen Bedingungen oder anderen Umweltfaktoren sein.

Fast-Food-Ketten lassen bestimmte Sorten anbauen weil daraus erzeugten Pommes Frites eine (weltweit) charakteristische Farbe haben. Diese aber nicht überall gleich gut und benötigen einen größeren Aufwand im Anbau und bei Lagerung.

Pflege

Ganz so pflegeleicht ist die bescheidene nicht: Sie muss mehrmals im Jahr vom Unkraut befreit werden und braucht viel Licht lange Tage damit sich viel Grünkraut bilden Die Pflanze speichert Nährstoffe die sie durch Photosynthese aus Kohlenstoff und Stickstoff aus der Luft gewinnt in der Frucht. Die Knollen dürfen kein Licht sehen sonst werden sie grün und wie der ganze grüne Teil der Pflanze. im Jahr muss daher die Pflanzen wurzel mit mehr Erde zugeschüttet werden. Das den Wurzelraum auch vor zuviel Feuchtigkeit was zur Folge hätte. Was früher anstrengende Arbeit der Hacke war (daher auch der Name Hackfrucht ) das besorgen heute Maschinen.

Schädlinge Agrochemie

Wissenschaftliches Versuchsfeld mit Kartoffelpflanzen

Am Anfang fand in der Alten die neue Frucht aus Übersee nur wenig Schädlinge und Krankheiten . Das änderte sich jedoch spätesten am des achtzehnten Jahrhunderts gründlich. Die Fressfeinde und kamen ebenfalls aus Amerika. Noch in den sechziger Jahren sah man ganze Schulklassen den aus USA stammenden Kartoffelkäfer von Hand sammeln. Gegen Schädlinge Pilze und auch gegen Unkraut setzen viele Landwirte heute großzügig Spritzmittel ein. Selbst vor Ernte wird der Kartoffelacker oft noch zweimal mit Herbiziden bespritzt um das oberirdische Grün schnell zu lassen damit es den Erntemaschinen nicht Wege steht. Erst langsam entwickelt man alternative Methoden um vor der Ernte das Kartoffelkraut zu entfernen. Alternativ biologisch gezüchtete Kartoffeln bringen ca. ein Drittel Erträge brauchen jedoch zusätzlich einen um ca. Drittel höheren Arbeitsaufwand. Dem stehen auf dem etwa doppelte Verkaufspreise gegenüber so dass sich Anbauform für Landwirte lohnen kann die den auf sich nehmen wollen.

Ernte

Wir kennen heute vier Gruppen von frühen Sorten die bereits im Juni auf den Markt kommen bis zu späten Sorten die erst Ende September geerntet werden. Heute wird in Europa mit großen Erntemaschinen geerntet. Dazu muss die chemisch oder mechanisch beseitigt werden. Der Mensch greift bei komplexen Vollerntemaschine nur kontrollierend ein. In einem Arbeitsgang werden die Früchte noch gründlich sortiert noch nicht ganz ohne Menschenhand und ohne menschliche Auge möglich ist. Wichtig ist alle und verletzten Knollen zu entfernen auch alle Fäulnisflecken oder Grünstellen.

Lagerung

Kartoffeln wollen dunkel trocken und kühl werden. Die traditionellen Kartoffelkeller reichen unseren Qualitätsansprüchen heute kaum noch. Die Lagerräume müssen klimatisiert werden zusätzlich wird oft auch die Luftzusammensetzung künstlich beeinflusst um vorzeitiges Keimen zu Außerhalb Großbritanniens Deutschlands und Österreich werden Kartoffeln oft und immer häufiger mit radioaktiven Strahlen haltbar gemacht. Sie werden dabei radioaktiv. Allerdings verändern die meisten Lebensmittel bei exakter Einhaltung der Bestrahlungsmenge ihre Eigenschaften so dass man kaum von einer harmlosen Behandlung kann. Bedenklich für den Verbraucher ist dass es bis heute noch Deklarationspflicht für derart behandelte Lebensmittel gibt. Die Kartoffel enthält viel Wasser braucht also relativ viel Raum verträgt Frost und keine Nässe. Gewaschene Kartoffeln sind mehr lagerfähig. Auch sollte die Luft nicht trocken sein sonst verliert die Frucht Gewicht Form. Die ideale Temperatur wäre knapp unter 4 °C mit 55 % Luftfeuchtigkeit . Einzelne Boxen sind besser kontrollierbar als Halden sonst kann eine einzige faule Knolle anstecken und vernichten. Unsere modernen Wohnhauskeller sind zu warm um über längere Zeit Kartoffeln lagern.

Transport

Heute werden Konsumkartoffeln nicht mehr in sondern in großen Standardboxen transportiert. Diese sind mechanisch zu bewegen und die Früchte werden verletzt. Industriekartoffeln werden hingegen lose als Schüttgut Unsere Verteiler werden heute aus der ganzen versorgt billige Importe haben meist lange und teuere Lagerung In der Saison werden Kartoffeln jedoch meistens von umliegenden Bauernhöfen angeboten. Wer es unbedingt wissen will sein Rösti groß geworden ist kann fast überall am Bauernhof einkaufen.

Verschiedene Kartoffelgerichte

Verwendung

Nur weniger als ein Viertel der kommt bei uns noch auf den Teller. Viertel wird zu Stärke und Alkohol verarbeitet ca. zehn Prozent als Saatkartoffeln wieder in der Erde ca. Prozent landet im Futtertrog der Masttiere . Für ein Kilo Schweinebraten muss man gut zwanzig Kilo Kartoffeln Der Spruch: "Ich esse Kartoffeln am liebsten als Schweinebraten." illustriert die Haltung einer großen Verbrauchergruppe. Ende das zweiten Weltkrieges werden immer weniger Kartoffeln gegessen der hat sich mehr als halbiert. Billige Futter importe besonders von Soja machen auch der Kartoffel als Saufutter Konkurrenz . Die Nahrungsmittelindustrie versucht immer mehr Fertigprodukte aus Kartoffeln den Markt zu bringen. Chips und Kroketten Fertig-Rösti und Trockenflocken werden zwar immer konsumiert als Beilage zum Fleisch werden jedoch immer öfter Reis und Teigwaren gewählt die meist preiswerter und auch zuzubereiten sind. Die Pommes Frites sind heute ein Inbegriff von Fast-Food geworden.

Zubereitung im Haushalt und in Großküchen

Die schonendste Methode zum Kartoffelkochen ist Kochen in der Schale. In der Gastronomie werden Kartoffeln meist vor dem Kochen geschält was zum Verlust der meisten Vitamine und Mineralstoffe führt vor allem wenn sie längere vorgerüstet bereit stehen wie es meistens der ist. Außerdem bereiten die meisten Köche Kartoffelbeilagen recht lieblos zu es sei man bestellt für sich Rösti oder ein Graten. Kartoffeln können auf Art und Weise zubereitet werden auch im Mikrowellenherd werden sie (angeblich) in wenigen Minuten Wassereinsatz gar.

Tierfutter Mastkartoffel

Seit dem 19. Jahrhundert werden bei uns die Schweine nicht mehr auf die Weide getrieben tristen ihr kurzes Leben im Stall. Die von den Schweinen so geliebte Eichel und andere Waldfrüchte wurden zuerst vor durch die Kartoffel ersetzt. In den letzten werden stattdessen immer mehr Mastmittel auf dem Weltmarkt eingekauft. Gegen die Weltmarktpreise hat die heimische Kartoffel nur einen Stand. Selbst Länder die Nahrungsmittelhilfe in Anspruch und in denen ganz große Bevölkerungskreise chronisch sind produzieren vor allem Soja für die Futtertröge unserer Mastbetriebe.

Handel

In den Einzelhandel gelangt die Kartoffel gewaschen in handlichen Packungen rund ums Jahr großer Sortenvielfalt. Meist erfahren wir nur dass sich um Importware handelt wie viel hundert tausend Kilometer sie zurückgelegt haben erfahren wir Billig ist die Kartoffel als Volksnahrungsmittel schon nicht mehr ein Päckchen Reis oder Spaghetti kostet meistens weniger und ist noch nach Hause zu tragen.

Lebensmittelindustrie

Kartoffeln enthalten viel Wasser und sind nicht besonders lange haltbar. Sie müssen vor und Nässe geschützt werde auch vor Licht Verletzung. Verletzte Knollen faulen schnell und verderben ihre Umgebung. Dazu wiegen Kartoffeln recht viel Vergleich zu Mehl Reis Hülsenfrüchten und anderen trockenen Nahrungsmitteln . Die Inkas in den südamerikanischen Anden den trockenen Nachtfrost und bereiten aus den eine gefriergetrocknete lange haltbare Vorratsnahrung. Sie pressen den mit den Füßen aus und lassen die einige Nächte lang draußen zum Trocknen in kalten trockenen Luft liegen.

In Europa waren es um die vorletzte Jahrhundertwende allem Militärkreise die die ersten Versuche veranlassten Trockenflocken Kartoffeln herzustellen. Heute bietet die Nahrungsmittelindustrie eine von Fertigprodukten für den Haushalt und für an. Bei den heute stagnierenden Bevölkerungszahlen im Europa können wachsende Umsätze im Lebensmittelbereich nur zunehmende "Veredelung" der gleichen Nahrungsmenge erreicht werden. die Fitness- und Schlankheitswellen können durch entsprechende ausgenutzt werden. Ein Kilogramm Kartoffel trägt man ca. 1 Euro nach Hause die gleiche irgendeines mehr oder weniger fantasievollen Fertiggerichts kostet leicht zehnmal so viel. Verbessert Kochsalz Fette Konservierungsstoffe Aromaverstärker Farbstoffe und andere Delikatessen wie wir auf der Packung nachlesen Im Mikrowellenherd zu Hause lassen sich diese Produkte in eine Mahlzeit umwandeln. Ein kulinarisches Erlebnis sie dabei wohl selten.

Gastronomie

Auch die Gastronomie bedient sich immer der Halbfabrikate von der städtischen Volksküche bis der Nobelherberge der Spesenritter. Die Rüstarbeit in Küche ist zu teuer geworden auch bei bezahlten Saisoniers. Auf der Speisekarte findet man immer seltener sie sind zu teuer geworden haben gleichzeitig ihren Ruf als Nahrung der und Rückständigen nicht verloren. Der Gourmet weiß sie zu schätzen doch die der Gäste verlangt nach Pizza Spaghetti Reis . Nur als Pommes Frites wird sie noch am häufigsten gegessen gute alte Kartoffel irgendwo im Stehen am oder am Trottoir vor einer McDonalds -Gaststätte.

Alternative Anbaumethoden

Der starke Chemie-Einsatz beim Kartoffelanbau hat auch den Ruf nach alternativen Anbaumethoden zur Als Bodenfrucht ist die Kartoffel besonders empfindlich Überdüngung und Bodengifte. Wenn heute die Chemie mechanische Unkrautvernichtung und manuelle Schädlingsbekämpfung ersetzt hat bedeutet die Alternative zu einmal viel mehr Arbeit. Seifenlauge gegen Pilzkrankheiten Blattläuse und vor allem weg von großen Monokulturen unter Beachtung der richtigen Fruchtfolge ersparen Einsatz von zu viel Pestiziden Fungiziden und Herbiziden . Viele Bauern pflanzen für ihren Privatgebrauch Reihen Kartoffeln ganz getrennt von den anderen zum Verkauf bestimmt sind. Für den Eigenbedarf sich der Mehraufwand zu lohnen.

Industrieverwertung

Die Kartoffelstärke ist ein Ausgangsprodukt für Verwendungen ob Stoffveredelung oder Papierherstellung Medikamentenproduktion und vieles mehr. Doch wie anderen Gebieten wird auch die Kartoffelstärke immer durch die noch billigere Maisstärke verdrängt. Aus lässt sich auch Alkohol brennen den man als Wodka konsumieren kann in Mitteleuropa jedoch herrscht ein Überangebot an Obst Wein der bereits subventioniert zum Spiritus verarbeitet wird.

Treibstoff aus Kartoffeln

In der Zeit der Ölkrisen hat sich mancher Landwirt oder Autofahrer ob man nicht aus heimischen Früchten ein Treibstoff herstellen könnten. Selbstverständlich lässt sich aus organischen Substanz technisch ein Alkoholderivat herstellen mit dem auch Verbrennungsmotoren betreiben könnte. Man kann theoretisch auch Kartoffeln oder Rüben Methanol herstellen wie es in Brasilien aus Zuckerrohr gemacht wird. Berechnet man aber sorgfältig Energieeinsatz in unserer heutigen Landwirtschaft kommt man zu dem Resultat dass Liter Biotreibstoff aus einheimischen Früchten mehr als Liter Treibstoff als Energie-Einsatz erfordert. So werden unseren Bauern auch in der Zukunft keine Ölscheichs .

Vorurteile gegenüber Kartoffeln

Bereits als fremdländische Rarität weckte die auch Furcht und Vorurteile sicher haben sich Unkenntnis einige Menschen an den oberirdischen Pflanzenteilen Magen verdorben große Vergiftungen wird es wohl nicht gegeben haben wohl niemand zuviel von den bitteren Früchten haben mag. Im damaligen Europa waren die nicht gewohnt Früchte aus dem Boden zu Was aus dem Boden kam hätte vom Teufel sein können. Im zwanzigsten Jahrhundert warnte Rudolf Steiner die Mütter sie sollen ihren Kinder Früchte der Finsternis nicht geben denn die sei als Nachtschattengewächs unberechenbar. Wer grüne oder ganz gekochte Kartoffeln gegessen hat der hat leicht vergiftet bei Brennstoffmangel roh gegessene Kartoffeln waren sicher nicht Auch als Kartoffeln zu Hauptnahrung oder sogar einzigen Speise der armen Leute geworden sind viele Vorurteile gegenüber der Armenkost. Und nicht die Verwendung als Schweinefutter hat den feinen diese Frucht als nur wenig salonfähig deklariert. wollte nicht dasselbe auf dem Teller haben die Sau im Trog. Bis heute leben Vorurteile weiter nicht wenige Leute behaupten dass vom Kartoffelessen Kopfschmerzen bekommen.

Zukunft

Die große Zeit der Kartoffelanbaukultur in war sicher das 19. Jahrhundert die überernährten Europäer heute werden kaum Kartoffelesser werden. Schnellgerichte und Fertignahrung werden sicher noch Spuren von Kartoffeln auch wenn andere Ausgangstoffe auf dem Weltmarkt billiger zu beschaffen sind. Das gilt wohl für die großindustrielle Verwertung wie auch für Kartoffel als Vieh-Futtermittel. Vielleicht entdeckt man wenn schon ganz selten geworden ist die Kartoffel als eine Delikatesse aus den angeblich so alten Zeiten. In vielen Ländern der Welt jedoch Mangel- und Fehlernährung herrscht könnte der einen Teil der Ernährungsproblematik lösen helfen ein ist die Kartoffel sicher auch nicht.

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