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Kyptschaken


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Das Turkvolk der Kyptschaken (auch Kiptschaken Qiptschaq Qibchaq-i genannt) stammte als Zweig der Kimaken ursprünglich vom Irtysch . Ihre Sprache war Kyptschakisch . Andere Bezeichnungen sind auch Kumanen oder Polowezer .

Bedeutung des Volksnamens

Der Name "Kıpçak" stammt aus dem Mitteliranischen : kıp- = "rot" oder "hell" und çak = " Sake " oder " Skythe " ( Sake/Skythe war oft eine vereinfachte Bezeichnung für Steppenbewohner ). "Kyptschake" bedeutet also: Hellhäutiger Steppenbewohner.

Die Volksbezeichnung Kuman-lar stammt z. B. vom Flusse Kuma. liegt im Kaukasus . Dieses türkische Volk ist vor allem ein überwiegend iranisch - türkisches Mischvolk anzusehen während die eng verwandten Kimeken (vor allem dessen Hauptklan Kanglı ) heute als rein türkisch gelten.

Geschichte

Im 7. Jahrhundert wurden die Kyptschaken von den Turkuten nach Westen abgedrängt. Um 1054 wanderten sie unter Bolus Khan in Land an der Wolga und in die Steppengebiete der Ukraine ein wo sie die dort ansässigen Petschenegen bis über die Donau verdrängten. Sie führten mehrere Kriege gegen Russen ( Kiewer Rus ) lebten halbnomadisch und besaßen auch kleinere Handelsstädte. Ein ihres Volkes verblieb jedoch im Osten und sich ab Mitte des 12. Jahrhunderts an der Gründung des Choresmischen Reiches .

Die Kyptschaken hatten wie alle turko-mongolischen Völker stets mehrere Fürsten. Nach der Niederlage der Petschenegen werden folgende Khane verzeichnet: Altunopa Tugokan und Boniak (um 1091 ). Tugorkan führte Beispielsweise 1096 einen Krieg gegen Kiew den er samt seinem Leben verlor. wurde nach Tugorkhans Tod offenbar für lange der ranghöchste Khan und zudem der "Held" russischer Chroniken.

Sharukan (um 1107 ) besaß vier von den sechs Städten Kyptschaken. Sein Sohn war Otrok der nach Siegen der russischen Fürsten über die Kyptschaken Don 1111 und 1116 zu den Georgiern fliehen mußte. Dort begründete er mit Heirat die künftige kyptschakisch-georgische Allianz. Nach dem des Kiewer Großfürsten Wladimir Monomach 1125 kehrte er zurück. (Seine zurückgebliebenen Anhänger ihm das Gras der heimatlichen Steppe zum was ihn zur Umkehr bewog.)

Otroks Söhne waren Eltut und Könchek 1172-1201). Beide waren an wechselhaften Kämpfen mit russischen Fürsten beteiligt bei denen Eltut 1180 fiel. Im Jahr 1183 wurde auch Köbek (Kobyak) ein anderer Khan der Kyptschaken geschlagen und samt seiner Familie gefangengenommen. Könchek führte nun mehrere Gegenschläge hatte schließlich Erfolg. 1185 scheiterte der Feldzug des Fürsten Igor dem Igorlied . Könchek war aber trotz allem nicht einzige Fürst - sein (verbündeter) Rivale war Herrscher Kza Khan.

Im Jahr 1223 tauchten in den südrussischen Steppen die Mongolen und die mit ihnen verbündeten Turko-Tataren unter den Generälen Jebe (Jelme) und auf. Diese schlugen nun die russisch-kyptschakische Allianz der Kalka. Der Untergang der Kyptschaken kam dem Feldzug Batu Khans 1236-39 speziell der Niederlage Batschmans der 1238 auf einer Wolgainsel getötet wurde. Ein Teil des Volkes unter Kotjan Khan (1202-1241) im Jahr 1239 vor den Mongolen nach Ungarn wo sie fortan vom König als persönliche Söldner verwendet wurden. Sie tauchen noch im 14. Jahrhundert als Garde von König Sigismund auf.

Der Kampf der Kyptschaken mit den wird im Igorlied einem altrussischen Helden epos beschrieben. Auch Alexander Borodins Oper Fürst Igor handelt davon. Die Polowezer Tänze dürften jedem Klassikhörer ein Begriff sein.



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