Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Hessen-Kassel (alte Schreibweise: Hessen-Cassel ) war als Landgrafschaft ein deutsches Fürsten- bzw. Kurfürstentum ("Kurhessen") mit Kassel der alten hessischen als Kapitale.
Die Landgrafschaft Hessen-Kassel entstand nach dem Philipps I. von Hessen ("des Großmütigen") († 1567 ) als nach den altertümlichen Erbregeln im Hessen die von ihm regierte Landgrafschaft Hessen seine Söhne aufgeteilt wurde. Der älteste Sohn IV. erhielt etwa die Hälfte des Landesterritoriums der alten Hauptstadt Kassel womit die Landgrafschaft konstituiert war. Das Erbe der brüderlichen Linien Hessen-Marburg und Hessen-Rheinfels fiel nach deren Aussterben Hessen-Kassel und Hessen-Darmstadt zurück.
Obgleich durch den neu geschaffenen Deutschen Bund die Kurfürstenwürde obsolet geworden war behielt Landesherr den Titel "Kurfürst" und das Land Bezeichnung "Kurhessen". Zum Gesamtstaat Kurhessen gehören das Fulda hervorgegangen aus dem Fürstbistums Fulda wie zur Landgrafschaft gehörenden Fürstentümer Fritzlar Hersfeld und Weiterhin sind mehrere Exklaven Staatsteil von Hessen-Kassel z.B. die Grafschaft Schaumburg (um Rinteln ) an der Weser und die Herrschaft im heutigen Thüringen. Letzgenannte Landesteile wurden in 1930er/1940er Jahren aus der damaligen Povinz Hessen-Nassau sind aber bis heute Bestandteil der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck .