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Kurt Gottschaldt


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Prof. Dr. Kurt Gottschaldt (* 25. April 1902 in Dresden ; † 24. März 1991 ) gilt als einer der wichtigsten Vertreter Gestaltpsychologie bzw. der Gestalttheorie in Deutschland (zusammen mit Wolfgang Metzger und Edwin Rausch ).

Gottschaldt studierte ursprünglich Physik und Chemie Berlin wandte sich dann jedoch - angezogen Wolfgang Köhlers Ideen zur Verbindung von Philosophie und - dem Studium der Philosophie und Psychologie Über Befürwortung von Wolfgang Köhler und Kurt Koffka erhielt er 1926 eine bezahlte Assistentenstelle am Berliner Psychologischen die er bis 1929 innehatte. Anschließend erhielt er am Rheinischen in der Nähe von Bonn als einer ersten in Deutschland eine Vollzeit-Anstellung als klinischer In dieser Zeit entstand seine für die wichtige Arbeit Der Aufbau des kindlichen Handelns die ihm zugleich die Lehrbefugnis an Universität Bonn eintrug.

Unter dem Nationalsozialismus blieb Gottschaldt wie G. Ash herausarbeitet ( Gestalt Psychology in German Culture Cambridge University Press: New York 1995) in seinen Arbeiten zur Erbpsychologie und Zwillingsforschung auf kritischer Distanz zur Nazi-Ideologie und seine an Max Wertheimer und vor allem an Kurt Lewin orientierte Linie weiter.

1938 wurde Gottschaldt Assistenzprofessor an der Berliner eine volle Professur blieb ihm wegen seiner "Unzuverlässigkeit" jedoch verwehrt - er erhielt sie 1946 an der Humboldt-Universität von Berlin. Dort ab 1962 an der Universität Göttingen setzte er seine Arbeiten auf dem der Persönlichkeitspsychologie Entwicklungspsychologie und Sozialpsychologie fort für die er hauptsächlich bekannt

Gottschaldts Schüler aus seiner Zeit an Humboldt-Universität wurden sämtlich Hochschullehrer an dieser Universität: Gutjahr (Dozent für Klinische Psychologie) Johannes Helm für Klinische Psychologie) Rolf Jakuszek (Dozent für Psychologie) Friedhart Klix (Professor für Allgemeine Psychologie) Rosenfeld (Professor für Pädagogische Psychologie) Hans-Dieter Schmidt für Entwicklungspsychologie) und Hans Szewczyk (Professor an Nervenklinik der Charité).

Ausgewählte Publikationen

  • 1929: Über den Einfluß der Erfahrung auf Wahrnehmung von Figuren. Psychologische Forschung 12 261-317
  • 1933: Der Aufbau des kindlichen Handelns. Sonderheft Zeitschrift für angewandte Psychologie Leipzig
  • 1942: Die Methodik der Persönlichkeitsforschung in der Erbpsychologie Heft 1. u. 2 Leipzig.
  • 1960: Das Problem der Phänogenetik der Persönlichkeit. P. Lersch & H. Thomae (Hrsg.) Persönlichkeitsforschung und Persönlichkeitstheorie Handbuch der Psychologie (Band 4 S. 222-280). Göttingen: Hogrefe.
  • 1968: Begabung und Vererbung. Phänogenetische Befunde zum In: H. Roth (Hrsg.) Begabung und Lernen (S. 129-150). Stuttgart: Klett.




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