Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMontag, 21. Oktober 2019 

Kurt von Schleicher


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.

Kurt von Schleicher

Kurt von Schleicher (* 4. Juli 1882 in Brandenburg an der Havel ; † 30. Juni 1934 in Neubabelsberg) war Generalleutnant und Reichskanzler der Weimarer Republik .

Kurt von Schleicher wurde als Sohn preußischen Offiziers und einer Reederstochter geboren. Von 1896 bis 1900 absolvierte er die Hauptkadettenanstalt in Lichterfelde bei Berlin wo er unter anderem von Hindenburg den Sohn des späteren Reichspräsidenten kennen lernte. 1910 wurde er zum Oberleutnant befördert und zur Kriegsakademie abkommandiert nach Absolvierung der Kriegsakademie unmittelbar zum Großen Generalstab kommandiert wo er auf eigenen Wunsch Eisenbahn-Abteilung unter Oberstleutnant Wilhelm Groener zugeteilt wurde. Mit dem Beginn des Ersten Weltkriegs im August 1914 war von Schleicher im Range eines Hauptmanns im Stab des Generalquartiermeisters tätig. Bei 1918 unterstützte er das Bündnis zwischen Armeeführung Sozialdemokratie z.B. rettete er Friedrich Ebert und Otto Wels aus dem Händen aufständischer Matrosen. 1919 übernahm er die Leitung des politischen im Truppenamt und avancierte zum engen Mitarbeiter Berater von General Hans von Seeckt . Durch die Umbildung der Wehrmachtsabteilung in ein Ministeramt erlangte Schleicher 1929 den Rang eines beamteten Staatssekretärs und wurde vorzeitig zum Generalmajor befördert. 1931 heiratete Schleicher Elisabeth von Henning die Frau eines Vetters.

Im Zusammenhang mit dem Verbot der SA kam es im April 1932 zum Zerwürfnis zwischen Schleicher und Reichswehrminister Schleichers Konzept zur "Zähmung" der Nationalsozialisten unter durch die Einbindung der SA in eine Wehrorganisation scheiterte. Im Kabinett von Papen wird Reichswehrminister nachdem er selbst Franz von Papen bei Reichspräsident Paul von Hindenburg als Nachfolger von Heinrich Brüning vorgeschlagen hatte. Nach den Reichstagswahlen am 6. November 1932 tritt das am 17. November geschlossen zurück. Nach ergebnislosen mit Adolf Hitler über eine Regierungsbeteiligung der NSDAP wird Schleicher am 3. Dezember 1932 Hindenburg zum Reichskanzler berufen und mit der eines neuen Präsidialkabinetts beauftragt. Hinter dem Rücken Schleicher verhandelt Papen im Auftrag von Hindenburg Hitler über dessen Berufung zum Reichskanzler . Schleicher erklärt am 28. Januar 1933 nach einem Gespräch mit Hindenburg den seiner Regierung und empfiehlt die Ernennung Hitlers Reichskanzler. Kurt von Schleicher wird am 30. 1934 im Zuge der Niederschlagung des vorgeblichen Röhm-Putsches gemeinsam mit seiner Ehefrau von einem der SS erschossen.

Siehe auch: Machtergreifung

Weblinks


Reichskanzler der Weimarer Republik :
Philipp_Scheidemann | Gustav Bauer | Hermann Müller | Konstantin Fehrenbach | Joseph Wirth | Wilhelm Cuno | Gustav Stresemann | Wilhelm Marx | Hans Luther | Wilhelm Marx | Hermann Müller | Heinrich Brüning | Franz von Papen | Kurt von Schleicher



Bücher zum Thema Kurt von Schleicher

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Kurt_von_Schleicher.html">Kurt von Schleicher </a>