Die sieben Kurfürsten wählen Heinrich VII. zum Die Kurfürsten durch die Wappen über ihren kenntlich sind von links nach rechts die von Köln Mainz und Trier der Pfalzgraf Rhein der Herzog von Sachsen der Markgraf Brandenburg und der König von Böhmen.
Das Bistum Trier entstand bereits in spätrömischer Zeit im 3. Jahrhundert . Seit dem 6. Jahrhundert waren ihm als Erzbistum die Suffragane von Metz Toul und Verdun unterstellt. In spätkarolingischer Zeit begannen die Erzbischöfe von Trier dem Aufbau einer weltlichen Territorialherrschaft. Dieser weltliche des Bischofs von Trier das Erzstift ist untertscheiden von seinem geistlichen Einflussbereich dem Bistum. Grenzen waren erheblich weiter gefasst. Andererseits gehörten Erzstift Gebiete etwa das Amt Daun in der Eifel die geistlich dem Bischof von Köln
Seit 902 waren die Erzbischöfe von Trier auch weltlichen Herren ihrer Residenzstadt. Bis zum Beginn 11. Jahrhunderts blieb der entstehende Kurstaat auf Gebiete Trier herum beschränkt das später so genannte Erzstift. Dieses wurde 1018 beträchtlich erweitert als Kaiser Heinrich II. dem Trierer Erzbischof Poppo von Babenberg fränkischen Königshof Koblenz mitsamt dem zugehörigen Reichsgut übertrug. Das Land am Zusammenfluss von Rhein und Mosel und im unteren Westerwald bildete von da an das untere Im 12. Jahrhundert gewannen die Bischöfe auch weltlichen Besitzungen der Reichsabtei St. Maximin und Vogteirechte des Pfalzgrafen in ihrem Bistum.
Seit dem Jahr 1198 gehörten die Erzbischöfe von Trier zum Kurfürstenkollegium . Wie auch die beiden anderen geitlichen waren auch sie Kanzler eines der drei Reichsteile. Das Amt Erzkanzlers für Burgund wurde aber mit dem weitgehenden Verlust französischsprachigen Gebiete des Heiligen Römischen Reichs in frühen Neuzeit zu einem inhaltsleeren Titel.
Unter Erzbischof Balduin von Luxemburg dem bedeutendsten Kurfürsten von Trier gelang zwischen 1307 und 1354 zum Teil durch kriegerische Gebietserwerbungen eine territoriale Verbindung zwischen dem oberen und dem Erzstift herzustellen. In der Folgezeit gewann Kurtrier Gebiete in Eifel Hunsrück Westerwald und Taunus hinzu etwa die Ämter Manderscheid Cochem Hammerstein und Limburg . Mit dem Erwerb der Grafschaft Virneburg 1545 und der Fürstabtei Prüm im Jahr 1576 war die territoriale Entwicklung des Erzstifts wesentlichen abgeschlossen. Anders als Kurköln und Kurmainz verfügte der Trierer Kurstaat über ein geschlossenes Territorium. Es erstreckte sich vom Unterlauf Saar bei Merzig beiderseits der Mosel bis Koblenz und lahnaufwärts bis Montabaur und Limburg .
Seit Mitte des 17. Jahrhunderts wurde das Erzstift von der zentral Residenzstadt Koblenz aus regiert. Im Jahr 1669 erließ die kurtrierische Regierung ein für ganze Teritorium geltendes Landrecht.
Unter dem letzten Trierer Kurfürsten Clemens von Sachsen wurde Koblenz zum Sammelpunkt gegenrevolutionärer französischer Adliger. 1794 während des 1. Koalitionskriegs besetzten französischen Revolutionstruppen den größten Teil des Kurfürstentums. Seine Gebiete wurden 1801 Frankreich angegliedert und im wesentliche auf Departemens Sarre mit Sitz in Trier und mit Sitz in Koblenz aufgeteilt. Die rechstrheinischen fielen 1803 an Nassau-Weilburg.