Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenSamstag, 11. Februar 2012 

LZ127


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.
LZ127 Graf Zeppelin war ein Starrluftschiff der Zeppelin-Baureihe das am 18. September 1928 nach 21-monatiger Bauzeit in Dienst gestellt LZ127 gilt als das erfolgreichste Luftschiff dieser wenn nicht aller Zeiten.

Um den Bau zu finanzieren ging Eckener mit der Besatzung der LZ126 auf eine ausgedehnte Tournee auf der von den Fahrten der LZ126 gezeigt wurden. Diese als Eckener-Spende bekannt Aktion erbrachte insgesamt 2 5 Millionen Reichsmark Spenden was ca. 30 % der Gesamtkosten Die Reichsregierung unterstützte den Bau mit einem der Kosten. Hieraus ergeben sich Gesamtkosten von 8 3 Mio. RM von denen die Zeppelin GmbH selbst ca. 3 Mio RM

Es wurde am 8. Juli 1928 anlässlich des 90. Geburtstages von Ferdinand Graf von Zeppelin getauft.

Ursprünglich als Versuchsschiff gebaut erwies sich LZ127 als so zuverlässig daß es bald zahlreiche spektakuläre Fahrten berühmt wurde. Dazu zählten Weltfahrt und Arktisfahrt .

Siehe auch: Liste aller Zeppeline

LZ127 "Graf Zeppelin"

Inhaltsverzeichnis

Technik

Die Graf Zeppelin war 236 Meter lang und hatte einen Durchmesser von 30 5 Metern bei einem Traggas -Volumen von 105.000 Kubikmetern . Sie wurde in Friedrichshafen von der Zeppelin GmbH gebaut und am 18. September 1928 von Kommandant Dr. Hugo Eckener für die DELAG in Dienst gestellt.

Bedingt durch die Abmessungen der Werfthalle die LZ127 ein ungünstiges Verhältnis von Länge zu Dies ist an dem relativ langen zylindrischen zu erkennen.

Ihr Antrieb bestand aus fünf Maybach -Motoren mit je 530 PS . Die Motoren erlaubten eine Reisegeschwindigkeit von 115 km/h eine Höchstgeschwindigkeit von etwa 130 km/h und eine Reichweite von ca. 12.000 Die Motoren konnten sowohl mit Benzin als mit Kraftgas sogenanntem Blaugas (siehe Auftriebsausgleich ) betrieben werden.

Die Besatzung bestand aus 45-50 Personen es konnten bis zu 20 Passagiere befördert

Besondere Fahrten

Weltfahrt

Die Weltfahrt fand vom 1. August bis 4. September 1929 mit Zwischenlandungen in Tokio ( Japan ) Los Angeles und Lakehurst bei New York statt. Dabei wurden innerhalb von 35 in 6 Etappen insgesamt 49.618 km zurückgelegt.

Start war am Morgen des 1. August um 3.30 Uhr in Friedrichshafen . LZ127 fuhr über Spanien auf den Atlantik wo er in Stürme geriet. Die Graf Zeppelin drehte einige Runden über New York fuhr dann nach Lakehurst - dem eigentlichen der Weltfahrt. Der Startpunkt bzw. Endpunkt war dem amerkanischen Verleger William Randolph Hearst gewünscht worden. Er hatte sich mit Finanzierung der Fahrt die Exklusivrechte für die gesichert. Diese erste Etappe dauerte 95 Stunden 22 Minuten.

Am Abend des 7. August startete die "amerikanische Weltfahrt". Zuerst führte Route zurück nach Friedrichshafen wo das Luftschiff 10. August eintraf.

Am 15. August begann die "deutsche Weltfahrt" ( Weltumrundung ). Die Graf Zeppelin traf am 19. August in Tokio ein. Die Fahrzeit für Etappe betrug 101 Stunden und 49 Minuten. Tokio wurden die Besatzung und Passagiere von Regierung ins Kaiserliche Sommerschloss zu einem Empfang Am 23. Agust brach man erneut auf. 68 Stunden über dem Pazifik erreichte das Luftschiff San Francisco und fuhr über die Golden Gate Bridge .

Am nächsten Morgen landete LZ127 in Los Angeles. Anschließend fuhr er New York wo dem Zeppelin ein großartiger mit Parade bereitet wurde. Dort endete am August nach 21 Tagen die "amerikanische Weltfahrt."

Während des kurzen Aufenthaltes in New zeichnete Dr. Hugo Eckner auf dem historischen der Stadt New York die Reiseroute der Zeppelin ein. Er wurde auch vom US-Präsidenten J. Edgar Hoover empfangen.

Die Rückfahrt nach Friedrichshafen begann am 1. September um 7:18 Uhr. Die Route führte den Atlantik die Azoren Spanien und Frankreich . Nach 4 Tagen und 19 Stunden LZ127 am Morgen Konstanz . Die Bevölkerung bereitete dem Zeppelin auch einen großen Empfang. 40.000 Zuschauer begrüßten das am Ende der "deutschen Weltfahrt". Diese Fahrt den Beweis daß der Zeppelin für den geeignet ist.

Polarfahrt (1931)

Bereits im Juli 1930 unternahm Hugo Eckener mit der Graf Zeppelin eine dreitägige Fahrt nach Norwegen und um das Verhalten des Schiffes in dieser zu erkunden. Kurz danach wurde eine weitere Fahrt diesmal nach Island unternommen. Beide Fahrten ohne nennenswerte technische Probleme.

Die ursprüngliche Idee sich am Nordpol einem U-Boot des Polarforschers Hubert Wilkins zu musste aufgegeben werden nachdem das alterschwache Unterseeboot Wilkins nach wiederholten technischen Problemen im Bergen-Fjord wurde.

Eckener begann daraufhin ein Treffen mit Überwasserschiff zu planen. Die Finanzierung des Unternehmens durch einen Postaustausch mit dem Schiff gesichert Nach etwas Werbung waren bald 50.000 Postsendungen einer Masse von etwa 300 kg aus aller Welt eingetroffen. Das Partnerschiff russische Eisbrecher Malygin beförderte weitere 120 kg Post. Allein den Verkauf der Briefmarken wurden die wichtigsten der Expedition gedeckt. Das restliche Geld kam der Aeroarctic und dem Ullstein-Verlag der die Rechte Berichterstattung erwarb.

Ziele der Fahrt:

  • Testen der Graf Zeppelin unter arktischen Bedingungen
  • wissenschaftliche und geografische Erforschung großer Gebiete der
    • Messungen zur Veränderung des Magnetfeldes in hohen
    • meteorologische Messungen (darunter der Start von Wetterballons)
    • geo-fotografische Erfassung großer Gebiete mit einer Panorama-Kamera vom Land/Schiff aus Jahre gedauert)

Transatlantikdienst

Unter Hugo Eckener wurde zwischen 1931 und 1937 ein regelmäßiger Luftschiffverkehr zwischen Deutschland den USA und Brasilien betrieben. Zur damaligen Zeit war dies Flugverbindung und einzige Nonstop-Flugverbindung auf diesen Strecken. Graf Zeppelin war der Pionier des Transatlantikflugdienstes.

Bis Dezember 1935 hatte das Luftschiff 1 35 Millionen km hinter sich gebracht und dabei insgesamt Passagiere unfallfrei befördert.

Das Nachfolgemodell LZ128 wurde während der Konstruktion nach einem Wasserstoff -Brand bei dem englischen Luftschiff R101 verworfen. Realer Nachfolger war die ürsprünglich den Betrieb mit Helium als Traggas konstruierte LZ129 "Hindenburg" .

Das Ende

Nach dem Unglück von LZ129 "Hindenburg" wurde die Graf Zeppelin am 19. Juli 1937 außer Dienst gestellt. Sie wurde nach geflogen und dort in einer Luftschiffhalle aufgehängt. Nach dem Ablassen des Wasserstoffgases sie nur noch als Touristenattraktion die für Eintrittsgeld besichtigt werden konnte.

Die Gesamtleistung des Schiffes betrug eine Strecke von fast 1.700.000 Kilometer bei 590 unfallfreien Fahrten und 17177 (= 2 01 Jahre) wobei neben der 139 mal der Atlantik nach Nord- und überquert wurde. Es wurden 34.000 Passagiere befördert 13110 als zahlende Gäste und 78661 kg Fracht transportiert.

Nach Ausbruch des Zweiten Weltkrieges wurde das Schiff 1940 obwohl noch voll einsatzfähig gemeinsam mit LZ130 in Frankfurt am Main abgewrackt.

Die Abwrackung wurde vordergründig mit dem der Luftrüstung begründet. Eine objektive Notwendigkeit für Sprengung der Luftschiffhallen am 6. Mai 1940 bestand jedoch nicht. Freilich hatte Reichsluftfahrtminister Hermann Göring schon zuvor keinen Hehl aus seiner gegen Luftschiffe gemacht. Bei einem Besuch kurz der Zerstörung sprach er von der Führergondel zu den versammelten Fotografen: "Photografiert nur diese werden Seltenheitswert haben".


Themenkreis: Zeppelin
Zeppelin-Luftschiff | Liste aller Zeppeline | Ferdinand Graf von Zeppelin
Zeppelin NT | LZ126 | LZ127 „Graf Zeppelin“ | LZ129 „Hindenburg“ | LZ130 „Graf Zeppelin II“
siehe auch: Luftschiff | Starrluftschiff | Halbstarres Luftschiff | Prallluftschiff




Bücher zum Thema LZ127

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/LZ127.html">LZ127 </a>