Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. LZ 130 war das letzte Zeppelin- Luftschiff . Es wurde nach Graf Ferdinand von Zeppelin Graf Zeppelin II benannt. Den Titel Graf Zeppelin trug bereits das überaus erfolgreiche Luftschiff LZ 127 .
LZ 130 war ein Schwesterschiff der LZ 129 Hindenburg und das letzte große Starrluftschiff . Die Schiffe waren in groben Zügen jedoch wurden bei der LZ 130 viele neue Erkenntnisse angewendet. So wurde erstmals eine Ballastwassergewinnungsanlage von vornherein eingebaut. Sie diente dazu aus den Abgasen der Motoren zu kondensieren den Gewichtsverlust auszugleichen der durch den Treibstoffverbrauch
Der markanteste optische Unterschied zwischen den Schiffen war die Anordnung der Propeller . Während die Hindenburg Druckpropeller (nach hinten gerichtet) besaß wurden LZ130 Zugpropeller verwendet da die Kühler der Ballastwassergewinnungsanlage an den Maschinengondeln mit angeströmt wurden.
Das Luftschiff wurde von vier 16-Zylinder mit je 800 PS Dauer- und ca. PS Höchstleistung angetrieben. Die Motoren waren umsteuerbar also vorwärts und rückwärts laufen. Ihre Drehzahl ca. 1400 U/min die der Luftschrauben etwa U/min da sie mit einem Übersetzungsverhältnis von angetrieben wurden. Es wurden verschiedene Luftschrauben getestet. auch eine dreiblättrige Ganzmetall-Schraube deren Anstellwinkel vor fest eingestellt werden konnte. Davor wurden starre Holzpropeller verwendet.
Ebenso wie der LZ 129 "Hindenburg" auch LZ130 für den Einsatz von Helium Traggas konstruiert worden. Die Verhandlungen mit den der USA zogen sich lange hin. Politische auch massive Devisen- und Rentabilitätsprobleme auf Seiten Deutschen Zeppelin Reederei (DZR) torpedierten letztendlich alle (eine ausführliche Schilderung der Probleme findet sich dem Kapitel „Die Problematik der Heliumfrage in und in den USA“ in dem Buch 130 `Graf Zeppelin´ und das Ende der von Manfred Bauer und John Duggan). Insgesamt es eine ganze Reihe von Faktoren die Lieferung von Helium durch die USA letztendlich Bereits im Januar 1938 waren Heliumbehälter (große vom deutschen Frachter Dessau im texanischen Hafen Galveston entladen worden. amerikanische Marine hatte ihre Heliumtankwagen zur Befüllung Behälter zur Verfügung gestellt. Einzig das amerikanische unter Harold Ickes verweigerte vor dem Hintergrund politische Situation in Deutschland die Ausfuhrgenehmigung. Auch Schutzklauseln zur bestimmungsgemäßen Verwendung des Traggases gefordert. kam es nie zum Export von Helium. die 14 Traggaszellen von LZ130 wurden mit gefüllt.
Kiellegung war am 23. Juni 1936 ein Haupt- und drei Geripperinge wurden gekippt am Hallendach befestigt. Daran wurden die Längsträger so dass eine "Keimzelle" geschaffen wurde.
Am 14. Februar 1937 wurde die montiert. Ab Februar wurde auch begonnen die aufzubringen.
Anfang 1937 wurde bereits für die nach Rio de Janeiro geworben die für am 27.Oktober 1937 angesetzt war.
Am 15. August 1938 fing man das Schiff mit Wasserstoff zu füllen. Ab 20. August wurde begonnen die Motoren und zu erproben ab dem 22. August wurde Funkanlage getestet.
Am 14. September 1938 fand die statt. Im Gegensatz zu den Festlichkeiten zum der Taufe der Hindenburg war diesmal hauptsächlich der Kreis der der Luftschiffbau Zeppelin GmbH und der Besatzung von der Deutschen Zeppelin-Reederei anwesend. Es waren keine Regierungsvertreter gekommen ein kurzes Grußtelegramm vom Reichsminister der Luftfahrt Generalfeldmarschall Göring an Dr. Eckener überbrachte Glückwünsche: "= IHNEN UND DER BESATZUNG DES 130/ GRAF ZEPPELIN ZUR ERSTEN GLUECKHAFTEN PROBEFAHRT HERZLICHSTEN GLUECKWUENSCHE = HEIL HITLER GOERING GENERALFELDMARSCHALL +"
Die Taufrede hielt Dr. Eckener.
Das Reichsluftfahrtministerium ließ LZ130 am 14.11.1938 ein Jahr bis zum 01.09.1939 "für den ohne Personenbeförderung und außerhalb von Tropengebieten" zu.
LZ 130 Graf Zeppelin II unternahm insgesamt 30 Fahrten.
1. Die Jungfernfahrt fand am 14. September 1938 unmittelbar nach der Taufe von 7:50 17:30 unter der Führung von Dr. Hugo Eckener statt. Sie führte von Friedrichshafen u. a. über München Augsburg und Ulm wieder zurück zum Startort. Es wurden km zurückgelegt. Es befanden sich 74 Personen Vertreter des Reichsluftfahrtministeriums der Deutschen Versuchsanstalt für der Luftschiffbau Zeppelin GmbH der Deutschen Zeppelin-Reederei sowie Versuchstechniker und Ingenieure an Bord. Die wurden erst gestartet nachdem das Luftschiff eine von etwa 100 m erreicht hatte. Hugo bezeichnete die Fahrt als zufriedenstellend und erfolgreich .
2. Die zweite Fahrt von über 26h war ebenfalls eine Erprobungsfahrt unter Dr. Hugo und Kapitän von Schiller mit insgesamt 85 Personen an Bord. startete am 17.09.1938 morgens um 08:08 Uhr. Vormittag wurde im Bodensee mit verschiedenen Messungen Gegen Mittag begann der Flug nach Norden Stuttgart - 13:15 Frankfurt - Eisenach - Eisleben ). Gegen Abend wurde Berlin erreicht. Nach Runden in geringer Höhe wurde die Fahrt Richtung Hamburg fortgesetzt. Über der Außenelbe wurden weitere und Versuche durchgeführt. Danach ging es auf Kurs über Minden in Richtung Frankfurt/M anschließend Richtung Bodensee. mußte noch eine große Schleife über Friedrichshafen werden da der Hafen im Nebel lag. 10.17 Uhr nach 2388 km Fahrstrecke landete 130 und war schon kurz vor 11 wieder in der Löwenthaler Halle untergebracht. 3. 22.09.1938 08:13-19:30 dritte Versuchsfahrt - 1215 Schleife über München und Wien wieder zurück
4. 25.09.1938 Start ca. 11 Uhr unter Hans von Schiller (Dauer ca. 7h 764 40 Besatzungsmitglieder 34 Passagiere und Techniker). Es Tests in maximaler Höhe statt. Fast die Fahrt erfolgte in ca. 2000m Höhe ohne Gas ablassen zu müssen. Weiterhin wurden luftelektrische durchgeführt.
5. 27.09.1938 11h Fahrtdauer im Auftrage des RLM Auf dem Rhein-Main-Flug-und Luftschiffhafen wurde ein aufgestellt. Es sollte versucht werden eine Funkbeschickung Die diesige Luft erschwerte trotz guter Wetterlage Versuche. Die Funkbeschickung gelang nicht einwandfrei - Probleme traten auch bei späteren Versuchen auf. gab auch erste Erfolge mit der Ballastwassergewinnungsanlage. konnten 3 5 t Ballastwasser gewonnen werden die Motoren liefen durch die schalldämmende Wirkung Anlage deutlich ruhiger.
6. 28.09.1938 weitere Testfahrt im Auftrage des unter Kaptitän Sammt. Unter anderem sollte untersucht ob elektrostatische Aufladungen zum Unglück von LZ 129 Hindenburg geführt haben. Dazu wurde diese Fahrt bei Gewitterwetterlage durchgeführt. Fahrten bei üblichen Wetterlagen keine brauchbaren Ergebnisse. Das Schiff wurde in Gewitterfont unprall gefahren um das Entweichen von durch die Überdruckventile zu vermeiden. Die Fahrt fast 26 h; es wurden über 2500 zurückgelegt. Die Ballastwassergewinnungsanlage erfüllte die Erwartungen der indem sie etwa neun Tonnen Wasser produzierte.
7. 31.08.1938 Start um 2:15 unter Kapitän Dies war die letzte Abnahmefahrt von LZ130 gleichzeitig die Überführung zum Flug- und Luftschiffhafen Frankfurt am Main . Die Landung erfolgte nach fast 25 und über 2100 km um 15.10 Uhr. Luftschiff und die Besatzung wurden von Gauleiter auf dem neuen Heimathafen begrüßt. Nach dieser Fahrt erhielt LZ 130 14.11.1938 den "Luftschiff-Zulassungsschein". Damit war es für Luftverkehr zugelassen und wurde in die deutsche eingetragen jedoch unter der Beschränkung keine Passagiere zu dürfen.
8. "Sudetenlandfahrt" - Diese Fahrt wurde auf des Propagandaministeriums durchgeführt. Nach der Volksabstimmung mit Mehrheit für Hitler und die NSDAP wurden Propagandamittel ausgeschöpft-dazu gehörte auch eine Zeppelin-Fahrt über "befreiten Gebiete". Es befanden sich 62 Besatzungsmitglieder 7 Passagiere darunter deutsche Militärs an Bord. Start erfolgte am 02.12.1938 um kurz nach Uhr. Über Reichenberg der Hauptstadt des Sudetenlandes der LZ 130 genau zum Zeitpunkt des von Hitler schwebte wurden kleine Fallschirme mit und Flugblätter mit dem Spruch Dein JA dem Führer! abgeworfen. Aus den Lautsprechern von LZ ertönten Musik und nationalsozialische Wahlpropaganda für die 04. Dezember anstehenden Wahlen. Danach fuhr LZ zum Flugplatz Reichenberg und warf 663 kg ab. Die Weiterfahrt wurde durch schlechter werdendes erschwert daher wurde nach einiger Zeit entschieden Nachdem man das Sudetenland verlassen hatte geriet Schiff in niedrige Wolken und Schneeschauer. Es auch zu Vereisungen. Später durchschlugen von den abbrechende Eisstücke die Außenhaut des Luftschiffes. Die wurden jedoch sofort von der Besatzung behoben. 17:46 Uhr setzte der Zeppelin bei böigem problemlos auf und wurde in die Luftschiffhalle
24. Die "Spionagefahrt" war mit einer Dauer über 48 Stunden und einer zurückgelegten Strecke 4203 km die längste Fahrt die LZ unternahm. Hauptziel dieser Fahrt war es Informationen das englische Radar -System zu sammeln. Dazu fuhr das Luftschiff relativer Nähe der britische Küste nach Norden zurück. Die Ankunft des Luftkreuzers war den (natürlich) nicht unbekannt geblieben. Sie ahnten den dieser unüblichen Exkursion und schalten die (tatsächlich Radar-Ketten aus. Die Aufklärungsfunker an Bord des 130 nahmen daraufhin natürlich keinerlei Radar-Signale auf meldeten dies weisungsgemäß nach Berlin. Dort interpretierte dieses negative Ergebnis "etwas" um und gab den Führer die "Erkenntnis" weiter daß im Bereich keine Radaranlagen existierten (eine klassische Falschmeldung). Bord waren 45 Besatzungsmitglieder und "28 Personen die Messungen." Start war am 02.08.1939 um Uhr.....
25.+26. "Würzburgfahrt" 05.08.1939...
27.+28. "Egerfahrt" 13.08.1939...
29+30. Die letzte Fahrt die sogenannte Essen/Mülheim-Fahrt fand am 20. August 1939 statt mit Start- und Zielort Frankfurt am Main sowie Zwischenlandung auf dem Flugtag in Essen / Mülheim unter der Führung von Albert Sammt . Diese Fahrt (Landung um 21:38 Uhr 20.08.1938) bedeutete das Ende der Großluftschifffahrt.
Ende August wurde das Schiff mit drohender Kriegsgefahr außer Betrieb genommen. Die Gaszellen am 1. September 1939 geleert und das Schiff für eine Liegezeit in der Luftschiffhalle vorbereitet. Es erfolgten um das Schiff zu konservieren und für Wiederinbetriebnahme bereit zu halten. Diese wurden im 1940 eingestellt.
Am 4. April 1940 wurde von Ernst Udet der schriftliche Befehl zur "Verschrottung von LZ 127 LZ 130 und LZ131 und Verwertung der Hallen auf dem Rhein-Main" erlassen.
Von LZ131 existierten bis dahin in der Friedrichshafener bereits einige Gerippeteile.
Am 8. April 1940 wurde mit den Arbeiten begonnen am 27. April erfolgte die Meldung über den Vollzug Verschrottung.
Die Sprengung der Luftschiffhallen durch eine (PionierBtl 157) der Wehrmacht erfolgte am 6. Mai 1940 dem dritten Jahrestag der Katastrophe von Lakehurst bei der LZ129 „Hindenburg“ verbrannte und 36 Menschen in den riss.