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Landeskirche


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Landeskirchen in Deutschland

In Deutschland ist eine Landeskirche i.d.R. territorial abgegrenzter Zusammenschluss von evangelischen volkskirchlichen Gemeinden Evangelische Kirche ). Der Begriff rührt daher dass es die Kirche für ein ganzes Land war diesem Fall ist mit dem Begriff "Land" Gliedstaat des Deutschen Reiches gemeint).

Früher galt nämlich der Slogan "wes Brot ich ess des Lied ich ( cuius regio eius religio ) d.h. die Untertanen eines Volkes mussten Religion angehören welcher auch der Herrscher (Graf etc.) angehörte. Trat also ein Markgraf zur über so wurde sein ganzes Land protestantisch geschehen z.B. in der Markgrafschaft Baden -Durlach). Der Markgraf war somit auch "Oberhaupt" protestantischen Landeskirche in Baden . Erst später wurde diese Regelung gelockert trat ein Herrscher wieder zum Katholizismus über wurde nicht automatisch das ganze Volk wieder

Die heutigen Grenzen der in Deutschland 24 evangelischen Landeskirchen sind vielerorts noch identisch den früheren Ländern des deutschen Kaiserreichs wie bis 1918 bestand. Am deutlichsten ist das bei " Evangelischen Kirche im Rheinland " zu erkennen. Das Gebiet dieser Kirche die frühere preußische Rheinprovinz welche heute auf mehrere Bundesländer aufgeteilt Das Gebiet der Kirche blieb jedoch nahezu Auch bei den anderen Landeskirchen gab es geringe Grenzkorrekturen. Die größte Veränderung gab es heutigen Schleswig-Holstein wo in den 1970er Jahren mehrere kleine Landeskirchen zu einer fusionierten. Die 24 Landeskirchen arbeiten in der ( Evangelische Kirche in Deutschland ) die ihren Sitz in Hannover hat "Dachverband" zusammen.

Folgende typischen Ämter und Institutionen der gibt es bis heute:

  • Landesbischof oder Präses als Oberhaupt der Kirche; er ist "Nachfolger" des jeweiligen Landesherrn bis 1918 (z.B. Fürst Herzog)
  • Synode als das "Parlament" der Kirche
  • Oberkirchenrat oder Konsistorium als Verwaltungsbehörde der Kirche

Landeskirchen in der Schweiz

In der Schweiz ist die kirchliche kantonal geregelt. Bis auf die Kantone Neuenburg Genf kennen alle Kantone öffentlich-rechtliche anerkannte Kirchen. gehören in allen Kantonen die römisch-katholische und evangelisch-reformierte Kirche in einigen Kantonen auch die christkatholische Diese drei Kirchen werden auch als Landeskirchen bezeichnet. In den Kantonen Basel-Stadt Freiburg St. Gallen sind die israelitischen Gemeinden den gleichgestellt.

Aus historischen Gründen gibt es im vier Formen der öffentlich-rechtlichen Anerkennung:

  • historisch reformierte Kantone (Appenzell-Ausserrhoden Basel-Landschaft Bern Schaffhausen und Zürich) mit einer relativ engen Verbindung Kanton und reformierter Landeskirche mit synodaler Verfassung
  • historisch katholische Kantone (Appenzell-Innerrhoden Freiburg Luzern Nidwalden Solothurn Schwyz Tessin Uri Wallis und Zug) denen den Kirchen insbesondere der katholischen Kirche Autonomie gewährt wird. In den Kantonen Obwalden Uri und Tessin ist die evangelisch-reformierte Kirche anerkannt aber es gibt keine evangelisch-reformierte Kantonalkirche.
  • konfessionell paritätische Kantone (Aargau Glarus Graubünden St. Thurgau) in denen beide großen Kirchen analoge Regelungen haben
  • die (historisch reformierten) Kantone Neuenburg und Genf die Kirchen nicht öffentlich-rechtlich anerkannt aber Organisationen öffentlichem Interesse sind.

Siehe auch



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