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Landkreis Danzig


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Der preußisch-deutsche und auch Danziger Landkreis Danzig und die daraus hervorgegangenen Landkreise Danziger Höhe und Danziger Niederung bestanden in der Zeit zwischen 1818 1945. Der heutige Powiat Gdanski umfasst nur das Gebiet des zwischen und 1939 bestehenden Landkreises Danziger Höhe.

Der Landkreis Danzig umfasste am 1. 1945:

  • 117 Gemeinden
  • 2 Gutsbezirke (Forsten).

Inhaltsverzeichnis

Verwaltungsgeschichte

Königreich Preußen

Nach der Neuorganisation der Kreisgliederung im Staat nach dem Wiener Kongress entstand mit dem 1. Juli 1818 der Landkreis Danzig im gleichnamigen Regierungsbezirk in der preußischen Provinz Westpreußen . Dieser umfasste meist ländliche Gebiete um und in der Weichselniederung. Die beherrschende namengebende Danzig blieb als eigener Stadtkreis außerhalb des Das Landratsamt war in Russoschin wurde 1828 nach Praust und 1845 endgültig nach Danzig verlegt.

Seit dem 3. Dezember 1829 gehörte der Kreis – nach dem der bisherigen Provinzen Preußen ( nicht : Ost preußen) und Westpreußen – zur neuen Provinz mit dem Sitz in Königsberg i. Pr. Regierungsbezirk Danzig blieb dabei bestehen.

Norddeutscher Bund/Deutsches Reich

Seit dem 1. Juli 1867 gehörte der Landkreis zum Norddeutschen Bund und ab 1. Januar 1871 zum Deutschen Reich . Nach der Teilung der Provinz Preußen die neuen Provinzen Ostpreußen und Westpreußen wurde der Kreis Danzig 1. April 1878 wieder Bestandteil Westpreußens.

Durch das kontinuierliche Anwachsen der Bevölkerung 19. Jahrhundert erwiesen sich die Flächen der in Westpreußen meist als zu groß. Eine der Kreise erschien erforderlich. Dadurch entstanden am Oktober 1887 auf dem bisherigen Kreisgebiet die neuen Danziger Höhe und Danziger Niederung während der südliche Teil des bisherigen Danzig Teil des neu eingerichteten Kreises Dirschau wurde. Die Landratsämter für die beiden Danziger Kreise wurden in Danzig eingerichtet. Durch Eingemeindungen zuletzt in den Jahren 1907 und 1914 gingen einige Landgemeinden und Gutsbezirke an Stadtkreis Danzig verloren. Am 1. April 1914 wurden die Landgemeinden Brösen Saspe und aus dem Landkreis Danziger Höhe und die Heubude Krakau Neufähr (nur der Ortsteil Westlich Neufähr) und Weichselmünde und der Rieselfeld aus dem Landkreis Danziger Niederung in Stadtkreis Danzig eingemeindet.

Freie Stadt Danzig

Mit dem Inkrafttreten des Versailler Vertrages am 10. Januar 1920 fielen die Kreise Danziger Höhe und Danziger Niederung an die neugebildete Freie Stadt Danzig . Dabei wurden folgende Grenzkorrekturen erforderlich:
  • Der Kreis Danziger Höhe trat einige Randgemeinden an Polen ab. Im Übrigen traten die Restkreise Dirschau (westlich der Eisenbahn Dirschau–Hohenstein liegende Ortschaften) und Neustadt i. Westpr. zum Kreis Danziger
  • Der Kreis Danziger Niederung gab einige Randgemeinden auf der Frischen Nehrung an den im Deutschen Reich verbliebenen Landkreis Elbing ab. Im Übrigen trat der Restkreis (östlich der Eisenbahn Dirschau–Hohenstein liegende Ortschaften) zum Danziger Niederung.

Zukünftig wurden entsprechend der neuen Danziger beide Kreise als Landkreise bezeichnet.

Zum 24. Dezember 1920 wurde die der Freien Stadt Danzig zu Gunsten des Reiches dahingehend abgeändert dass die Landgemeinde Pröbbernau dem Landkreis Danziger Niederung an den Landkreis Elbing zurückfiel.

Zum 1. Juli 1926 wurde die Landgemeinde Oliva und der Oliva Forst (nur eine Enklave) aus dem Danziger Höhe in den Stadtkreis Danzig eingegliedert.

Zum 1. Oktober 1929 trat in beiden Landkreisen entsprechend der im Deutschen Reich (Preußen) eine Gebietsreform statt alle bisher selbstständigen Gutsbezirke aufgelöst und benachbarten zugeteilt wurden. Einzig die unbewohnten Forstgutsbezirke behielten Selbstständigkeit da sich in ihnen ein Gemeindeleben entfalten konnte.

Zum 15. Augsut 1933 wurden die Landgemeinden Altdorf Brentau Emaus Ohra aus dem Kreis Danziger Höhe und Landgemeinden Bürgerwiesen Groß Walddorf und Klein Walddorf dem Landkreis Danziger Niederung in den Stadtkreis eingemeindet.

Deutsches Reich/ Großdeutsches Reich

Am 1. September 1939 wurden beide Landkreise zusammen mit der Danzig Bestandteile des Deutschen Reiches. Zum 26. 1939 wurden beide Landkreise Teil des neugebildeten Westpreußen – später Danzig-Westpreußen – im wiedererichteten Regierungsbezirk Danzig.

Am 1. Oktober 1939 wurde im einer Neuordnung der östlich der Weichsel gelegene Teil des Landkreises Danziger Niederung mit dem Landkreis Großes Werder vereinigt. Zum 1. Dezember 1939 wurde neuer Landkreis Danzig mit dem Sitz der Verwaltung in gebildet. Dieser umfasste das Gebiet der bisherigen Danziger Höhe und Danziger Niederung unter Einschluss breiten Streifens mit 11 Ortschaften aus dem Teil des Landkreises Berent. Durch Verordnung vom September 1940 wurde dieser Gebietstreifen aus dem Kreis rückwirkend zum 1. Dezember 1939 wieder dem Berent zugelegt.

Die letzte Gebietsänderung trat am 1. 1942 in Kraft. Dabei wurde das Gebiet Stadtkreises Danzig auf Kosten des Landkreises keilförmig Süden erweitert so dass unter anderem die Praust Teil der Hansestadt Danzig wurde.

Im Frühjahr 1945 wurde das Kreisgebiet durch die Rote Armee besetzt und trat danach unter polnische

  

Kommunalverfassung

Die Danziger Landkreise gliederten sich in und selbstständige Gutsbezirke.

Mit Einführung der Deutschen Gemeindeordnung vom 31. 1. 1935 trat zum Januar 1940 die im Deutschen Reich gültige in Kraft wonach die bisherigen Land gemeinden nun als Gemeinden bezeichnet wurden.

Eine neue Kreisverfassung wurde nicht mehr es galt weiterhin die Kreisordnung für die Ost- und Westpreußen Brandenburg Pommern Schlesien und vom 19. 3. 1881.

Ortsnamen

Die durchweg deutschen Ortsnamen wurden im bis 1945 beibehalten. In einigen wenigen Fällen sie als „nicht deutsch“ genug angesehen und eine lautliche Angleichung oder Übersetzung zum Beispiel:

  • Czapielken: Schaplitz
  • Kowall: Schmiede.
  • Ostroschken: Osterholt.
  • Saskoschin: Sassenschön.
  • Schwintsch: Schwint.
  • Sobbowitz: Subitz
  • Suckschin: Weiglesfeld.

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