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Langeweile ist ein Gefühl der Lustlosigkeit des mangelnden Elans oder Desinteresses. Es ist im Allgmeinen das Gegenteil Spaß Freude und Kurzweil. Langeweile entsteht oft durch wiederholende Ereignisse aus denen man nichts Interessantes Aufmunterndes mehr gewinnen kann oder will.
So wurde die Langeweile u.A. von Martin Heidegger analysiert und in verschiedene Phasen aufgeteilt. seinem Buch Ein Meister aus Deutschland erklärt Rüdiger Safranski die drei Stadien der Langeweile nach
Er [Heidegger] beginnt beim Gelangweiltwerden von Etwas. haben wir noch einen identifizierbaren Gegenstand [...] wir die Langeweile zuschreiben können. Sie dringt von außen in uns ein sie hat äußere Ursache. Wenn dieser Gegenstand aber nicht so eindeutig zu ermitteln ist wenn die ebenso von außen eindringt und zugleich von emporsteigt dann handelt es sich um ein bei etwas. [...] Man langweilt sich bei anläßlich eines bestimmten Ereignisses. [...] Man weiß mit sich anzufangen und die Folge ist es das Nichts ist das nun etwas einem anfängt.
Die tiefste Langeweile ist die gänzlich anonyme. gibt nichts Bestimmtes das sie hervorruft. Es einen sagen wir. Heidegger unterzieht diesen Ausdruck subtilen Analyse. Es gibt hier eine doppelte Es - das ist alles und nichts jeden Fall nichts Bestimmtes. Und einen - ist man selbst aber als ein Wesen Personalität. [...] Ein leeres Etwas steht einem Ganzen gegenüber und ist in dieser Bezugslosigkeit bezogen. Eine dreifache Negativität: ein Nicht-Selbst ein Ganzes und die Bezugslosigkeit als negativer Bezug.
Die tiefe Langeweile demnach rückt alles eine merkwürdige Gleichgültigkeit zusammen und offenbart dadurch Seiende im Ganzen.
Nichts ist so unerträglich für den Menschen sich in einer vollkommenen Ruhe zu befinden Leidenschaft ohne Geschäfte ohne Zerstreuung ohne Beschäftigung. wird dann sein Nichts fühlen seine Preisgegebenheit Unzulänglichkeit seine Abhängigkeit seine Ohnmacht seine Leere. wird aus dem Grund seiner Seele der aufsteigen die Schwärze die Traurigkeit der Kummer Verzicht die Verzweiflung.
Émile Michel Cioran äußerte sich in einem in der 1994 der 'Frankfurter Rundschau' abgedruckten Interview folgendermaßen Thema:
Die Erfahrung der Langeweile nicht die vulgäre Mangel an Gesellschaft sondern die absolute war mich persönlich wichtig. Wenn jemand sich von Freunden verlassen fühlt so ist das nichts. Langeweile an und für sich geschieht grundlos äußere Einwirkungen. Damit verbindet sich das Gefühl Zeit so etwas wie Leerheit die ich gekannt habe. Ich kann mich gut an erste Mal mit fünf Jahren erinnern. Ich damals nicht in Hermannstadt sondern in Altrumänien meiner ganzen Familie. Da wurde mir auf bewußt was Langeweile ist. Es war gegen Uhr nachmittags als mich so ein Gefühl Nichts der Substanzlosigkeit beschlich. Es was als alles plötzlich irgendwie verschwunden sei das Vorbild all diesen Anfällen der Langeweile der Einstieg die Nichtigkeit und der Anfang meiner philosophischen Dieser intensive Zustand des Alleinseins machte mich betroffen daß ich mich frage was er bedeuten habe. Sich nicht dagegen wehren und nicht davon durch Reflexion befreien zu können die Ahnung daß es wiederkehrt wenn man einmal erlebt hat das verunsicherte mich so daß ich es als Orientierungspunkt akzeptierte. Auf Gipfel der Langeweile erfährt man den Sinn Nichts insofern ist dies auch kein deprimierender da es für einen Nicht-Gläubigen die Möglichkeit das Absolute zu erfahren so etwa wie letzten Augenblick.
Bellebaum Alfred: 'Langeweile Überdruß und Lebenssinn. geistesgeschichtliche und kultursoziologische Untersuchung' 1990 247 S. ISBN 3-531-12206-1 KNO-NR: 4 03 46 82 Westdeutscher 44 Mark
Scherer Georg: 'Grundphänomene menschlichen Daseins im Spiegel Philosophie' 122 S. 24 Mark Düsseldorf: Parerga ISBN 3-930450-00-3
Svedsen Lars Fr.H.: 'Kleine Philosophie der Langeweile' dem Norwegischen von Lothar Schneider Frankfurt: Insel-Verlag 189 S. geb. 16 90 Euro