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Lebenswelt


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Der Begriff der Lebenswelt geht auf Edmund Husserl zurück. Der Begriff besitzt hier im der phänomenologischen Philosophie eine eigentümliche Doppeldeutigkeit. Lebenswelt meint einerseits Universum des Selbstverständlichen als anthropologisches Fundament jeder des Verhältisses des Menschen zur Welt und andererseits die praktische anschauliche und konkrete Lebenswelt.

Diese Doppeldeutigkeit spannt den Lebensweltbegriff ein die Gegensatzspannung zwischen Ahistorischem und historisch Wandelbarem und Konkretem zwischen Singulärem und historisch Vielfältigem. wird er zur Basis der Kritik und Gegenstand der Aufklärung zugleich.

Auf dieser Basis entwickelten sich vor durch Übertragung und Anwendung in der Soziologie verschiedene Bedeutungsvarianten des Begriffes. Die Lebenswelt erkenntnistheorietisch eine ontologische Bedeutung besitzen oder aber die Welt die wir individuell erleben den Bereich des traditionalen Handelns oder auch eine umfassende historisch sozio-kulturelle Umwelt meinen. Wissenssoziologisch kann die Lebenswelt auch als Basis jegliche Wissenschaft betrachtet werden und entweder in Struktur als den historischen Lebenswelten zugrunde liegende werden oder als kulturell vorgeformte und von Menschen geteilte Sinnwelt Erfahrung und Wahrnehmung strukturieren.

Alfred Schütz greift auf den Lebensweltbegriff zurück und führt das Konzept für die Analyse ein. Die ursprüngliche Doppeldeutigkeit setzt sich seinem Alltagsbegriff fort. Der Alltag die Welt des "Jedermann" ist als "ausgezeichnete Wirklichkeit" (Schütz) zu verstehen in der Mensch lebt denkt handelt und sich mit verständigt. Die Alltagswelt ist jedem einfach vorgegeben wird fraglos und selbstverständlich hingenommen sie ist unbefragte Boden aller Geschehnisse. Die Alltagwelt ist Anfang an eine intersubjektive Kulturwelt in der Tatsachen immer schon interpretierte Tatsachen sind die Sinnzusammenhänge und Deutungsmuster verweisen die Erfahrung und Handeln in alltäglichen Welt ermöglichen. Die Erfahrungsweise des alltäglichen bezeichnet Schütz als "common sense" das Leben der "natürlichen Einstellung".

Alltag bzw. Lebenswelt sind auch hier als kulturell geformte Sinnwelt und andererseits als jeden Wahrnehmens und Verstehens einer sozio-kulturell gegebenen und somit auch der darin entwickelten Wissensbestände zu verstehen. Alltag ist damit sowohl Gegenstand Aufklärung als auch ontologische Basis der Kritik Sonderwissensbeständen.

Literatur

  • A. Schütz: Der sinnhafte Aufbau der sozialen Welt. Eine in die verstehende Soziologie Frankfurt/Main 1974
  • Alfred Schütz Thomas Luckmann: Strukturen der Lebenswelt Darmstadt und Neuwied 1975 (Neuaufl. Frankfurt Main: Suhrkamp 1979)



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