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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenSonntag, 23. November 2014 

Leichengift


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Leichengift (auch Ptomain Leichenbase oder Leichenalkaloid genannt) ist eine (meist irreführende) Bezeichnung die bei der Eiweißfäulnis durch bakterielle Zersetzung von Lysin und Ornithin entstehenden biogenen Amine Cadaverin und Putrescin die ein Grund für den Verwesungsgeruch von Leichen sind. Daneben spielen auch Schwefelverbindungen wie Schwefelwasserstoff eine Rolle die zwar an sich giftig sind aber nicht in hoher Konzentration

Obwohl in kriegerischen Auseinandersetzungen auch Leichen zum Vergiften von Brunnen und Gewässern verwendet wurden gibt es die Substanz nicht. Je nach Todesursache und Verwesungsgrad der Leiche ist ein Krankheitserreger (beispielsweise Pestbazillen ) oder ein Bakterientoxin für die krank Wirkung verantwortlich.

Im Umgang mit Leichen z. B. Bestattungsunternehmen gilt dass eine schädliche Wirkung infolge oder Einatmung von "Leichengift" ausgeschlossen ist. Bei Aufnahme oder Übertragung durch Injektion oder Schnittverletzungen ( Traumata ) sind aber sehr wohl Erkrankungen möglich:

  • durch Bakterientoxine (z. B. Botulinustoxin Tetanustoxin)
  • durch Spaltprodukte infolge Eiweißfäulnis
  • mikrobielle Infektionen

In früheren Zeiten wurden in medizinischen (als die Zusammenhänge noch nicht bekannt waren) dem gleichen Tisch Sektionen von Leichen als auch Operationen durchgeführt meist zum Nachteil der Patienten die dann jedoch an Infektionen und durch "Leichengift" verstarben; siehe Ignaz Semmelweis .




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