Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMontag, 21. April 2014 

Leo Trotzki


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.

Leo Trotzki

Lew Dawidowitsch Trotzki russisch Лев Давидович ТРОЦКИЙ (* 7. November 1879 ; † 21. August 1940 ; oft auch mit westlicher Namensvariante Leo Trotzkij bzw. bürgerlicher Name Lew Dawidowitsch Bronstein ) war ein bedeutender russischer Revolutionär und glühender Anhänger des Marxismus .

Inhaltsverzeichnis

Politische Karriere

Trotzkis richtiger Name war Leib Bronstein . Er wurde als Sohn jüdischer Eltern ukrainischen Janowka geboren.

Er war maßgeblich an der Gründung revolutionär eingestellten Südrussischen Arbeiterbundes beteiligt weswegen er Jahr später verhaftet und 1899 nach Sibirien verbannt wurde. Um zu fliehen legte sich einen gefälschten Pass auf den Namen zu womit er sich amüsanterweise nach einem Gefängniswärter benannte.
Wenig später kam er nach London um dort Lenins Sozialdemokratischer Arbeiterpartei Russlands (SDAPR) beizutreten. Die im Exil arbeitende Partei gab die Zeitung Iskra (Der Funke) heraus bei der Trotzki Rolle des hauptverantwortlichen Redakteurs übernahm.

Auf dem zweiten Parteitag der SDAPR es zur Spaltung der Partei. Den Anhängern den radikalen Bolschewiki (dt. Mehrheitler) standen die Menschewiki (dt. Minderheitler) entgegen. Trotzki stellte sich auf die Seite der Menschewiki und belastete sein Verhältnis zu Lenin. Trotz der großen hatte er immer versucht zwischen den beiden der Partei zu vermitteln.

1905 kehrte er nach Russland zurück wo während der Revolution von 1905 Sprecher des Sowjets wurde. Nach seiner Teilnahme an diversen verhaftete man ihn erneut und schickte ihn zweites mal in die Verbannung. 1907 floh er nach Wien .

Als sich der Erste Weltkrieg anbahnte ging er in die Schweiz wenig später nach Frankreich. Ab 1916 lebte er in den USA wo ein Jahr später von der russischen Februarrevolution Daraufhin kehrte er nach Russland zurück und sich überraschend den Bolschewiki an.

Russische Revolution

Im Oktober 1917 wurde er Mitglied Politbüros . Als Vorsitzender des Militärrevolutionären Komitees sorgte er u.a. mit dafür dass Provisorische Regierung unter Aleksander Kerenski noch im selben Monat gestürzt wurde.

Nachdem die Bolschewiki die Macht erlangt wurde er Volkskommissar für äußere Angelegenheiten. Seine bestand darin Frieden mit dem Deutschen Reich und seinen Verbündeten zu schließen. Er die Friedensverhandlungen von Brest-Litowsk die er solange möglich hinauszuzögern versuchte. Dies provozierte am 18. Februar 1918 einen deutschen Einmarsch welcher im für demütigenden Friedensvertrag von Brest-Litowsk am 3. März endete. Trotzki trat daraufhin von seinem zurück.

Noch im selben März wurde er Volkskommissar für das Kriegswesen ernannt. In diesem war er verantwortlich für den Aufbau der Roten Armee .

Kampf der Weißen gegen die Roten

Als die Bolschewiki an die Macht organisierten sich ihre Feinde in den so weißen Armeen die von den Westalliierten unterstützt wurden. Situation führte zum russischen Bürgerkrieg bei dem die Weißen jedoch zu über das Land verstreut und auch über Ziele uneins waren. Die Roten hingegen hatten großen Städte und die Industriezentren in ihrer und waren somit in einer besseren Ausgangslage.

Bis 1920 gelang es Trotzkis Roter Armee die bis in den Osten des riesigen sowjetischen zurückzudrängen. Im Februar des selben Jahres erlitten weißen Armeen eine schwere Niederlage in Sibirien; Mai darauf fiel die Krim die letzte ihrer Festungen.

1921 schlägt die Rote Armee unter Trotzki den Aufstand der Matrosen von Kronstadt nieder.

Exil

Leo Trotzki in Mexiko 1938

Nach dem Tode Lenins 1924 brach ein offener Machtkampf zwischen Trotzki Stalin über die Zukunft der Sowjetunion und Kommunismus aus. Stalin wollte den Kommunismus im Land festigen während Trotzki den Gedanken der ständigen (permanenten) Revolution pflegte. Seine Idee war es die Revolution auch in andere Länder zu tragen.

Nachdem Stalin immer mächtiger wurde verlor 1925 sein Amt als Kriegskommissar. In den zwei Jahren wurde er aus dem Politbüro der KPdSU entlassen und am 31. Januar 1929 in die Verbannung nach Alma-Ata (in Kasachstan ) geschickt.
Noch im selben Jahr wies man aus dem Land aus worauf er über Türkei Frankreich und Norwegen schließlich nach Mexiko In seinem Exil agitierte er weiter gegen und veröffentlichte verschiedene kommunistische Schriften (z.B. Die permanente Revolution 1930 ).

1938 gründete er die marxistische Organisation der Internationale um Stalins III. Internationalen entgegenzuwirken. Am 24. Mai 1940 überlebte er einen Angriff auf sein welcher von mehreren Stalin treu ergebenen Mördern wurde. Am 20. August griff ihn der Sowjetagent Ramon Mercader del Rio Hernandez mit einem Eispickel wobei Trotzki schwer am Kopf verletzt wurde. Tag später starb er an den Folgen Anschlags.

Leo Trotzki kurz vor seinem Tod 1940

Siehe auch: Trotzkismus Linke Opposition

Weblinks



Bücher zum Thema Leo Trotzki

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Leo_Trotzki.html">Leo Trotzki </a>