Als ausgebildeter Agraringenieur wird Figl bereits 1931 kurz nach Abschluss seines Studiums an Universität für Bodenkultur zum stellvertretenden Direktor des Bauernbunds. 1933 wird er zu dessen Direktor.
Nach dem Staatsstreich von Engelbert Dollfuß wird Figl zum Mitglied des Bundeswirtschaftsrats zum niederösterreichischen Führer der Ostmärkischen Sturmscharen ab 1937 auch Obmann des Reichsbauernbunds.
Nach dem Einmarsch Deutschlands in Österreich Figl am 12. März 1938 verhaftet und ins KZ Dachau deportiert aus dem er am 8. Mai 1943 entlassen wird. Er nimmt eine Stelle Erdölingenieur in Niederösterreich an. Am 8. Oktober 1944 wird Figl erneut verhaftet und ins KZ Mauthausen deportiert. Er wird wegen Hochverrats angeklagt aufgrund dieser Anklage wird er 21. Januar 1945 an das Landesgericht Wien überstellt.
Nach der Befreiung Wiens durch sowjetische erhält Figl von der Militärkommandantur den Auftrag Wiener Bevölkerung mit Lebensmitteln zu versorgen. Durch Erfahrungen des Ständestaats und des Nationalsozialismus ist Figl zum einer Zusammenarbeit aller politischen Lager geworden. Figl am 14. April den Bauernbund neu und wird dessen bei der Gründung der ÖVP drei Tage später wird er zu stellvertretenden Obmann gewählt. Am 27. April wird Figl provisorischer Landeshauptmann von Niederösterreich und Staatssekretär.
Nach den ersten Wahlen wird Figl 20. Dezember 1945 zum österreichischen Bundeskanzler ernannt. Am 26. November 1953 wird er als Bundeskanzler nach innerer der ÖVP an seiner zu großen Kompromissbereitschaft der SPÖ von Julius Raab abgelöst. Figl wird Außenminister der Regierung und hat als solcher starken Anteil am des Staatsvertrags .
1959 löst Bruno Kreisky Figl als Außenminister ab Figl wird 1962 erster Nationalratspräsident danach niederösterreichischer Landeshauptmann. 1965 Figl nach kurzer schwerer Krankheit in Wien.