Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenSonntag, 27. Mai 2012 

Leos Janacek


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.
Leoš Janáček (*  3. Juli 1854 in Hukvaldy (Hochwald) †  12. August 1928 in Moravská Ostrava (Mährisch-Ostrau)) war ein tschechischer Komponist .

Inhaltsverzeichnis

Leben

Leoš Janáček wurde als Sohn eines in dem kleinen Dorf Hukvaldy (dt. Hochwald) nordöstlichen Mähren der Lachei geboren. Er besuchte 1865 Augustinerstift in Brno (Brünn) 1866-69 die deutsche Realschule und 1869-72 an der Slawischen Lehrerbildungsanstalt. 1872 wurde dort Musiklehrer und leitete außerdem verschiedenen Chöre.

1874-75 studierte er an der Orgelschule Prag wurde 1876 Chormeister des Philharmonischen Vereins Beseda (bis 1890) und befreundete sich mit Antonín Dvořák . 1877 wurde er Privatklavierlehrer von Zdenka die er 1880 heiratete. 1879-80 studierte er Konservatorium in Leipzig bei Oskar Paul und Leo Grill 1880 kurz in Wien bei Franz Krenn. Als 1881 die in Brno gegründet wurde wurde Janáček ihr zudem war er 1881-88 Dirigent der Philharmonischen

1890 starb sein 1888 geborener Sohn 1903 seine 1882 geborene Tochter Olga es zu Ehekrisen. Diese persönlichen Erlebnisse spiegeln sich seiner Oper Schicksal wider. 1904 wurde er als Musiklehrer der Lehrerbildungsanstalt pensioniert. Im gleichen Jahr fand Uraufführung seiner Oper " Jenufa " statt mit der Janáček bei ihren in Prag 1916 und in Wien 1918 späte Durchbruch als Komponist gelang.

1915 begegnete er Kamila Stösslová. Die zu ihr die bis zu seinem Tod belastete seine Ehe zusätzlich. 1919 wurde Janáček des neugegründeten Konservatoriums in Brno nach der 1920 Professor einer Meisterklasse für Komposition. Im letzten Lebensjahrzehnt schrieb er nun fast alle Meisterwerke: Die Opern Katja Kabanowa Das schlaue Füchslein Die Sache Makropulos und Aus einem Totenhaus die beiden Streichquartette die Sinfonietta und Glagolitische Messe .

Janáček sammelte jahrelang Volkslieder seiner Heimat und beobachtete die Sprache Landsleute genauso wie die Laute der Natur. Studien flossen dann in seine Kompositionen ein die so genannte „Sprachmelodie“ prägte seinen Stil nur in den Vokalwerken. Auf diese Weise Janáček fernab von den Hauptströmungen der europäischen seiner Zeit zu einem der großen Neuerer 20. Jahrhunderts und zu einem der bedeutendsten überhaupt.

Werke

  • Orchesterwerke
    • Suite für Streichorchester (1877)
    • Idyll für Streichorchester (1878)
    • Lašské tance ( Lachische Tänze ) (1889-90)
    • Hanácké tance ( Hannakische Tänze ) (1889-90)
    • Suite (auch Serenade) op.3 (1891)
    • Žárlivost ( Eifersucht ). Vorspiel zu Jenufa (1894)
    • Šumařovo dítě ( Das Musikantenkind ). Ballade für Orchester (1912)
    • Taras Bulba . Rhapsodie für Orchester (1915-18)
    • Balada blanická ( Blaník-Ballade ). Sinfonisches Gedicht für Orchester (1920)
    • Sinfonietta (1926)
    • Dunaj ( Die Donau ). Sinfonie in vier Teilen (1923-28; unvollendet)
  • Kammermusik
    • Romanze für Violine und Klavier (1879)
    • Dumka für Violine und Klavier (1880)
    • Violinsonate (1913-21)
    • Pohádka ( Märchen ) für Violoncello und Klavier (1910; 1923
    • Presto für Violoncello und Klavier (um
    • Streichquartett Nr.1 nach Tolstojs Kreutzersonate (1923)
    • Streichquartett Nr.2 Intime Briefe (1928)
    • Mládí ( Jugend ). Suite für Bläsersextett (1924)
    • Concertino für Klavier mit Kammerorchester (1925)
    • Capriccio für Klavier linke Hand mit (1926)
  • Klavierwerke
    • Zdenčiny variace ( Zdenka-Variationen ). Thema con variazioni (1880)
    • Národní tance na Moravě ( Volkstänze aus Mähren ) (1891-93)
    • Po zarostlém chodníčku ( Auf verwachsenem Pfad ) (1901-08)
    • Sonata 1. X. 1905 „Z ulice“ ( Sonate 1. X. 1905 „Von der Straße“ ) (1905)
    • V mlhách ( Im Nebel ) (1912)
    • Vzpomínka ( Erinnerung ) (1928)
  • Vokalwerke
    • Rákos Rákoczy . Ballett mit Gesang (1891)
    • Hospodine! ( Herr erbarme dich ) für Solo-Quartett gemischten Doppelchor Orgel Harfen Blechbläser (1896)
    • Amarus . Lyrische Kantate für Soli Chor und (1897)
    • Otče náš ( Vaterunser ). Kantate für Tenor Chor und Klavier
    • Elegie na smrt dcery Olgy ( Elegie auf den Tod der Tochter Olga ). Kantate für Tenor Chor und Klavier
    • Zdrávas Maria ( Ave Maria ) für Tenor Chor und Orgel (1904)
    • Messe Es-Dur für Chor und Orgel unvollendet)
    • Na Soláni čarták ( Droben auf der Höhe ). Kantate für Männerchor mit Orchester (1911)
    • Věčné evangelium ( Das ewige Evangelium ). Legende für Soli Chor und Orchester
    • Glagolská mše ( Glagolitische Messe ). Kantate für Soli Chor Orchester und (1926)
    • zahlreiche Männer- Frauen- und gemischte Chöre
  • Lieder
    • Jarní píseň ( Frühlingslied ) (1897; 1905 bearbeitet)
    • Zápisník zmizelého ( Tagebuch eines Verschollenen ). Für Tenor Alt und drei Frauenstimmen Klavier (1917-19)
    • zahlreiche Volksliedsammlungen und -bearbeitungen
  • Opern
    • Šárka (1887-88; UA 1925)
    • Počátek románu ( Der Anfang eines Romans ) (1891; UA 1894)
    • Její pastorkyňa ( Jenufa oder Ihre Ziehtochter ) (1894-1903; UA 1904)
    • Osud ( Schicksal ) (1903-04; UA 1958)
    • Výlety páně Broučkovy ( Die Ausflüge des Herrn Brouček ) (1908-17; UA 1920)
    • Káťa Kabanová ( Katja Kabanowa ) (1919-21; UA 1921)
    • Příhody lišky bystroušky ( Das schlaue Füchslein ) (1921-23; UA 1924)
    • Več Makropulos ( Die Sache Makropulos ) (1923-25; UA 1926)
    • Z mrtvého domu ( Aus einem Totenhaus ) (1927-28; UA 1930)

Literatur

  • Kurt Honolka: Leoš Janáček. Sein Leben - sein Werk seine Zeit . Belser Verlag Stuttgart und Zürich 1982

Weblinks




Bücher zum Thema Leos Janacek

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Leos_Janacek.html">Leos Janacek </a>