Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Leutnant Blueberry ist eine Comic -Serie aus Frankreich die von Jean-Michel Charlier (Szenario) und Jean Giraud (Zeichnungen) geschaffen wurde. Sie gilt als der komplexesten und besten Western-Serien der Comic-Geschichte.
Das erste Abenteuer von Blueberry erschien dem Titel Fort Navajo im Jahre 1963 als Vorabdruck im französischen Comic-Magazin Pilote . Seither sind die Alben beim Verlag veröffentlicht worden; in Deutschland verlegt der Ehapa die Serie; Vorabdrucke erscheinen seit neuestem im
Seit dem Tode Charliers schreibt Giraud die Szenarios der Reihe. Die Jugendabenteuer werden von François Corteggiani getextet und von verschiedenen grafisch umgesetzt.
Der Held der Geschichten Mike Blueberry dem Leser zunächst als Leutnant der US Army im Wilden Westen wo er während Indianerkriege gefährliche Abenteuer bestehen muss. Blueberry ist undisziplinierter trink- und spielfreudiger Abenteurer den seine nur mühsam im Reglement der Armee halten
In den Geschichten der Spin-off-Reihe "Die von Blueberry" erfahren die Leser auch den Hintergrund der Figur: Mike Donovan aus Georgia ist ein reicher Südstaaten-Beau der in Wirren des amerikanischen Bürgerkriegs (1861—1865) des Mordes wird zu Unrecht natürlich. Um seinen Kopf retten heuert er unter dem falschen Namen bei der Nordstaatenarmee an wo er erst Trompeter dann als Leutnant haarsträubende Abenteuer vor hinter den Linien bestehen muss.
Nach Kriegsende wird er nach Fort versetzt (hier setzt das erste Album der Reihe ein) muss später den Eisenbahnbau quer den Westen schützen und macht sich als auf die Suche nach einem verlorenem Schatz Mexiko. Als gealterter Zivilist begleitet er den der Earp-Brüder in Tombstone.
In etlichen Abenteuern erhält Blueberry als Sidekicks den Glücksritter Red Neck sowie — als komisches Element der — den unzuverlässigen Goldgräber und Säufer Jimmy McClure zur Seite. Daneben finden zahlreiche historisch Figuren ihren Platz in den fiktiven Geschichten Blueberry darunter Abraham Lincoln Ulysses Grant Benito Juárez Wyatt Earp und Doc Holliday .
Charlier hat mit der Figur Blueberrys rebellischen Helden der nouvelle vague in den Western-Comic eingeführt. Dabei ist kein Zufall dass die Gesichtszüge der Comic-Figur dem realen Vorbild von Jean-Paul Belmondo geschnitten sind. Blueberry passt nicht mehr Schema der geschniegelten und glatten Westernhelden der und sechziger Jahre sondern nimmt von seiner und seinem Äußeren die stoppelbärtigen ungepflegten Charakterköpfe Spaghetti-Western im Comic vorweg.
Die komplexen und teilweise verwirrenden Geschichten sich meist über einen Zyklus von drei fünf Alben hin; dadurch kommen auch Nebenstränge -figuren in den Geschichten zu ihrem Recht. positive Einstellung zu den Indianern die in Serie historisch einigermaßen angemessen abgebildet werden löst vom Klischeebild der gefährlichen Rothaut bereits dreißig bevor dies etwa im Hollywood -Film durch Kevin Costners Der mit dem Wolf tanzt geschieht.
Jean Giraud hat die Serie grafisch seinem Vorbild Jijé zusehends gelöst und sie realistischer Meisterschaft vollendet. Mit Colin Wilson William und Michel Blanc-Dumont haben andere erstklassige Zeichner Spin-offs der Serie übernommen.
Ein weiteres bemerkenswertes Element der Serie das Altern der Titelfigur. Während Comic-Helden sonst in einem festen Alter verharren (weder stirbt greise Methusalix bei Asterix je noch wird Tim je erwachsen) passt sich Blueberrys Aussehen Auftreten in den jüngsten Alben behutsam seinem Alter (er müsste etwa Jahrgang 1843 bis sein) an; ein Phänomen das man im sonst nur bei der Figur von Prinz Eisenherz beobachten kann.