Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Dieser Artikel beschäftigt sich mit der Insektengruppe Libellen. Für andere Bedeutungen des Wortes siehe Libelle .
Die Libellen (Odonata) bilden eine Überordnung innerhalb der Klasse der Insekten . Von den bekannten 4700 Arten leben Mitteleuropa etwa 80. Die Flügelspannweite der Tiere zwischen 20 und 110 mm die Art Megaloprepus coerulatus kann eine Spannweite von maximal 150 erreichen.
Die Libellen zeichnen sich durch einen Flugapparat aus. Die Fähigkeit ihre beiden Flügelpaare unabhängig voneinander bewegen zu können ermöglicht es abrupte Richtungswechsel zu vollziehen in der Luft zu bleiben oder (bei einigen Arten) auch zu fliegen. Die großen Vorder- und Hinterflügel annähernd gleich groß und weisen eine komplexe auf. Da ihnen das für die Neuflügler typische Flügelgelenk fehlt können sie die nicht nach hinten über den Hinterleib legen. als bei allen anderen Insekten setzen bei Libellen die Flugmuskeln direkt an den Flügeln
Facettenauge einer Libelle
Der Kopf der Libellen ist deutlich den Brustsegmenten getrennt und dadurch extrem beweglich. sind die großen Facettenaugen die bei einigen Arten aus bis 30.000 Einzelaugen (Ommatidien) bestehen können. Die Mundwerkzeuge besonders die Mandibeln sind kräftig entwickelt und bezahnt (daher wissenschaftliche Name "Odonata")
Die Brustsegmente sind sehr kräftig ausgebildet schräg gegenüber dem ersten Segment ausgerichtet. Auf Weg entsteht ein nach vorn gerichteter "Fangkorb" den Beinen. Der Hinterleib ist meist schlank und farbig. Durch die Länge bewirkt er Stabilisierung beim Flug. Die Männchen besitzen am des Hinterleibs eine Greifzange aus umgebildeten Hinterleibsanhängen Cerci ) mit der sie das Weibchen bei Paarung festhalten können.
Die beiden ausgewachsenen Libellen finden sich Flug wobei nach einem Vorspiel häufig das das Weibchen mit der Hinterleibszange hinter dem ergreift. Danach biegt sich das Weibchen im nach vorn und berührt mit ihrer Geschlechtsöffnung 8. oder 9. Hinterleibssegment den Samenbehälter des am 2. oder 3. Hinterleibssegment. Dabei entsteht für Libellen typische Paarungsrad der Libellen. Das Weibchen legt nach Begattung die Eier in ein Gewässer ab.
Libelle
In diesen Gewässern durchleben alle Libellen Frühentwicklung. Im Wasser sind die Larven gut angepasste Räuber und besitzen als Organ für diese Lebensweise eine typische Fangmaske im Ruhezustand unter den Kopf gefaltet wird. ein potentielles Opfer in Reichweite schnellt dieses Instrument hervor und die Beute wird gepackt. (Zygoptera) bevorzugen als Beute vor allem Mückenlarven und Kleinkrebse wie etwa die Bachflohkrebse Gammarus pulex ). Larven der Großlibellen (Anisoptera) jagen entsprechend Beutetiere wie kleine Kaulquappen oder Insekten und deren Larven.
Zur Atmung unter Wasser besitzen Libellenlarven verschiedene Techniken wodurch sie auf den ersten unterschieden werden können: Die Kleinlibellen haben an Hinterende drei blattförmige Kiemen mit denen sie Sauerstoff aus dem aufnehmen können. Großlibellen hingegen besitzen keine Kiemen. Aufnahme des Sauerstoffes erfolgt hier durch ein Gewebe im Enddarm. Entsprechend sind besonders Großlibellen von sauerstoffreichen unverschmutzten Gewässern.
Die Verpuppung der Larven erfolgt außerhalb Wassers meist an den Stängeln oder auf Blättern von Wasserpflanzen bzw. Schilf. Dort schlüpft dann auch ausgewachsene Insekt ( Imago ) aus der Larvenhülle die als Exuvie
Im Jahr 2001 wurde die Plattbauchlibelle ( Libellula depressa ) zum Insekt des Jahres gewählt. Begründet wurde diese Entscheidung damit die auffällige und weit verbreitete Art stellvertretend alle Libellen (Odonata) stehen und auf deren in Deutschland aufmerksam machen soll. Die Gefahr vor allem aus von einer ständig voranschreitenden und Trockenlegung vieler Gewässer die von den als Lebensraum gebraucht werden. Die Folge: zwei der rund 80 heimischen Arten sind gefährdet Prozent sogar vom Aussterben bedroht. Da den Laien die Artunterscheidung nicht möglich ist stehen Libellenarten in Deutschland und den meisten Nachbarländern Artenschutz es dürfen also nur die leeren (Exuvien) gesammelt werden.
Entgegen einem weit verbreiteten Irrglauben sind ungiftig und können auch nicht stechen sie also für den Menschen völlig harmlos. Alte wie etwa "Teufelsnadel" kamen durch diese falsche zustande und brachten den Libellen einen nicht positiven Ruf bei.
Große Pechlibelle
Libellen gibt es schon seit mindestens Millionen Jahren. Damals hatten die größten (bekannten) eine Flügelspannweite von 70 Zentimetern. Die größten Libellen haben ein Spannweite von 19 cm.
Bei den Libellen unterscheidet man drei Bei den Großlibellen (Anisoptera ca. 2500 Arten) die Flügelpaare ungleich groß und stehen in seitlich vom Körper ab. Die Facettenaugen berühren sich meistens in der Kopfmitte. (Zygoptera ca. 2600 Arten) haben gleich große die in Ruhestellung nach hinten über dem zusammengefaltet werden. Die Augen stehen weit auseinander. Urlibellen (Anisozygoptera) existieren heute nur noch in Arten im Himalaya und in Japan
Die Arten Mittel- und Südeuropas gehören folgenden Familien an: