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Lichtental


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Der Baden-Badener Stadtteil Lichtental wurde 1909 eingemeindet.

Büren oder Beuern nannte sich einst kleine Ansiedlung. Die wenigen Hütten waren im des Oosbaches und vereinzelt an den umliegenden verstreut.

Im Jahr 1245 wurde dieses Gebiet durch die Söhne Markgräfin Irmengard dem neugegründeten Kloster Lichtenthal geschenkt.

Als 1288 Markgraf Rudolf I. der Äbtissin Adelheid Baden das benachbarte Dorf Geroldsau zum Lehen begann die gemeinsame Geschichte der beiden Dörfer ihre Entwicklung zur späteren Gemeinde Lichtental.

Die Entwicklung schritt rasch voran unter Adelheid. Sie trat für die Rechte ihrer ein und schlichtete Streitigkeiten. Seit 1288 stand den Bewohnern das Mitbenutzungsrecht der Gemarkung zu. Bald machten sie eifrig davon und betrieben ein damals übliches Holzhandwerk die Mit ihren Erzeugnissen führten sie einen schwunghaften denn durch ein besonderes dem Kloster gewährtes standen ihnen alle Märkte und Straßen der Markgrafschaft Baden offen.

Der Handel machte die Beuerner bekannt so gab es schon 1445 eine "Herberg zu Beyern". Vielleicht hat daraus der Lichtentaler "Bären" entwickelt der 1572 erstmals mit Namen erwähnt wird. Auch Löwenwirtshaus stand schon im 16. Jahrhundert . Beide Gasthäuser waren damals Erblehen des

Neben der Holzarbeit betrieben die Bewohner und Viehzucht soweit es die steilen Talhänge Man hielt Rinder Schafe und Schweine. Auf Schafberg lagen die Gebäude der Kloster-Schäferei und weideten dort 400 Schafe.

Die Sonnenseite des Schafbergs trug einst Weinpflanzungen des Klosters. Aber auch mancher Bauer auf seinem Lehensgut einen Weinberg angelegt.

Das Bürgerhaus stand in Unterbeuern. Hier sich im Bürgerbüchlein die Männer ein um ihr Bürgerrecht zu erhalten.

Als 1803 die Talbewohner aus der Lehensherrschaft der entlassen wurden besaß Beuern etwa 180 Wohnhäuser. noch fehlte war eine eigene Kirche. Bis 1809 gehörte Beuern noch zur Pfarrgemeinde Baden. wurde es zur selbständigen Kirchengemeinde erklärt und einen Pfarrer. Die Gottesdienste fanden in der statt bis 1869 die katholische Pfarrkirche St. Bonifazius vollendet 1907 wurde auch die evangelische Lutherkirche errichtet.

Die Klosterfrauen übernahmen 1815 den Unterricht der Beuerner Mädchenjugend und sogenannte "Industrieschule" in der die Mädchen die fraulichen Handarbeiten erlernten. Auf Wunsch der Großherzogin wurde um 1900 im Kloster eine Art Schulküche hergerichtet darin Koch- und Haushaltungsunterricht erteilt. Die oberen erhielten dafür regelmäßig in einer Baumschule Unterricht für Zucht und Pflege der Obstbäume. Den Unterricht erteilten ihnen Lehrer in den Schulräumen im Jahre 1842 am heutigen Brahmsplatz erbauten Rathauses.

1863 entschlossen sich die Beuerner ihre damals Einwohner zählende Gemeinde deren Geschick jahrhundertelang mit Abtei verknüpft gewesen war fortan Lichtental zu und 1909 wurden die Gemeinde und das Kloster die Stadt Baden-Baden aufgenommen.

Wer es ruhig und beschaulich mag abseits der Innenstadt sollte Lichtental und Geroldsau das Kloster und das Brahmshaus besichtigen danach Spaziergang zu den Geroldauer Wasserfällen unternehmen. Die sind nach einem 30minütigen Spaziergang vom Geroldsauer aus zu erreichen. Ohne Auto hat man davon am wildromantischen Grobbach entlang führt nur Fußweg.

Clara Schumann und Johannes Brahms wohnten für längere Zeit in Lichtental.

  

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