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Liestal


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Wappen Karte

Stadtwappen

fehlt noch
Basisdaten
Kanton : Basel-Landschaft
Amtssprachen : Deutsch
Fläche : 18 km² 1.818 ha davon 1.025 ha Wald
Einwohner : 13.000 ( 2003 )
Temperatur : Jahr: 10 1 °C Januar: 2 °C Juli: 20 8 °C
Höhe : 327 m ü. NN
Regen : Niederschlag pro Jahr 933 mm
Postleitzahl : 4410
Vorwahl : 061
Geografische Lage : 47° 28' N. Br.
7° 43' 60E ö. L.
Kfz-Kennzeichen : BL
Partner Städte : Sacramento Waldkirch SG Onex
Website: www.liestal.ch
Politik
Stadtpräsident : Marc Lüthi-Etterich ( Exekutive )

Liestal ( früher Liesthal ) ist die Hauptstadt des Schweizer halb Kantons Basel-Landschaft sowie des Bezirks Liestal. Die Stadt 17km süd von Basel sowie 6km von Augst . Sitz kantonaler Behörden Gerichte und Verwaltungen.

Liestal Törli 2004

Inhaltsverzeichnis

Liestaler Stadtwappen

Zur Zeit der bischöflichen Herrschaft ( 1305 - 1400 ) erhielt Liestal den Bischofsstab den es wie das Bistum in Farbe führte. Besondere Kennzeichen waren die sieben Krabben (Tupfen) und der rote Schildrand. Nach Trennung beider Basel übernahm die Landschaft den roten Stab Kantonswappen . Um Verwechslungen zu vermeiden machte man Liestal ein seit 1407 bekanntes Stadtsiegel 1921 zum offiziellen Stadtwappen: Die untere Hälfte rot die obere silbern. Darauf ein wachsender Bischofsstab mit sieben gotischen Krabben. Flagge: weissrot.

Geschichte

Der Name Lihstal wird 1189 erstmals genannt. Für seine Erklärung gibt verschiedene Hypothesen: Liustatio römischer Wachtposten zum Schutz der Strasse; Lucistabulum eines römischen Siedlers namens Lucius; Liubherestal der eines Alemannen namens Liubirih; Lieschtal der Ort wo (Riedgras) wächst wie zum Beispiel die sumpfige des späteren Weihers.

Die Gegend von Liestal war schon vorrömischer Zeit besiedelt. Die römische Villa in Munzach und die römische Wasserleitung im Heidenloch und an der oberen Burghalde ist bilden gesamtschweizerisch bedeutende römische Bauwerke. Das des Kirchhofes geht mit grösster Wahrscheinlichkeit auf spätrömisches ( 4. Jahrhundert ) Kastell zurück. Seine Entwicklung verdankt Liestal seiner und strategisch wichtigen Lage an der Strassengabelung den beiden Hauensteinpässen.

So thront auf Burghalden eine erst erforschte ausgedehnte Festungsanlage des 10. Jahrhunderts . Nach der Eröffnung des Gotthardpasses und dem Bau der ersten Rheinbrücke im nahen Basel wird Liestal in Mitte des 13. Jahrhunderts von den Frohburgern zur befestigten Stadt damit zum sicheren Etappenort an der Nord-Süd-Route Liestal wird mit Mauern Toren und Türmen Der Markt wird vom offenen «Altmarkt» in Nähe des Zusammenflusses von Ergolz und Frenke in die sicherere Stadt 1305 verkaufen die Frohburger die Stadt an Bischof von Basel. Unter der Herrschaft des erlangten die Liestaler weitgehende Selbständigkeit. 1374 verpfändete der Bischof von Basel Liestal Waldenburg und Homburg dem Herzog Leopold von der sie bald den Grafen von Thierstein überliess. Als diese 1381 das Pfand nicht zurückgeben wollten nahm Leopold Liestal ein und verbrannte das Städtchen. schon im gleichen Jahr löst der Bischof das Pfand wieder ein und gewährt neue Rechte. 1400 kauft die aufstrebende Handelsstadt Basel dem Bischof das Städtchen ab. Freiheiten Vorrechte gehen wieder verloren und können erst Laufe der Zeit wieder zurückerobert werden.

Der freiheitsliebende und wehrhafte Geist Liestals die Bewohner des Städtchens immer wieder in Auseinandersetzungen. Als Untertanen der Stadt Basel sind die Liestaler 1444 mit ihrem eigenen Banner bei St. an der Birs dabei wo sie 23 verlieren. 1476 und 1477 kämpfen Liestaler in den Burgunderkriegen. Entgegen strikten Neutralitätsbefehl der Stadt Basel unterstützen die 1499 im Schwabenkrieg die Solothurner und Eidgenossen. 1501 legt Schultheiss von Liestal auf dem Basler Marktplatz Namen seiner Mitbürger und Nachbardörfer den Eid den Schweizerbund ab. Es kommt immer wieder Scharmützeln mit den habsburgischen Rheinfeldern. Liestal rebelliert wieder gegen die Bevormundung durch Basel das Vormacht wenn nötig auch mit Gewalt durchsetzt. dem Eindruck des süddeutschen Bauernkrieges erheben sich des 16. Jahrhunderts auch die Baselbieter erfolgreich gegen die Basel.

Liestal erhält 1525 einen Freiheitsbrief der unter anderem die Leibeigenschaft aufhebt. Wenig später schliesst sich Liestal der Reformation an. Im 17. Jahrhundert beteiligen sich die Liestaler an der Bauernbewegung und revoltieren wieder gegen die Vorherrschaft Der Aufstand scheitert. Liestal wird 1653 von Basler Truppen besetzt und drei Rädelsführer werden in Basel enthauptet. Schon drei später erreicht Liestal die Wiederbewaffnung des Städtchens.

Als 1789 von Frankreich her der Ruf nach und Gleichheit ertönt verlangt Liestal als einzige Gemeinde schon 1790 die Wiederherstellung der alten Rechte. Begeistert Liestal 1797 den durchreisenden Napoleon . «Liestal bien patriote» nennt er das das zum Mittelpunkt der Baselbieter Befreiungsbewegung wird. steht der erste Freiheitsbaum der deutschen Schweiz. 16. Januar 1798 zerreissen rebellische Liestaler die obrigkeitliche Fahne hissen die Tricolore . Unter Führung Liestals erlangt das Baselbiet erstes Untertanenland der Eidgenossenschaft die langersehnte Freiheit. Napoleons Sturz bekommt Liestal wieder die Vorherrschaft Basels zu spüren.

1830 springt der Funke der französischen Julirevolution ins Baselbiet. Im Liestaler Rathaus beginnt eine provisorische Regierung zu tagen. wird schliesslich zum Hauptort des am 17. 1832 in seinen Mauern gegründeten neuen Kantons. während langer Zeit prägt die revolutionäre Gesinnung Politik Liestals das im 19. Jahrhundert viele politische Flüchtlinge aufnimmt. 1854 erhielt Liestal Anschluss an das internationale Eisenbahnnetz ; das war die Grundlage für seine Industrialisierung

Sehenswürdigkeiten

  • Munzach ( 825 Munciacum) [römisch]er Herrschaftssitz aus der Mitte 1. Jahrhunderts. Die Grabungen von 1950 - 1974 förderten einen mit Mosaiken und Heizungen reich ausgestatteten Herrensitz samt zutage (zurzeit wenig ansprechend; Neugestaltung der Ruinenanlage in Planung).
  • Römische Wasserleitung im Heidenloch und am Burghaldenweg. Steinenbrüggli über die Frenke (vermutlich römisch).
  • Erhaltene Teile der Befestigungsanlagen: Das obere Tor ( Törli Wahrzeichen) Thomasturm Reste der Stadtmauer an Büchelistrasse. Alte Stadtmühle ( 1422 ).
  • Rathaus ( 1568 ): Ratsaal mit Kabinettscheiben (16.-17. Jahrhundert);
  • Burgunderschale silberne zum Teil vergoldete Schale des Kühnen die vom Liestaler Wirt Heinrich in der Schlacht von Nancy ( 1477 ) erbeutet wurde;
  • Fassadenmalereien des Rathausneubaus von 1937 und im Lichthof von Otto Plattner;
  • Dichtermuseum (Spitteler Widmann Herwegh). Olsbergerhof (1571).
  • Ehemaliges Korn- und Zeughaus (um 1530 seit 1981 Kantonsmuseum (mit Ausstellungen zur Naturkunde Archäologie und Volkskunde sowie zur Seidenbandweberei).
  • Reformierte Stadtkirche (heutige Gestalt aus dem Jahrhundert) mit frühgotischer Türe Standesscheiben und Chorgestühl Flachschnitzerei von 1506.
  • Kantonales Regierungsgebäude (Spätbarock 1770-79 und 1850 ) mit Landrats- und Regierungsratssaal.
  • Ergolzhof Feldmühle. Hofgut Gräubern ( 1750 ).
  • Kantonales Gerichts- und Bibliotheksgebäude.
  • Römisch-katholische Kirche (1961).
  • Denkmäler für Georg Herwegh Carl Spitteler usw.
  • Wasserfall Kessel.
  • Aussichtsturm Schleifenberg 614m

Brauchtum

Chienbäse Liestal Feb 2004

Chienbäse : Am Abend des Fasnachtssonntags werden aus gebundene «Besen» von 20-100 kg Gewicht brennend die Altstadt getragen. Höhepunkte des Umzugs sind eiserne Wagen die mehrere Tonnen brennenden Holzes Besonders hoch lodern die Flammen nach der unter dem Obertor auf. Der Anlass zieht zehntausende von Zuschauern aus der ganzen Schweiz dem angrenzenden Ausland an.

Santichlaus-Ylüüte : Am 6. Dezember um 17 Uhr sich die Liestaler Kinder in der Allee. Umzug wird vom traditionellen Blauen Santichlaus angeführt. folgen - von größeren Schulkindern auf den getragen - farbig beleuchtete Yffeln und schließlich einer riesigen am Joch getragenen Glocke die Jedes Kind trägt eine Glocke. Am Ziel Umzugs erhalten alle vom Chlaus einen duftenden Grättimaa .

Banntag : Wie in vielen Baselbieter Gemeinden gehört Liestal der Banntag fest zum Jahresablauf. Am vor Auffahrt ziehen die Männer von Liestal in Rotten aus um die Grenzen der Gemeinde Begleitet wird der Zug von Vorderladergeknalle. In lezten Jahren entstand um diese Knallerei eine Kontroverse inklusive juristischer Geplänkel. Aus Protest gegen reinen Männer-Festtag zieht seit einigen Jahren eine Rotte vier Tage später am Auffahrtstag zum Familien-Banntag los.

Externe Links

Schulen

Primarschulen
Fraumatt Frenke Mühlematt http://gestadeck.swissportal.ch/ Gestadeck Rotacker
Sekundarschulen
Rotacker Frenke Burg http://www.sekliestal.ch
Realschule
Rotacker http://www.rotacker.ch
Gymnasium
http://www.gymliestal.ch
Lehrer/innenseminar
http://www.seminarliestal.ch/
Gewerblich-Industrielle-Berufsschule
http://www.gibliestal.ch
Kaufmännische Berufsschule KV
http://www.kvbaselland.ch/kvbl/liestal.html
Eidgenössische Zollschule

Weblinks

Quellen Nachweis

Texte: Geschichte Sehenswürdigkeiten Mit freundlicher Genehmigung Eugen Lichtsteiner www BL - link



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