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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMontag, 13. Februar 2012 

Ligatur (Typografie)


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Eine Ligatur ist eine Buchstaben verbindung . Sie hat sich historisch entweder durch Schreibweise häufig genutzter Zeichen gebildet oder wurde optischen Korrektur anders als die Einzelzeichen geschrieben.

Ein bekanntes Beispiel für eine Ligatur das & -Zeichen. Ursprünglich wurde es als Einzelbuchstaben et geschrieben.

In der Schreibschrift hat es sich zunächst in eine entwickelt in der der Bogen vom kleinen e in den Stamm des kleinen t übergeht. Wenn das E groß geschrieben wird ergibt sich die in vielen kursiven Schriften :

Daraus hat sich durch weitere Vereinfachung das bekannte Kaufmanns-Und gebildet:

Eine andere Art von Ligaturen ist ß oder bei den Buchstabenkombinaten ff und fl zu beachten.
Hier einmal ohne Ligaturen
und mit Ligaturen

Der Grund für die Zusammenführung der ist die Vermeidung von optischen Lücken die schnellen und angenehmen Lesen stören würden.

Inhaltsverzeichnis
1 Ligaturen im Computersatz
2 Ligaturen in anderen Schriften
3 Literatur
4 Weblinks

Das ß


Antiqua-ſs vs. Textura- und Fraktur-ſz

Die im Deutschen am häufigsten verwendete Ligatur ist das genannte Eszett oder scharfe s manchmal auch spitzes oder Dreier-S genannt . Obwohl das ß historisch eine Ligatur ist wird es als Buchstabe betrachtet und behandelt. Das deutsche ß hat hat sich als Ligatur aus langem ſ' und z entwickelt.

Ursprünglich wurde diese Ligatur nur in Frakturschrift verwendet. Als es im Lauf des Jahrhunderts immer üblicher wurde deutsche Texte auch Antiqua zu setzen schuf man auch für Antiqua ein ß nach dem Vorbild der Fraktur-Rechtschreibung.

Völlig unabhängig von der ſz-Ligatur in deutschen Fraktur gibt es eine Ligatur aus ſ und rundem s die bisweilen in alten französischen oder Texten anzutreffen ist. Als das lange ſ im Lauf des 18. Jahrhunderts ausser geriet wurde diese Ligatur nicht mehr verwendet. jedoch später in den deutschen Antiqua-Schriften das ß neu eingeführt wurde lehnte man es der Form z.T. an jene alte ſs-Ligatur

Der Typograph Jan Tschichold versuchte herzuleiten dass auch das deutsche aus den Frakturschriften auf eine Ligatur aus langen ſ und einem kurzen s zurück Diese Ansicht hat sich weit verbreitet obwohl von keinem einzigen stichhaltigen Argument gestützt wird. beschränkt sich nämlich auf eine selbstgezeichnete Grafik derer er die angebliche aber unbewiesene Verschmelzung ſ und s in der Fraktur darstellt und auf zwar richtigen aber gegenstandslosen Hinweis auf die in französischen Antiqua-Schriften des 18. Jahrhunderts.

Weitere Ligaturen

Ähnlich wie das ß und das entstand auch das % aus einer Ligatur der Buchstaben cto für cento (ital. hundert).

Ligaturen im Schriftsatz

Im Fraktursatz und auch beim Satz von Antiquaschriften werden mehrere Ligaturen verwendet. Dies ist Fall wenn zwei "längliche" Buchstaben (f i ſ t) aufeinandertreffen. Folgende Verbindungen sind möglich:

f+f f+i f+l f+t
ſ+i ſ+ſ ſ+t; ſ+c+h
l+l t+t

In skandinavischen Texten findet man außerdem im Deutschen unbekannten Verbindungen ſ+k und ſ+l.

Der Gebrauch der oben genannten Ligaturen allein dem ästhetischen Gefühl des Schreibers. Im dazu gibt es im deutschen Text drei genannte Zwangsligaturen beim Fraktursatz wobei diese Verbindungen phonologischen Hintergrund haben:

c+h c+k t+z

Das ch bezeichnet im deutschen zwei eigene Laute ich - und den ach -Laut) während ck und tz anstelle von kk und zz geschrieben werden. Ligaturen werden nicht über Silbengrenze hinweg gebunden vergleiche Kauf-leute und Kau-fläche letzteres mit Ligatur aber das fällt sehr sorgfältigen Lesern auf.

Ligaturen im Computersatz

Der Computersatz erlaubt eine fast beliebige der Buchstaben. Deshalb ist es möglich den zwischen zwei Zeichen einzustellen und in vielen auf Ligaturen zu verzichten. Die ß -Ligatur wird standardmäßig verwendet und als ein behandelt. Die anderen Ligaturen werden durch entsprechende der typografischen Zeichen emuliert. Das gelingt dann wenn das Schriftdesign des Fonts darauf bereits ist. Gute Zeichensätze enthalten spezielle Ligaturen. Leider viele Programme nicht auf die Verwendung von angepasst. Schwierigkeiten können sich zum Beispiel bei Rechtschreibprüfung ergeben. Selbst einige Satzprogramme unterstützen die von Ligaturen nur in recht aufwendiger Weise. Satzprogramme verlagern die Verwendung von Ligaturen in Ausgabeprozess. Das kann das Problem nur teilweise da es kontextabhängig ist ob ein Zeichen Ligatur gesetzt werden muss oder nicht. Der muss explizit angeben können ob eine Ligatur werden soll oder nicht. Wenn beim Buchsatz auf gutes Aussehen gelegt wird ist die von Ligaturen entweder als spezielle Typen oder emuliert durch Unterschneiden zwingend notwendig.

Ligaturen in anderen Schriften

Nicht nur in der lateinischen Schrift es Ligaturen auch in vielen anderen sind vorhanden. Zum Teil müssen sie obligatorisch verwendet und sind bedeutungsunterscheidend.

Arabische Schrift

In der arabischen Schrift ist die des Zeichens vom Kontext abhängig. Die Zeichen aber nicht nur in der Form verändert auch verbunden so dass Ligaturen entstehen.

Devanagari

Bei Devanagari wird Vokallosigkeit des Konsonanten Konsonantengruppen durch Ligatur am Wortende durch Virama

Literatur

  • Jan Tschichold: Meisterbuch der Schrift Ravensburg 1952 2. Aufl. 1965
  • Albert Kapr: Schriftkunst Verlag der Kunst Dresden 1971 1996
  • Georg Kandler: Erinnerungen an den Bleisatz Band 1 (1995) und Band 2 Minner Verlag Kornwestheim
  • Carl Faulmann: Das Buch der Schrift 1880 (Nachdrucke sind erhältlich)

Weblinks

  




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