Die Gattung der echten Lilien besteht über 100 Arten die sich in einigen nur schwer gegen die eng verwandten Gattungen Fritillaria und Nomocharis abgrenzen lassen insbesondere bei einigen asiatischen gelang die endgültige Zuordnung erst durch molekulargenetische
Ebenfalls nah verwandt ist die Gattung Cardiocrinum die bis weit ins 20. Jhdt. ihrem außergewöhnlichen bis zu 400 cm großen Cardiocrinum giganteum der Riesenlilie den Lilien zugeordnet wurde. wird von Züchtern gelegentlich noch eine Art unter den Lilien gewährt.
Zu beachten ist dass viele Pflanzen landläufig als Lilien bezeichnet werden wie z. die Taglilien ( Hemerocallis ) oder Schwertlilien ( Iris ) aus botanischer Sicht anderen Gattungen angehören.
H.F. Comber führte 1949 ein bis gültiges Schema zur Klassifikation der Lilien ein dem diese in 7 Sektionen unterteilt werden sich die verwandtschaftlichen Beziehungen der Arten beschreiben
Eine Artenliste die auf Combers Modell findet sich unter: Lilienarten
Erkennbar sind Lilien daran dass ihre Zwiebel (der so genannte Bulbus) überlappende Schuppen und nicht durch eine zusätzliche Außenhaut geschützt Der Bulbus ist je nach Art und zwischen 3 und 10 cm im Durchmesser und unterschiedlich gefärbt. Einige seiner Wurzeln sind kontraktil d.h. sie verfügen über ungewöhnliche Fähigkeit den Bulbus bei Bedarf tiefer die Erde zu ziehen bis die ideale erreicht ist.
Ab dem Frühjahr bildet der Bulbus mit lanzettförmigen Blättern dicht beblätterten Stängel aus sortenabhängig zwischen 15 und 250 cm groß kann.
Lilien bilden ihre Blüten im Sommer es lassen sich dabei weitgehend drei Blütenformen nämlich trompetenförmige schalenförmige und so genannte Türkenbundlilien. letzteren sind die Blütenblätter soweit nach hinten dass ihre Spitzen sich am Stängel wieder und die Blüte so einem Turban ähnlich Aufgrund des Sortenreichtums der Gattung existieren aber Abweichungen davon z.B. fast geschlossene Blüten bei Lilium lophophorum . Lilienblüten bestehen aus sechs Petalen sind vielfältig und häufig auffällig gefärbt und gezeichnet. Ihr Duft zeichnet sie aus einige Sorten zu den am stärksten duftenden Gartenpflanzen überhaupt.
Lilien sind Geophyten : Nach der Blüte im Sommer und Ausbildung der Samenkapseln ziehen (bis auf die Madonnenlilie ) Lilien ein und überwintern in einer
Lilien wachsen auf allen Kontinenten der Hemisphäre (mit Ausnahme der zentralafrikanischen Lilium zairii ) und finden sich oft als Horste in waldigen oder waldnahen Regionen da feuchte (keinesfalls aber nasse) und kühle Standplätze leichtem Schatten bevorzugen. Standortbestimmend ist eine äußerst Drainage. Alkalische sowie sehr saure Böden werden Lilien in der Regel gemieden. Ein paar Arten schätzen jedoch Sumpf - und Marschland und eine lebt gar als Epiphyt im burmesischen Regenwald ( L. arboricola ).
Bei sofortiger Keimung kann die Keimung nach Art bereits nach 6 Tagen erfolgen verzögerter Keimung hingegen bedarf es mindestens eines zur Keimung gelegentlich auch länger.
Dabei werden vom Bulbus je nach bis zu 5 oder 6 gesunde und Schuppen von der äußeren Schicht abgenommen und einer Fungizidbehandlung in ein Anzuchtsubstrat gesetzt. Nach Wochen sollten sich am Fuß der Schuppen Brutzwiebeln gebildet haben die artabhängig innerhalb von Jahren zu ausgewachsenen Pflanzen heranwachsen. Vorteilhaft ist auf diesem Weg bereits eine einzelne Pflanze Grundlage dienen kann und (da es sich Klonen handelt) schnell zahlreiche identische Pflanzen von hochwertigen Ausgangspflanze gezogen werden können.
Als Gattung sind Lilien prinzipiell recht und krankheitsresistente Pflanzen. Trotzdem haben es einige Bakterien und Insekten auf sie abgesehen sicher durch die fehlende Schutzhaut Ihrer Zwiebel.
Vor allem wegen Ihrer auffälligen Schönheit die Lilie eine der am längsten vom kultivierten Blumen. Erste Abbildungen (wahrscheinlich der Madonnenlilie ) finden sich auf Friesen im minoischen Kreta . In westlichen Kulturen wird die Lilie hauptsächlich als Schnittblume verwertet. In anderen Epochen Kulturen jedoch wurde und wird sie weit genutzt.
Obwohl die Lilie bereits seit langem der Floristik den Rang einer sogenannten Edelblume hat erhielt sie erst in den 30er des 20. Jahrhunderts durch die Tätigkeit Jan Graafs (der über 2000 Hybriden züchtete) und Gründung der Oregon Bulb Farms einen festen Platz auch als Zuchtpflanze. England den USA und Holland hat dies zu zahlreichen Hybriden und einer florierenden Lilien-Industrie geführt.
Bis heute wird in unterschiedlichsten Volksmedizinen adstringierend wirkende Pflanzensaft zur Heilung beschädigten oder Gewebes eingesetzt z.B. bei Abszessen entzündeter oder Haut Geschwüren oder frischen Wunden. Schon Plinius hat auf diese Verwendung hingewiesen aber Dioskurides und Hildegard von Bingen empfahlen den Einsatz bei oberflächlichen Verletzungen Krankheiten.
Bis auf den Stamm sind alle der meisten Lilienarten essbar. In China und Japan werden die stärkereichen und je nach Art süßlich bis schmeckenden Zwiebeln aber auch Blätter Sprossen Blütenblätter Knospen in der Küche genutzt. In einigen der entsprechenden Länder werden Lilien speziell zu Zweck angebaut.
Auch in Europa wurden Lilienzwiebeln zeitweise Lebensmittel genutzt diese Verwendung ist aber schon außer Gebrauch.
Für Katzen sind Lilien in allen Teilen giftig führen zu Nierenversagen . Katzenhalter sollten Lilien daher außerhalb der ihrer Tiere bewahren.
In den europäischen und mediterranen Kulturen aufgrund ihrer strahlend weißen Farbe insbesondere die im Zentrum symbolischer Verwendung.
Um 3000 v. Chr. wird sie Ägypten als Symbol für den oberen Teil Reiches verwendet (im Gegensatz zum Papyrus für
Im alten Griechenland war sie die der Hera die Legende besagt sie sei entstanden verschütteten Tropfen von Milch aus ihren Brüsten Herkules von diesen trank. Über die Reinheit Blüte soll sich wiederum Aphrodite so sehr haben daß sie ihr zusätzlich einen Eselsphallus Stempel einpflanzte.
Im Christentum galt die Lilie so ins Mittelalter als heidnisch konnotiert erst dann über den Umweg der biblischen Susanna (von Shushan : "die Lilie") die als Vorläuferin Mariens die Madonnen lilie zum Symbol der Reinheit in der Formensprache. Als Konzession an eben jene Unschuld die Lilie jedoch meist ohne Stempel und Staubfäden dargestellt.