Der Ursprung der linearen Algebra findet in systematischen Betrachtungen von Vektoren im 2- und 3-dimensionalen (euklidischen) Raum "Anschauungsraum" genannt. Hier entspricht einem Vektor eine einer bestimmten Länge (der Betrag des Vektors) eine der zwei möglichen Richtungen. Vektoren dieser lassen sich nutzen um physikalische Größen (etwa anschaulich darzustellen. Die Multiplikation eines Vektors mit Zahl sowie das Addieren von Vektoren bilden Rechenoperationen in einem aus Vektoren gebildeten Vektorraum.
Die Verallgemeinerung zu mehrdimensionalen (abstrakten) Vektorräumen unanschaulich ist wesentlicher Bestandteil der linearen Algebra. werden der mathematische Ring aller linearen Abbildungen die als Matrizen darstellbar sind wichtige Hilfsmittel. Ein Vektorraum nur dann vollständig charakterisiert wenn der Zahlenkörper über dem der Vektorraum definiert ist ist. Typische Zahlenkörper sind die reellen oder komplexen Zahlen .
In der Literatur werden Vektoren unterschiedlich anderen Größen unterschieden: Es werden Kleinbuchstaben fettgedruckte unterstrichene Kleinbuchstaben oder Kleinbuchstaben mit einem Pfeil benutzt. Dieser Artikel verwendet Kleinbuchstaben.
Eine Matrix wird durch ein 'Raster' Zahlen angegeben. Hier ist eine 2-dimensionale Matrix 4 Zeilen und 3 Spalten):
<math>\mathbf{M}=\begin{pmatrix}
8 & 2 & 9 \\ & 8 & 2 \\ 8 & & 7 \\ 5 & 9 & \end{pmatrix}</math> Matrizen werden meistens mit Großbuchstaben bezeichnet.
Einzelne Elemente eines Vektors werden bei in der Regel durch einen Index angegeben: 2. Element des oben angegebenen Vektors a wäre dann a 2 =7. In Zeilenvektoren wird manchmal eine Hochzahl wobei man aufpassen muss ob eine Vektorindizierung ein Exponent vorliegt: Mit dem obigen Beispiel b hat man etwa b 4 =7 .
Matrixelemente werden durch zwei Indizes angegeben. werden die Elemente durch Kleinbuchstaben dargestellt: m 2 3 =2 ist das Element der 2. Zeile der 3. Spalte.
Damit eine Multiplikation zweier Matrizen definiert kann muss die Anzahl der Spalten der Matrix gleich der Anzahl der Zeilen der Matrix sein. Die anschauliche Merkregel zur Matrixmultiplikation zweier Matrizen zu C = A * ist dass man ein Element c i j der Matrix C aus dem Produkt i-ten Zeile der Matrix A mit der Spalte der Matrix B erhält. Nach den genannten Bedingungen ist sichergestellt dass eine Zeile A genausoviele Elemente wie eine Spalte in enthält. Dann kann man das Produkt von mit Spalte als die Summe der paarweisen (erstes Element der Zeile * erstes Element Spalte + ... + letztes Element der * letztes Element der Spalte) definieren. Da formal einen Vektor als eine Matrix mit Zeile oder einer Spalte auffassen kann fallen zwischen Matrix und Vektor ebenfalls unter diese
Formal definiert man die Matrixmultiplikaton C A * B durch
Eine wichtige Anwendung der Linearen Algebra das Lösen linearer Gleichungssysteme. Beispielsweise kann man lineare Gleichungssystem
<math>\begin{matrix}
x_1 &+& x_2 &+& 2x_3 &=& \\ 2x_1 &+& 3x_2 &+& 3x_3 &=& \\ 4x_1 &+& 6x_2 &+& 5x_3 &=& \\ \end{matrix}</math> für das die Lösungswerte für x 1 x 2 und x 3 berechnet werden sollen in eine Matrix- Vektorgleichung A * x = b umformen: