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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenFreitag, 24. Mai 2013 

Lophotrochozoen



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Lophotrochozoen

Nautilus
Systematik
Reich : Tiere (Animalia)
Unterreich : Vielzeller (Metazoa)
Abteilung: Gewebetiere (Eumetazoa)
Unterabteilung: Bilateria
Stammgruppe : Urmünder (Protostomia)
Überstamm : Lophotrochozoen (Lophotrochozoa)
Stämme

Die Lophotrochozoen (Lophotrochozoa) sind ein in erster Linie molekulargenetisch festgelegter Überstamm von Tieren innerhalb der Stammgruppe der Urmünder (Protostomia).

Lophotrochozoen sind eine ökologisch sehr erfolgreiche die in erster Linie wurmartige Organismen umfasst auch die Weichtiere und Armfüßer gehören hierher. kompliziertesten morphologischen Strukturen findet man bei den Kopffüßern (Cephalopoda) innerhalb der Weichtiere (Mollusca). Hier zeigen einige Arten sogar komplexes Sozialverhalten und - vermutlich damit verbunden eine relativ hohe Intelligenz.

Systematik

Zu den Lophotrochozoen gehören zwei größere in der Regel auch durch ihre Morphologie Tiergruppen die Lophophorata und die Trochozoa. Die Verwandtschaft dieser beiden Gruppen wird heute mehrheitlich kann allerdings nicht als gesichert gelten. Die Konkurrenzhypothese ist das Articulata -Konzept das sich hauptsächlich auf morphologische Befunde Aus dieser Sicht wird eine enge Verwandtschaft Ringelwürmer mit den Gliederfüßern ( Insekten Spinnentiere u.a.) angenommen die durch die beiden äußere Segmentierung belegt wird. Weder die Ergebnisse Molekulargenetik noch ein Studium der Entwicklungsstadien bestätigen eine solche Gruppierung: So weisen die Gliederfüßer keine den Trochophora-Larven (s.u.) verwandten Zwischenstadien auf.

Die Lophophorata

Die Lophophorata umfassen die folgenden Tierstämme :

  • Die Armfüßer (Brachiopoda) die oberflächlich den Muscheln (Bivalvia) aber einen grundsätzlich anderen Aufbau haben bilden eine mit knapp 340 bekannten Arten nicht sonderlich erfolgreiche Gruppe die jedoch insbesondere im Erdaltertum (Paläozoikum) weit verbreitet und artenreich war. befruchteten Eier entwickeln sich zunächst zu einer Larve die sich dann zum erwachsenen Tier
  • Die Moostierchen (Ectoprocta) werden auch als Bryozoa geführt sind wie die Armfüßer fossil bekannt. Sie etwa 5.000 Arten und haben ihren Namen weil sie oft in großen Kolonien leben dann oberflächlich wie ein Moospolster aussehen. Sie sich nicht sofort zur erwachsenen Form sondern zuvor ein Stadium das als Cyphonautes-Larve bezeichnet
  • Die Hufeisenwürmer (Phoronida) sind eine recht kleine von wurmartigen Organismen. Ihren Namen verdanken sie hufeisenförmigen Form ihres Lophophor genannten Tentakelorgans. Auch entwickeln sich über ein Actinotrocha-Larve genanntes Zwischenstadium erwachsenen Tier.
  • Die Kelchwürmer (Entoprocta) auch als Kamptozoa bezeichnet eine den Moostierchen oberflächlich sehr ähnliche Tiergruppe. Zeit hat man geglaubt dass diese Ähnlichkeit konvergenter Evolution ist. Molekulargenetische Resultate platzieren diese beiden heute aber wieder nahe beieinander. Es gibt 150 Arten von denen die meisten koloniebildend Wie die anderen Lophophorata entwickeln sich die über ein bewimpertes Larvenstadium.

Neben den ähnlichen Larvenstadien zeigen die mit der möglichen Ausnahme der Kelchwürmer eine Gemeinsamkeit: das Lophophor einen spezialisierten Tentakelapparat nach sie auch benannt sind. Das Lophophor dient Ernährung und ist oft ringförmig manchmal auch oder spiralig aufgewickelt aus den Tentakeln zusammengesetzt. sind innen als Fortsetzung der Leibeshöhle ( Coelom ) hohl und außen so bewimpert dass synchronisierte Schlagmuster eine Wasserströmung entsteht die Nahrungspartikel im Inneren des Tentakelrings gelegenen Mund führt. After ist außerhalb dieses Ringes gelegen. Die weichen insofern von diesem Schema ab als ihre Afteröffnung innerhalb liegt. Auch haben sie echte Leibeshöhle sondern nur ein so genanntes Aufgrund ihrer Ähnlichkeit mit den Moostierchen werden aber dennoch zu den Lophophorata gezählt.

Wegen der relativen Komplexität des Lophophors eine enge Verwandtschaft der Lophophorata heute als gesichert.

Die Trochozoa

Innerhalb der Trochozoa unterscheidet man die Tierstämme:

  • Die Weichtiere (Mollusca) sind eine der bekanntesten Gruppen Tiere: Sie umfassen mit den Muscheln (Bivalvia) Schnecken (Gastropoda) und Kopffüßern (Cephalopoda) zu denen z.B. die Kalmare und Tintenfische zählen eine große Reihe recht bekannter Mit 110.000 bekannten Arten bilden sie einen artenreichsten Stämme. Erste fossile Funde finden sich im Erdaltertum (Paläozoikum). Die erwachsenen Tiere bilden über eine so genannte Veliger-Larve heran.
  • Die Ringelwürmer (Annelida) bilden eine etwa 9.000 Arten Tiergruppe die sich durch ihre äußere Gliederung Segmente auszeichnet welche sich nach innen hin Aufgrund dieser Segmentierung wurde lange Zeit angenommen sie eng mit den Gliederfüßern (Arthropoda) verwandt sind zu denen z.B. Spinnentiere und Insekten zählen. Heute wird aber mehrheitlich davon dass die Ähnlichkeiten nur oberflächlich sind. Die zu denen auch der gemeine Regenwurm ( Lumbricus terrestris ) gezählt wird die aber auch die (Hirudinea) umfassen entwickeln sich aus einer Trochophora-Larve für die Trochozoa namensgebend ist. Fossil sind bereits aus der so genannten Ediacara-Fauna des Proterozoikums bekannt.
  • Schnurwürmer (Nemertea) zeichnen sich durch eine besondere aus die Proboscis. Das ist eine Art der von vielen der etwa 900 Arten Beutefang oder zur Verteidigung eingesetzt wird. Der Linneus longissimus zählt mit einer Länge von bis 30 m zu den größten wirbellosen Tieren. hier entwickelt sich die befruchtete Eizelle oft eine dann Pilidium-Larve genannte Zwischenstufe zum erwachsenen
  • Die etwa 300 Arten die zu den (Sipuncula) gehören zeichnen sich durch eine Introvert Rüsselstruktur aus die meist vollständig in den eingezogen werden kann. Die Mundöffnung ist oft einem wimpernbesetzten Tentakelkranz umgeben. Spritzwürmer hat man in einer Meerestiefe von 7.000 Metern gefunden. vielen Arten existiert eine Trochophoralarve als Entwicklungsstadium gibt es darüber hinaus noch einen zweiten Zustand die Peganosphaera-Larve.
  • Igelwürmer (Echiura) haben einen kurzen meist sackförmigen und einen wiederum Proboscis genannten Rüsselapparat. Man ca. 150 Arten die zuweilen recht extreme bei der Fortpflanzung zeigen; so ist zuweilen Weibchen länger als ein Meter groß das dagegen nur wenige Millimeter! Die Verwandtschaft mit Ringelwürmern gilt durch die ausgebildete Trochophoralarve als gesichert häufig werden sie auch als Taxon der Ringelwürmer angesehen.
  • Bartwürmer (Pogonophora) gliedern sich in einen kurzen mit tentakelbewehrtem Kopflappen und einem Kragen einen langen schlanken Rumpf und ein kurzes Endteil. kennt seit ihrer Entdeckung um 1900 etwa Arten die über eine sich bis in Tentakel hineinerstreckende Leibeshöhle verfügen. Auch hier kommen Larven vor. Daneben verweisen auch die Segmentierung Endstücks und das Sauerstofftransportmolekül Hämoglobin auf eine Verwandtschaft mit den Ringelwürmern auch sie werden in das Taxon Ringelwürmer aufgenommen.

Charakteristisch für alle Trochozoa ist das den Ringelwürmern als Trochophora-Larve bezeichnete Zwischenstadium: Diese das Schwimmen im offenen Meer angepassten Larven durch zwei um die Mitte des Körpers Wimpernbänder sowie ein Büschel längerer Geißeln am ausgezeichnet und kommen in dieser Form bei sechs Trochozoa-Stämmen vor. Aus ihnen entwickelt sich die große Vielfalt der erwachsenen Tiere die Egel Schnurwürmer Schnecken Muscheln oder Kopffüßer oft verschieden aussehen können! Die enge Verwandtschaft ist auch durch molekulargenetische Ergebnisse bestätigt worden.




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