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Louis Spohr


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Louis Spohr

Louis Spohr (*  5. April 1784 in Braunschweig †  22. Oktober 1859 in Kassel ) auch Ludwig Spohr war ein erfolgreicher deutscher Komponist ein erfahrener international bekannter Dirigent ein gewandter Organisator von Musikfesten - vor allem aber ein hervorragender Geiger von internationalem Ruf. Neben dem Italiener Niccolò Paganini war er der größte Geiger seiner Louis Spohr war bereits zu Lebzeiten eine Als Komponist war er viel bekannter als Robert Schumann .

Inhaltsverzeichnis

Leben

Spohr wurde als das älteste Kind Arztes geboren der 1786 als Physikus nach Seesen am Harz versetzt wurde zeigte früh Talent so dass er schon in seinem Jahr gelegentlich in den musikalischen Abendunterhaltungen der mit seiner Mutter Duette singen konnte und mit zwölf Jahren nach Braunschweig geschickt um gleichzeitigem Gymnasialunterricht sich in der Musik auszubilden. wurden Kunisch und später Maucourt seine Violinlehrer ihn der Organist Hartung jedoch nur kurze in der Komposition unterrichtete. Nach Spohrs eigner war dies die einzige Unterweisung die ihm Harmonielehre und Kontrapunkt je zu teil geworden so dass also die bedeutenden Fähigkeiten welche er gerade diesem Gebiet besaß hauptsächlich dem eignen Fleiß danken hatte.

15 Jahre alt wurde er vom von Braunschweig zum Kammermusikus ernannt und erhielt das Versprechen dass der Herzog ihn zu Ausbildung noch irgend einem großen Meister übergeben Die Wahl fiel endlich auf Franz Eck München als dieser eben im Begriff war Kunstreise nach Russland anzutreten. Spohr begleitete ihn kehrte erst im Juli 1803 nach Braunschweig Hier traf er Rode an dessen Spiel Einfluss auf seine weitere Entwicklung übte. Spohrs als ausgezeichneter Violinvirtuose verbreitete sich nun infolge Kunstreisen so rasch dass er schon 1805 Konzertmeisterstelle in Gotha erhielt. In dieser Stellung verblieb er er sich ein Jahr später mit der und Klaviervirtuosin Dorette Scheidler verehelicht hatte abgesehen mehreren mit seiner Gattin unternommenen Kunstreisen bis in welchem Jahr er einem Ruf als des Theaters an der Wien folgte. Zwistigkeiten dem Direktor desselben Graf Pálffy waren die dass er dies Amt bereits nach zwei niederlegte und wiederum Kunstreisen antrat die sich auch auf die Schweiz Italien und Holland bis er im Winter 1817 die Kapellmeisterstelle Theater in Frankfurt a. M. übernahm. Hier er 1818 seine Oper "Faust" und 1819 und Azor" zur Aufführung welche beide enthusiastischen fanden; gleichwohl verließ Spohr schon im September J. Frankfurt und begab sich von neuem Kunstreisen nach Belgien Paris und 1820 nach

Nach viermonatlichem Aufenthalt ruhmgekrönt zurückgekehrt ließ sich in Dresden nieder erhielt jedoch schon folgenden Jahr auf Veranlassung Carl Maria von Webers die Berufung als Hofkapellmeister nach Kassel trat im Januar 1822 in sein neues ein. Größere Virtuosenreisen unternahm er von nun nicht mehr; dagegen entfaltete er die ersprießlichste zur Hebung der musikalischen Zustände Kassels insofern sowohl das Orchester zu einer zuvor nie Höhe hob als auch außerdem einen Gesangverein Oratorienmusik gründete.

Nicht minder bedeutend war seine Tätigkeit Lehrer und Komponist. In ersterer Eigenschaft wurde das Haupt einer Violinschule wie sie Deutschland Franz Benda nicht besessen und von allen Teilen strömten ihm die Schüler zu. Gleichzeitig entwickelte eine erstaunliche Produktionskraft auf allen Gebieten der und betätigte sich als Dirigent zahlreicher Musikfeste Deutschland und England. Auch der Verlust seiner (1834) für den er in einer zweiten mit der Klavierspielerin Marianne Pfeiffer nur einen Ersatz fand vermochte seinen Arbeitseifer und seine nicht zu vermindern so wenig wie die Schikanen die er später von seinem Fürsten erdulden hatte dies namentlich nach dem Jahr obwohl er das Jahr zuvor durch die zum Generalmusikdirektor ausgezeichnet war. 1857 gegen seinen und mit teilweiser Entziehung seines Gehalts pensioniert er bis zu seinem Tod 22. Okt. als Mensch wie als Künstler ein Gegenstand allgemeinen Verehrung.

Als Komponist hat S. die musikalische auf jedem ihrer Gebiete durch Meisterwerke von Wert bereichert. Auf dem der dramatischen Musik er neben K. M. v. Weber und der Hauptvertreter der romantischen Oper wenn er hinsichtlich des szenisch Wirksamen hinter diesen beiden und infolgedessen seine Opern mit Ausnahme von noch zu seinen Lebzeiten von den deutschen verschwanden. Auch in seinen Oratorien: "Die letzten "Der Fall Babylons" u. a. folgt er ausschließlich seinem subjektiven Naturell um auf die zu wirken wiewohl hier seine Neigung zum und das konsequente Festhalten eines erhabenen Pathos endlich der für alle seine Arbeiten charakteristische selten in Überfülle ausartende Reichtum der Modulation Wirkung weniger beeinträchtigen als in seinen Opern. Bewunderung verdienen seine zahlreichen ausnahmslos durch Adel Empfindung und formale Abrundung hervorragenden Instrumentalwerke sowohl Orchester als für Kammermusik unter den erstern Symphonien in C moll und "Die Weihe Töne" unter den letztern die Quintette und sowohl für Streichinstrumente allein als mit Klavier. größten und verdientesten Erfolg aber haben die für sein Instrument geschriebenen Werke gehabt und 15 Violinkonzerte darunter namentlich das 7. 8. Form einer Gesangsszene") und 9. sowie seine endlich seine große Violinschule stehen noch heute klassischem Wert unübertroffen da.

Er ist außerdem Ehrenbürger der Stadt Kassel

Werke

Mehr als 200 Werke hat uns Spohr hinterlassen; u.a.:

  • Oper Jessonda
  • Oper Faust (Spohr)
  • Acht Ouvertüren zu Bühnenwerken
    • Macbeth (Spohr)
    • Die Prüfung
    • Alruna
    • Faust
    • Jessonda
    • Der Berggeist
    • Pietro von Abano
    • Der Alchymist
  • Violinkonzerte
  • Die letzten Dinge Oratorium zum Totensonntag
  • Lieder
  • Lieder für Singstimme Klarinette und Klavier Texte )

Literatur

  • v. Wasielewski Die Violine und ihre (2. Aufl. Leipz. 1883).
  • Malibran Louis S. sein Leben und (Frankf. a. M. 1860).
  • Schletterer Louis S. (Leipz. 1881).
  • Spohr Ludwig in: Meyers Konversationslexikon 4.Aufl. 1888/89 Bd.15 S.172.
  • Louis Spohr: Selbstbiographie . Eugen Schmitz Bärenreiterverlag Kassel 1954; das erschien zuerst Göttingen 1860-61 in 2 Bänden.; 1838 von ihm selbst geschrieben und von bis zu seinem Tod von den Angehörigen
  • Paul Katow: Louis Spohr Persönlichkeit und Werk . RTL Edition Luxembourg 1983.
  • Hartmut Becker und Rainer Krempien: Louis Spohr Festschrift und Ausstellungskatalog zum 200.Geburtstag . Gerorg Wenderoth Verlag Kassel 1984.

Siehe auch:

Liste_bekannter_Violinisten

Weblinks



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