Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Ludwik Mieroslawski (* in Nemours/ Frankreich am 17.01.1814 † in Paris /Frankreich am 22.11.1878) war ein polnischer Revolutionär der an zahlreichen Aufständen vor allem Polen aber auch in Italien und als General der badischen Revolutionsarmee im Juniaufstand 1849 den Kämpfen um Rastatt beteiligt war. (siehe auch badische Revolution )
Mieroslawski wurde als Sohn einer Französin eines polnischen emigrierten Offiziers in Frankreich 1814 geboren. Ab 1820 lebte er im seit dem Wiener Kongress zwischen Russland Preußen und Österreich aufgeteilten - russischen Teil - Polens Kongresspolen "). Schon als 16-jähriger war er 1830 Fähnrich am polnischen Aufstand gegen Russland beteiligt. dessen Niederwerfung emigrierte er 1831 zurück nach Frankreich. Dort wurde Mieroslawski zum Mitglied des Zentralkomitees der polnischen Emigranten in Paris gewählt.
1846 war Mieroslawski Anführer eines geplanten Aufstandes im Großherzogtum Posen gegen die preussische Vorherrschaft. Im selben wurde er verhaftet und 1847 in Berlin Tode verurteilt später zu lebenslanger Gefängnishaft begnadigt.
Im Zuge der Märzrevolution von 1848 in Preußen wurde er mit anderen gefangenen polnischen befreit und führte im April/Mai 1848 den Aufstand in Posen zur Befreiung und Einigung Polens militärisch an. Dieser Aufstand bei dem auch das Ziel hatte die Revolution in den russischen Teil Polens zu bedeutete für König Wilhelm IV. (Preußen) die Gefahr eines Krieges mit Russland. Der Aufstand wurde im 1848 von konterrevolutionären preussischen Truppen niedergeschlagen. Mieroslawski wurde erneut genommen. Auf diplomatische Intervention des revolutionären Frankreichs (siehe auch Februarrevolution 1848 ) wurde er wieder begnadigt und nach ausgewiesen.
Anfang 1849 ging Mieroslawski nach Sizilien wo er die dortigen Revolutionäre die eine Einigung Italiens anstrebten (siehe auch Risorgimento ) befehligte. Auch dort unterlagen seine Truppen Übermacht der Gegenrevolution. In einem Gefecht verwundet er zur Genesung nach Paris zurück.
Im Juni 1849 wurde er von provisorischen republikanischen Revolutionsregierung in Baden gerufen um als General und Oberbefehlshaber der badischen Revolutionsarmee die badische Revolution gegen die anrückenden konterrevolutionären Truppen unter preußischer Führung zu verteidigen. Mieroslawskis taktischen Geschick konnten die badischen Revolutionäre Übermacht der preußischen Truppen die unter dem des "Kartätschenprinzen" Wilhelm von Preußen dem späteren deutschen Kaiser Wilhelm I. standen nicht standhalten. Resigniert von der politischen Führung der badischen Revolutionsregierung als auch demoralisierten Revolutionsarmee trat er am 1. Juli 1849 von seinem Oberbefehl zurück. Mieroslawski zog für 3 Monate in die Schweiz zurück.
Nach 3-wöchiger Belagerung fiel die Festung am 23. Juli 1849. Damit war die Revolution und mit ihr die Märzrevolution von /49 in in den Staaten des deutschen endgültig gescheitert.
Mieroslawski hielt sich nach der gescheiterten von 1848/49 wieder in Paris auf und dort als Privatlehrer. 1861 zog es ihn in den Unabhängigkeitskampf . Giuseppe Garibaldi vertraute ihm im wiederholten Kampf gegen österreichische Vorherrschaft in Oberitalien den Oberbefehl über die internationale Legion in Italien an. Bis 1862 war Kommandeur der polnischen Militärschule in Genua .
Einmal noch trat Mieroslawski als ernannter (" Diktator ") im polnischen Januaraufstand 1863 gegen Russland Revolutionär öffentlich in Erscheinung. Nach dessen Niederschlagung er zurück nach Paris.
Danach wurde es ruhig um Ludwik Er starb verarmt am 22. November 1878 Paris.
Obwohl die von ihm angeführten revolutionären alle in Folge der Übermacht des Gegners waren gilt er mit seinem Ruf als Napoleon " nicht nur den Polen als Beispiel unbedingten Freiheits - und Unabhängigkeits willens der sein Interesse an einer freien Nation immer mit einem frühen Internationalismus verbunden hatte.