Ursprünglich als Luiz Inácio da Silva geboren nahm er seinen Spitznamen "Lula" offiziell in den Namen auf. Als "Lula" er auch bei der brasilianischen Bevölkerung bekannt.
Lula da Silva wurde in Garanhuns Bundesstaat Pernambuco geboren wuchs jedoch seit 1952 in São Paulo auf. Er war siebtes von acht von Aristides Inácio da Silva und Eurídice de Mello. Aus armen Verhältnissen stammend ging nur wenige Jahre zur Schule und musste mit 12 Jahren in verschiedenen Jobs (in Wäscherei als Schuhputzer als Botenjunge) einen Beitrag Lebensunterhalt der Familie verdienen.
Später arbeitete er in einer Metallfabrik konnte an der SENAI eine Ausbildung zum absolvieren. Seit 1966 arbeitete er in einem großen Unternehmen Metallindustrie in São Bernardo do Campo in São Paulo
Über seinen Bruder kam Lula in mit der Gewerkschaftsbewegung. Bereits 1969 wählte ihn die Gewerkschaft der Metallarbeiter Stellvertreter in den Vorstand der Regionalgruppe São do Campo und Diadema. In den Wahlen 1972 wurde er als Generalsekretär wieder in Vorstand gewählt. Mit 92 % der Stimmen in die Gewerkschaftsmitglieder 1975 zu ihrem Vorsitzenden. Lula vertrat etwa Arbeiter.
Während der 70er Jahre beteiligte sich heutige Präsident des Landes an der Organisation Gewerkschaftsaktivitäten und großer Streiks . Dabei wurde er auch festgenommen und für einen Monat im Gefängnis. Mit den der Streiks unzufrieden gründete Lula gemeinsam mit Gewerkschaftern Intellektuellen und Vertetern verschiedener sozialer Gruppen 10. Oktober 1980 die Arbeiterpartei PT ( Partido dos Trabalhadores ). Die PT war schon 1982 in weiten Teilen des Landes vertreten hatte ca. 400.000 Mitglieder.
Im Jahr 1986 wurde Luiz Inácio Lula da Silva einem Rekordergebnis als Vertreter des Bundesstaates São in den Kongress Brasiliens gewählt. Die PT beteiligte sich an der Entwicklung der neuen Verfassung Brasiliens und konnte wichtige Rechte der darin verankern. In anderen Fragen wie z.B. Neugestaltung der Landbesitzverhältnisse konnte sie sich hingegen durchsetzen.
Bereits 1989 kämpfte Lula da Silva als Kandidat PT um das Präsidentenamt. Obwohl er bei der Bevölkerung sehr beliebt war wurde er gewählt. Industrie und Finanzwesen fürchtete jedoch dass Sozialist den wirtschaftlichen Interessen schaden könnte.
In allen folgenden Wahlen zum Präsident trat er erneut an. Erst in Wahlkampagnen zu den Wahlen 2002 verzichtete er bewußt auf sein Arbeiterimage trat in Anzug und Krawatte auf. Außerdem er nicht mehr seine Meinung dass Brasilien Auslandsschulden nicht zurückzahlen solle. Statt dessen setzte auf ein Programm gegen Hunger und Armut fome zero ) und für bessere Ausbildung. Mit der gelang es ihm ein vorsichtiges Vertrauensverhältnis aufzubauen. überraschte es beispielsweise als kurz vor den ein Vertreter eines Automobilherstellers ankündigte dass man neue Modellreihe in Brasilien produzieren werde und auch neue Arbeitsplätze geschaffen würden. Diese Signale u.a. auch zu einem Vertrauensgewinn beim Internationalen ( IWF ) der schließlich die Wahl Lulas begrüßte.
Im zweiten Wahlgang am 27. Oktober 2002 gewann Lula da Silva gegen José den Kandidaten der Brasilianischen Sozialdemokratischen Partei PSDB Partido da Social Democracia Brasileira ). Er löste Fernando Henrique Cardoso der seit 1995 Präsident Brasiliens gewesen war im Amt
Lula ist seit 1974 mit Marisa Letícia verheiratet und hat Kinder.