Die Geburtsstunde des Gladbacher Münsters lag schon hunderte von Jahren vor Gründung. Erste gesicherte Kenntnisse über eine Besiedlung Abteiberges gibt ein Bericht aus dem späten Jahrhundert. Dieser entstand wahrscheinlich im Scriptorium dem des Gladbacher Klosters. In einer reich ausgeschmückten wird ein "gewisser Balderich Vornehmer des Reiches" der bereits lange vor der Gründung der eine Kirche auf dem Hügel erbaut habe von den Ungarn im Jahre 954 zerstört worden sei.
Als der Kölner Erzbischof Gero und in seiner Begleitung der Trierer Sandrad auf der Suche nach einem geeigneten für die beabsichtigte Gründung eines Klosters zu Ruinen auf dem Abteiberg kamen dem "unbewirtschafteten den dichter schattiger Wald überzog" hörten sie im Innern des Berges eine Glocke; sie dem Klang und fanden in einem holen verborgen die Reliquien der Heiligen Vitus Cornelius Cyprianus und Barbara aus der zerstörten Balderichkirche. Damit war Ort der Klostergründung durch ein göttliches Zeichen
Den Grabungsfunden von 1955 (Prof.Dr. Hugo Borger) zufolge handelte es hierbei um einen langgestreckten saalartigen Raum dem im Osten vermutlich ein kleiner quadratischer Chorraum im Westen eine schmale dreigeteilte Vorhalle mit anschlossen. Die Anlage wurde im 11. Jahrhundert einen Westturm erweitert über dessen Gestalt jedoch Kenntnisse vorliegen.
Die Stelle des Baubeginns und die lassen eine völlige Neuplanung vermuten von der nur die Krypta und der Chor zur Ausführung gelangten. Kurze Zeit später dagegen der Gründungsbau um zwei Seitenschiffe und Kapellenbauten erweitert.
Von dieser Planung kündet noch heute mächtige Westwerk des Münsters. Es sollte aller nach mit dem alten Chor durch ein Langhaus verbunden werden das dem Wandaufbau des zufolge mit einer Flachdecke hätte abgeschlossen werden
In dieser Zeit erhielt das Langhaus Münsters seine heutige Gestalt. Beginnend bei den schritt der Bau von Westen nach Osten zur geplanten Vierung voran. Doch schon die des Mittelschiffes musste auf spätere Zeiten verschoben (sie erfolgte im 15. Jahrhundert). Ebensowenig konnte nach Kölner Vorbildern geplante Dreikonchenchor realisiert werden. ihn weisen heute noch die mächtigen Bündelpfeiler an dieser Stelle vorgesehenen Vierung hin.
Wenige Jahre nach der vorläufigen Einstellung Bauarbeiten wurde der Gedanke eines neuen Chores aufgegriffen nun jedoch einer anderen Bauidee folgend Langchor im gotischen Stil. Für seine Planung Durchführung konnte der erste Baumeister der Kölner Doms Meister Gerhard gewonnen werden. Die Weihe erfolgte am 28. April 1275 durch Albertus Magnus .
Die Schatzkammer besitzt heute nur noch Bruchteil ihrer früheren Schätze. Neben einigen bedeutenden der Barockzeit und des 19. Jahrhunderts die die Reliquien des Klosters neu gefasst haben ragt ein Kölnischer Tragealtar von ca. 1160 heraus; daneben verschiedene Handschriften darunter ein Missale des 12. Jahrhunderts; ein Totenbuch des Klosters das "Necrologium Gladbacense" sowie neumierte Choralschrift ("Gladbacher Choral"). Weiterhin eine germanische mit Runenzeichen eine byzantinische Kasel aus dem Grab des hl. Sandrad Mittelschiff des Münsters Elfenbeintäfelchen und -kästchen aus 13. Jahrhundert sowie das Siegel des Albertus Magnus anlässlich der Konsekration des Hochaltars 1275 . Ferner zwei große Holz-Kerzenleuchter des 15.
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