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Mülheim-Kärlich


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Basisdaten
Bundesland : Rheinland-Pfalz
Ehem. Regierungsbezirk : Koblenz
Kreis : Mayen-Koblenz
Verbandsgemeinde : Weißenthurm
Fläche : 16 29 km²
Einwohner : 10.200 (2003)
Höhe : 60 m ü. NN
Postleitzahl : 56218
Vorwahl : 02630
KFZ-Kennzeichen : MYK
Gliederung des Stadtgebiets: 4 Stadtteile
Adresse der Stadtverwaltung: Rathaus Kapellenplatz
Postfach 1245
56220 Mülheim-Kärlich
Website: www.muelheim-kaerlich.de
Politik
Bürgermeister : Rudolf Oehlig ( CDU )
Stadtrat : CDU: 16
SPD: 7
FWG: 5
Mülheim-Kärlich ist mit ca. 10.200 Einwohnern die Stadt der Verbandsgemeinde Weißenthurm im nördlichen Rheinland-Pfalz . Der nahe Koblenz gelegene Ort besteht aus den vier Mülheim Kärlich Urmitz-Bahnhof und Depot.

Inhaltsverzeichnis

Lage und Wirtschaft

Mülheim-Kärlich liegt äußerst verkehrsgünstig am Westrand Neuwieder Beckens und konnte aufgrund dessen in den 30 Jahren ein großes Gewerbegebiet mit heute 270 Betrieben aufbauen dessen Einzugsgebiet weit in Westerwald die Eifel und den Hunsrück reicht. Neben Handel Dienstleistungen und produzierendem prägt auch die Landwirtschaft noch immer das der jungen Stadt. Das Gebiet um Mülheim-Kärlich das größte zusammenhängende Obstanbaugebiet der Region dar. Vor allem werden und Schattenmorellen angebaut.

Geschichte

Aus der Tongrube Kärlich stammende etwa 300.000 Jahre alte Artefakte des Homo erectus Faustkeile aus Quarzit und Feuerstein weisen darauf hin dass das Gebiet heutigen Mülheim-Kärlich zu den ältesten von Menschen Plätzen Deutschlands gehört. Seit der Jungsteinzeit ab etwa 4000 v. Chr. scheint Region permanent besiedelt zu sein. Weitere wichtige Funde die auf dem Stadtgebiet gemacht wurden ein keltisches Wagengrab und die Überreste einer römischen Villa .

Obwohl der Ortsname Kärlich auf keltische und der Name Mülheim auf die Zeit fränkischen Landnahme um etwa 500 hinweisen werden beide Orte erst im Hochmittelalter urkundlich erwähnt: Kärlich 1042 Mülheim 1162 . Sie gehörten zum Reichsgut des fränkischen Koblenz der 1018 durch eine Schenkung Kaiser Heinrichs II. an das Erzstift Trier gekommen war.

Kärlich und das seiner Pfarrei zugeordnete Mülheim gehörten bis kurz vor dem Ende alten Reiches zum kurtrierischen Amt Bergpflege dessen Ausdehnung in etwa heutigen Verbandsgemeinde Weißenthurm entsprach. Im 17. Jahrhundert beide Orte durch den Dreißigjährigen Krieg und den Holländischen Krieg Ludwigs XIV. schwer in Mitleidenschaft gezogen.

Nach dem Dreißigjährigen Krieg ließen sich Kurfürsten und Erzbischöfe von Trier in Kärlich auf den Grundmauern einer Wasserburg ein Landschloss errichten. Der letzte trierische Clemens Wenzeslaus von Sachsen verließ von hier am 21. Oktober 1792 auf der Flucht vor der französischen Revolutionsarmee sein Land. Das Schloss wurde anschließend der Bevölkerung und Truppen des Generals Marceau

Von 1794 bis 1814 waren Mülheim und Kärlich französisch und zuletzt zum Departement Rhin-et-Moselle mit Sitz in Koblenz. Ab 1815 gehörten die Gemeinden zum preußischen Landkreis Koblenz der bis 1945 Teil der Rheinprovinz war. Seit 1946 gehören Mülheim und Kärlich zu Rheinland-Pfalz . Eine Verwaltungsreform des Landes führte 1969 zur Vereinigung der zwei damals schon Gemeinden. 1996 erhielt Mülheim-Kärlich das Stadtrecht.

Besonderheiten

Kernkraftwerk

Überregional wurde Mülheim-Kärlich in den letzten als Standort des gleichnamigen Kernkraftwerks der Rheinisch-Westfälischen Elektrizitätswerke (RWE) bekannt. Seit Baubeginn umstritten wurde es 1988 nach knapp zweijährigem Probebetrieb aufgrund einer des Bundesverwaltungsgerichts in Berlin stillgelegt. Sein Rückbau soll 2012 beendet sein.

Fastnacht

Mülheim-Kärlich verfügt über ein reges Vereinsleben seinen Höhepunkt in der Karnevalszeit erlebt. Anders als in den bekannteren im Rheinland bildet in Mülheim-Kärlich nicht der Rosenmontag sondern der "Schwerdonnerstag" die Altweiberfastnacht den Saison.

Literatur

Winfried Henrichs (Hg.) Mülheim-Kärlich Mülheim-Kärlich 1981



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