Für das mittelalterliche und frühneuzeitliche Münster in Westfalen lassen sich zwei Entwicklungen das Bistum die Stadt betreffend festhalten. Wir verfolgen hier Entwicklung des Bistums: Das durch Liudger begründete Bistum blieb zunächst in der der liudgeridischen mit Werden verbundenen Bischöfe Gerfrid und Altfrid (839-849). Der Ausbildung einer umfassenden bis zum 10. Jahrhundert standen adlige und (Frauen-) Stifte wie das in Freckenhorst gegründet 856 gegenüber. Das Hochmittelalter sah die münsterischen weitgehend auf der Seite des deutschen Königtums Münster ist in den Wirren des Investiturstreits (1075-1122) Opfer eines Angriffs des sächsischen (und späteren Königs) Lothar von Supplinburg (1106-1137) geworden (1121) - im späteren und der frühen Neuzeit wurden die Bischöfe Landesherren eines Territoriums zwischen Ems und Hünte (Hoch- und Nieder-) Stifts Münster das auch Grafschaft Ravensberg umfasste und mit der Unterordnung stiftischen Adels und der Ausbildung der drei von Domkapitel Rittern und Städten zunehmend fester war. Erschütterungen blieben dennoch nicht aus wie Münsterische Stiftsfehde ( 1450 - 1458 ) bei der sich zwei Kandidaten und Parteien im Kampf um den Bischofsstuhl gegenüber die Einführung der Reformation ( 1524 ) oder das Täuferreich von Münster ( 1533 / 1534 - 1535 ) zeigen. In der frühen Neuzeit nach Reformation und Gegenreformation nach Dreißigjährigem Krieg ( 1618 - 1648 ) und Westfälischem Frieden (1648) ist der Bischofssitz Münster als Festungs- und Garnisonsstadt Zentrum eines Fürstbistums eines Konfessionsstaates der absolutistisch regierenden Fürstbischöfe u.a. eines Bernhard von Galen ( 1650 -1678) oder eines Ferdinand II. von Fürstenberg 1683 ). Französische Revolution ( 1789 ) und Reichsdeputationshauptschluss ( 1803 ) beendeten dann die Existenz des bischöflichen