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Machbuba


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Machbuba (* ca. 1823 in Äthiopien (?) † 1840 in Muskau in der Oberlausitz) war eine durch Lebensweg und ihre Verbindung mit dem berühmten Parkschöpfer Literaten und Dandy Fürst Hermann von Pückler-Muskau bis heute geschichtenumwobene Kindfrau.

Leben

Zum europäischen Gegenstand des fasziniert-empörten Klatsches der 52-jährige Fürst sie dadurch dass er 1837 auf einem ägyptischen Sklavenmarkt als 14-jährige kaufte. Er nahm halbe Kind als Freigelassene auf seine Reisen Bagdad und Istanbul mit lehrte sie Lesen Schreiben und und brachte sie nach Europa. Ihre beiderseitigen ist bezeugt ihr durchaus liebevoller Briefwechsel ist erhalten. Er ließ sie auch nicht im oder in Venedig zurück sondern im Gegenteil: der ihm eigenen Bedenkenlosigkeit (und auf seiner Suche nach Publicity ) stellte er sie sogar am kaiserlichen in Wien vor. Seiner Absicht sie auch mit Berlin zu bringen stellte sich seine geschiedene Fürstin Lucie von Pückler-Muskau entgegen vermutlich weniger Eifersucht als um nicht vor dem Königshof zu werden (ihr Vater war preußischer Staatskanzler gewesen). So blieb in Muskau einem Städtchen in dem Pückler sich ungern lange aufhielt. Dort erkrankte sie einem Lungenleiden und starb allein schon 1840. Muskauer Grab mit dem hohen Syenit-Stein wurde heute (auch in der DDR-Zeit!) von Vielen am 23. April 2004 besuchte es der Botschafter. Ihr Bild (in morgenländischem Kostüm das gewöhnlich trug) hängt auf Pücklers Familienschloss Branitz Cottbus ). Zahlreiche Geschichten über sie kursieren noch so über ihren Fluchtversuch zum Fürsten nach (oder ein Suizidversuch?): "Ihre Kleider verhakten sich Sprung aus dem Fenster an den eisernen

Zum ' Skandal ' um Machbuba

Die skandalisierende Untertöne dieses Lebenslaufes waren Biedermeier Gegenstand mitfühlender Betrübnis im Vormärz anti-feudaler Kritik. Lag da nicht [1] mit Minderjährigen' oder gar [2] Missbrauch als vor? Unabhängig von Pücklers aristokratisch-liberaler Geste ein aus dem Sklavenhandel zu ziehen verbunden mit Unfähigkeit der Folge-Verantwortung zu genügen ihr eine zu eröffnen sind soziologisch zwei Tatsachen mit zu bedenken ehe sein moralisches Urteil fällt:

[1] Nach dem Verständnis nicht nur Morgenlandes war Machbuba bereits kein " Kind " mehr sondern zumindest auf der Schwelle "Frau"; auch Pücklers Mutter war als 15-jährige Callenberg gefreit worden und gebar ihn ein später.

[2] Pückler selbst hatte 1811 mit Standesherrschaft Muskau eine Bevölkerung im Stande der geerbt die 1837 erst jüngst als Muskau dem Wiener Kongress 1815 an Preußen gefallen war aufgehoben war. (Man vergleiche die Formen der Leibeigenschaft im der Lausitz angrenzenden Polen und gar im Russischen Reich .) Pückler verstand sich - obwohl ein und fortschrittlich gesonnener Geist - durchaus auch als ein Lehnsherr mit Gefolge und einer Fürsorgepflicht keinesfalls Vertreter eines Sklaven haltenden ' kolonialen ' Kapitalismus . Er war also kein 'Mädchenhändler'. Auch dürfte das - nach ihren Briefen - viel anders empfunden haben.

Den Prinzipien der Achtung der Menschenwürde muss das durchaus nicht genügen.

Quellen

Eine seriöse Machbuba-Biographie fehlt allerdings ist unseliges Geschick in den zahlreichen Pückler-Monographien ( vgl. den Beitrag Hermann von Pückler-Muskau ) nicht ununtersucht geblieben.



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