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Macht


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Macht ist ein soziologisches Konzept das eine bestimmte Beziehung zwischen Individuen oder Gruppen definiert.

Ihre grundlegende Prämisse ist der Glaube die Machbarkeit von Machtordnungen. Entsprechende Überlegungen lassen sich in die griechische Polis (Aristoteles: Politik) und chinesische Philosophie des 4. Jahrhunderts v. Chr. Zu) zurückverfolgen.

Definitionen

Die bekannteste Definition stammt von Max Weber . Seiner Ansicht nach ist Macht "jede Chance innerhalb einer sozialen Beziehung den eigenen Willen auch gegen Widerstreben durchzusetzen gleichviel worauf Chance beruht."

Die moderne Soziologie erweitert die Definition von Macht. Danach diese stets ein soziales Verhältnis (Macht kann Beziehung nicht existieren sie existiert immer nur Verbindung mit und zu anderen Menschen).
Macht unterscheidet sich deutlich von Herrschaft Herrschaft ist Macht insofern sie legitimiert ist. Außerdem wird sie als eine Grunddimensionen des sozialen Lebens betrachtet: Wo immer Gruppen oder Institutionen miteinander in Verbindung (Beziehung) entsteht automatisch ein Machtverhältnis.

Macht kann mittels vierer Formen durchgesetzt

  • Gewalt ist die direkteste Form. Hierbei erringt Macht durch gegen andere gerichtete Aktionen die Schadenszufügung abzielen.
  • Drohung steuert das Verhalten anderer durch Furcht Hoffnung.
  • Autorität bindet andere an den eigenen Willen Fügungsbereitschaft aus freiem Willen. Eine doppelte Autorität wenn sowohl die Fähigkeiten des Machtausübenden anerkannt auch ein Bedürfnis nach seiner Achtung angestrebt
  • Technisches Handeln (Bsp.: Straßen die erst große Gebiete machen) bestimmt den Entscheidungsspielraum der Betroffenen neu.

Für die Personalführung sind fünf Ausprägungen von Macht relevant

  • Belohnungs - und Bestrafungsmacht beruht auf der Möglichkeit Belohnungen und anzudrohen und auszuüben
  • Legitimationsmacht basiert auf der Weisungskompetenz innerhalb einer (formale Vorgesetzte)
  • Expertenmacht basiert auf einem inhaltlichen oder zeitlichen Informationsvorsprung
  • Informationsmacht basiert auf der Möglichkeit Informationen nicht die Mitarbeiter weiterzugeben
  • Identifikationsmacht beruht auf der Vorbildfunktion des Führenden dem es nachzueifern gilt

Nach den Theorien von Goleman unterscheidet Macht deutlich von Herrschaft. Im Falle der gibt es eine Anerkennung der Führung durch den Geführten. Ebenso der Macht nicht widersprochen. Macht unterscheidet sich von Autorität . Bei der Autorität wird die Führung anerkannt bei der Macht nicht unbedingt.

Goleman sagt auch dass Personen die der Macht willen nach Macht streben nicht Führungsaufgaben kommen sollten sie stellen ein unkalkulierbares für die Organisation und oft viel Leid die Untergebenen dar bis sie sich schließlich ihre Peiniger erheben.
Andere Meinungen gehen davon aus dass immer von Personen besetzt werden die ein Machtstreben haben.

  • Macht wirkt in allen sozialen Beziehungen (zum Arbeits- Geschlechter- Eltern-Kind-Beziehungen)
  • Macht kann repressive ("Macht über...") und/oder produktive zu...) Aspekte haben
  • Macht kann auch unabhängig von den Absichten Individuen wirken

Zitat

  • "Die fast unlösbare Aufgabe besteht darin weder der Macht der anderen noch von der Ohnmacht sich dumm machen zu lassen." ( Theodor W. Adorno Minima Moralia Erster Teil 1944)
  • "Macht ist Verfügungsgewalt über Fleisch." ( Elias Canetti )

Siehe auch: Autorität Einfluss Kontrolle Zwang Gewalt Herrschaft Möglichkeit Politik Anarchie



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