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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMontag, 20. Januar 2020 

Maibaum


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Maibaum in Waldsassen

Ein Maibaum wird aufgestellt

Der Maibaum - das Aufstellen eines geschmückten Baumes oder Stammes am letzten Tag des - ist ein in Deutschland verbreiteter Brauch . Ein solcher "offizieller" Maibaum ist oft Symbolen verschiedenener Berufe geschmückt.

In einigen Teilen Deutschlands z.B. im Rheinland sind aber private Maibäume verbreiteter. Diese meist von männlichen Teenagern und jungen Männern Haus ihrer Freundin angebracht. Üblich sind v.a. buntem Krepp-Papier geschmückte Birken .

Verbreitet ist der Maibaum schon seit Zeit. Rund um den Maibaum hat sich Laufe der Zeit viel Brauchtum entwickelt. Vor allem das Stehlen des ist ein oft ausgeübter aber auch viel Brauch.

Der Maibaum wird meist am Nachmittag Abend aufgestellt. Zuvor wird der schon Tage gefällte Baum - der gut versteckt und wurde - durch die Straßen des Ortes Meist marschiert neben einigen Zuschauern auch eine Blaskapelle mit. Diese unterhält dann auch beim des Baumes die immer zahlreicher eintreffenden Menschen. diese sich meist mit Bier und Bratwürsten die Zeit vertreiben mühen sich rund Dutzend junger Burschen damit ab den Maibaum die richtige Lage zu bringen. Dies geschieht der Führung eines erfahrenen Mannes der das führt.

Der Maibaum wird mit Hilfe langer Stangen

Früher wurde ein Maibaum nur mit langer Stangen aufgestellt. Heute nimmt man auch mal einen Traktor einen Gabelstapler oder sogar einen Kran zuhilfe. Das geht dann wesentlich schneller ist auch sicherer. In der darauf folgenden wird der aufgestellte Maibaum meist noch einmal jungen Burschen bewacht.

Maibaumfeier in Ostfriesland

Ähnlich wie zuvor dargestellt findet man Brauch des Maibaum-Aufstellens auch in Ostfriesland .

Auch hier wird der Baum am des 1.Mai aufgestellt. Ein langer gerade gewachsener Stamm der über lange Zeit immer wieder diesen Zweck genutzt wird wird von seinem (wo möglich unter Wasser z.B. in einem geholt und von der Dorfjugend mit einer Girlande von Tannengrün umwunden mit Krepp-Papierstreifen und aus gefaltetem Krepp verziert. Am oberen Ende er von einem Kranz und auf der von einer frisch geschlagenen jungen Birke gekrönt.


Maibaumkraxler – Der Brauch des Maibaumbesteigens wird allem in den Alpenländern gepflegt

Das Schmücken erfolgt meist an Ort Stelle. In seltenen Fällen an einem anderen woraufhin dann der Baum in einer Art zum Aufstellungsort - in der Regel ein Dorfplatz bei einer Gaststätte mit Saalbetrieb - wird.

Das Aufstellen wird begleitet von örtlich gestaltetem Programm wie Gesangseinlagen Tanzvorführungen usw.. Außerdem es einen allgemeinen Umtrunk von der Dorfjugend die dafür für den Baumschmuck und die der Wache in den Tagen zuvor im gesammelt hat.

Wenn der Baum aufgestellt ist begibt das Publikum zum Maitanz in den Saal während draußen beim eine Abordnung der Dorfjugend die erste Wache Der Maibaum muss nämlich bis zum kommenden bewacht werden gehört es doch zur Tradition anderen Orten den Maibaum zu entwenden.

Um das Entwenden des Maibaums zu muss spätestens bei Annäherung von Fremden einer Wächter eine Hand am Baum haben. Schaffen die Gegner dies zu verhindern oder die so abzulenken dass sie ihre Pflicht vernachlässigen dann drei Spatenstiche gegen den Baum auszuführen der Baum als gestohlen. Er wird mit Schild versehen auf dem der Sachverhalt vermerkt und entweder gleich oder am folgenden Tag und neben dem eigenen Baum der erfolgreichen aufgestellt. Natürlich darf nur Maibäume stehlen wer selber einen aufgestellt hat.

Der Maibaum bleibt bis zum Monatsende und wird dann an einem Wochenende wieder abgeschmückt und der Stamm für das nächste eingelagert. Gestohlene Bäume müssen zu diesem Zeitpunkt ausgelöst werden. Dazu begibt sich eine Abordnung Bestohlenen zu den Dieben und handelt den aus der üblicher Weise in Naturalien (Getränke Essbares) zu entrichten ist.

Eine ganz eigenwillige Variante des Maibaums man auf der Insel Borkum

Hintergrund

Die Tradition des Maibaumaufstellens wie sie exemplarisch für zwei Regionen dargestellt ist mag verhältnismäßig "jung" sein steht aber in einem in die Vorzeit zurückreichenden Zusammenhang.

Die ursprünglich zugrunde liegenden Vorstellungen beruhen einer Symbolik aus dem Schamanismus der eurasischen Völker die sogar bei Ureinwohnern Amerikas noch auffindbar sind. Es ist das des Baumes der die Verbindung zur jenseitigen herstellt und dem Schamanen den Aufstieg dorthin ermöglicht.

Auch die altgermanische Weltenesche Yggdrasil gehört in diesen Vorstellungskreis ebenso wie Symbolik der zentralen Zeltstange der Jurte zentral- und ostasiatischer Nomadenstämme. Und Bilder bestimmten Ritualen des amerikanischen Sonnentanzes erinnern sowohl an die Baumsymbolik wie an die Geschichte von Odins Selbstopfer - wobei beide möglicherweise zusätzlich christliche Vorstellungen beeinflusst wurden.

In den Kanon der Frühlingsfeste fügt das Aufstellen des Maibaums über die zugrundeliegenden der Lebenserneuerung wie sie in den genannten Ritualen bis hin zur Mythologie der Sonnentanzreligion sind. Dem trägt auch die offenbare Sexualsymbolik Maibaums Rechnung.



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