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Mammographie


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Die Mammographie ist als Teilbereich der Radiologie eine spezielle Röntgenuntersuchung der weiblichen Brust.

Die Mammographie gilt als Methode der zur Früherkennung des Mammakarzinoms der häufigsten Krebserkrankung Frau. Damit ist die Früherkennung von Brustkrebs möglich.

Inhaltsverzeichnis

Technik der Untersuchung

Die Untersuchung erfolgt an speziellen Röntgengeräten . Die angewendete Röntgenstrahlung ist eine weiche Strahlung von ungefähr kV (kiloVolt).

Diese weiche Strahlung führt zu kontrastreicheren als sie bei herkömmlichen Röntgenuntersuchungen mit harter Strahlung möglich wären. Mit der Untersuchung kleine nicht tastbare Gewebeformationen erkannt werden. Die werden durch den untersuchenden Arzt per Hand ausgewertet. Eine automatisierte Auswertung ist nicht Jeder Befund muss einzeln interpretiert werden wobei Beurteilung durch zwei unabhängige Befunder die besten liefert. Dies geschieht derzeit nur in den routinemäßig im Rahmen eines organisierten Screenings .

Mammographie als individuelle Untersuchung

Die Mammographie kann zur weiteren Abklärung Befunde eingesetzt werden. Dies kann z.B. ein Knoten sein. Das Ergebnis der Untersuchung fließt die Planung der weiteren Therapie ein.

Mammographie als Screening-Untersuchung

Die Mammographie kann prinzipiell zur Früherkennung von Brustkrebs eingesetzt werden. Ziel dieser Screening -Maßnahme ist es durch möglichst frühzeitige Erkennung Lebenserwartung an Brustkrebs erkrankter Frauen zu verlängern aber ihre Lebensqualität auf Dauer zu verbessern.

Zu diesem Zweck führt man eine an Frauen ohne Symptomen durch.

Empfehlungen bezüglich des Untersuchungsalters

Für Frauen unter 40 bis 50 scheint die Mammographie als Reihenuntersuchung (!) d.h. ohne Verdacht nach derzeitigem Stand des Wissens keinen zu bringen da die Rate an falsch positiven Befunden umso höher wird je jünger Frau ist. Diese Altersgrenze wird diskutiert: Die sieht die Altersgrenze bei 40 Jahren ebenso American Cancer Society und das National Cancer Institute - die U.S. Preventive Task Force und die Canadian Task Force on the Periodic Health befürworten eine Grenze bei 50 Jahren.

Vorteile

Eine Kommission der WHO bestehend aus Experten aus 11 Ländern die als Antwort den Cochrane-Report aus dem Jahre 2000 gebildet bezifferte den (geschätzten) Nutzen organisierter Mammographie-Reihenuntersuchungen bei zwischen 50 und 70 Jahren mit einer der Sterblichkeit um 35 % [1] . Für Frauen zwischen 40 und 49 es "wenig Beweise" für eine Erhöhung der

Nachteile

(Mühlhauser 2000) Wie jeder Test liefert die Mammographie falsch positive Testergebnisse also einen „Krebsverdacht“ obwohl kein Krebs ist. Diese Befunde können zur Abklärung weitere belastende Untersuchungen nach sich ziehen. Dies ist Grund dass in Deutschland jede zweite Frau regelmäßig zur Mammographieuntersuchung geht einen positiven Befund obwohl sie gar keinen Brustkrebs hat (Kerliskowske Wesentlich anders schaut dies in den Niederlanden wo das Mammographie-Screening für eine Qualitätssicherung beispielgebend zentralisiert mit Doppelbefundungen durch verschiedenen Ärzte) organisiert wodurch die Rate an falsch positiven Befunden reduziert werden kann [2] .

Es gibt auch Karzinome die nicht notwendigerweise weiter wachsen („duktuale in situ“) (Ernester 1997) oder nur langsam besonders bei älteren Frauen.

Weiterhin wird noch diskutiert inwieweit die selbst (bei jüngeren Frauen) Karzinome hervorrufen kann 1998) da die Untersuchung mit einer Strahlenbelastung ist.

Kerlikowske (1997) hält hier die Angaben Mortalitätsstatistiken für irreführend da für Frauen in Vierzigern ihrer Meinung nach nur der Zeitpunkt Diagnose vorverlegt wird und das Leben nicht wird. Es verlängert für diese Frauen nur "Leben mit der Diagnose" nicht das Leben sich.

Der Nutzen in Zahlen

Der Nutzen lässt sich mathematisch auf Arten darstellen – es wird jeweils der Sachverhalt auf drei verschiendene Arten ausgedrückt:
  • relative Risikoreduktion : Die Brustkrebssterblichkeit wird – je nach – 20% bis 44%) gesenkt – siehe [3] .
  • absolute Risikoreduktion: Verringerung der Brustkrebstoten von 4 3 von 1000 im Rahmen eines 10-Jahre-Mammographieprogramms Alter >= 40 Jahre). Die absolute Risikoreduktion 1 von 1000 also 0 1%. Das ungefähr einer relativen Risikoreduktion von 25% [4] .
  • Die Anzahl der notwendigen Behandlungen : 1000 Frauen müssen 10 Jahre behandelt damit ein Menschenleben gerettet wird.

Die persönliche Einschätzung des Nutzens hängt von seiner Darstellung ab. Die übliche Darstellung Behandlungserfolgen in Prozentzahlen (der relativen Risikoreduktion) werden sehr oft so verstanden dass (etwa) von Frauen 30 weniger an Brustkrebs sterben (Malenka – das ist nicht so weil nicht Frauen Brustkrebs haben und auch einige trotz dennoch an Brustkrebs sterben.

Qualitätsicherung

Eine Qualitätssicherung bedeutet hier einen deutlichen von falsch positiven oder auch übersehenen Befunden. ausgebildetete Radiologen die in der Beurteilung an Mammogrammen geübt sind können sowohl die Selektiviät auch die Sensitiviät stark verbessern. Ärzten die strengen Kriterien der EuRef-Norm für Mammographieuntersuchungen erfüllen dafür ein Zertifikat verliehen das jährlich erneuert muss. Frauen die eine Mammographie durchführen lassen oder müssen sollten sich im Vorfeld erkundigen der Röntgenarzt ein solches Zertifikat besitzt. Dies ihnen weit gehende Sicherheit sowohl was das und die Bildqualität angeht als auch bezüglich Qualifiktion des Arztes und seiner Mitarbeiterinnen.

Siehe auch: Missverständnisse beim Brustkrebs-Screening Qualitätssicherung von Screeningprogrammen

Quellen

  • Mühlhauser I Höldke B.: Mammographie. Brustkrebs-Früherkennungs-Untersuchung Mainz: Kirchheim-Verlag (2000)
  • Ole Olsen Peter C. Gotzsche (2001): Cochrane review on screening for breast cancer mammography Lancet 358 October 20 2001: 1340–1342
  • Jung H.: Mammographie und Strahlenrisiko Fortschritte auf dem Gebiet der Röntgenstrahlung S 336–343 (1998)
  • Kerlikowske K.: Efficacy of screening mammography among women aged to 49 years and 50 to 69 Comparison of relative and absolute benefit. Monographs of the National Cancer Institute 22:79-86.
  • Kerlikowske K.: Breast cancer screening in: M.B. Goldmann M.C. Hatch (Hrsg.) and Health New York: Academic Press S (2000)
  • Nystrom L. et al: An overview of the Swedish randomised mammography total mortality pattern and the representativity of study cohorts Journal of Medical Screening 3 S (1996)
  • Ernester V.L.; Barcley J.: Increases in duactal carsinoma in situ (DCIS) the breast in relation to mammography: A Journal of the National Cancer Institute/Monographs S 151–156 (1997)
  • Malenka D. J. et al.: J. Gen. Med. 8 (1993) 543–548

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