1933 letzte freie Reichstagswahl: die NSDAP erringt 57 6% der Stimmen (Reichsdurchschnitt 9%)
1945 wird der Leichnam des ehemaligen Reichspräsidenten Hindenburg sowie der Preußenkönige Friedrich Wilhelm I. und Friedrich II. nach Marburg überführt. Hindenburg hat seitdem letzte Ruhestätte zusammen mit seiner Frau in Elisabethkirche gefunden.
Das vom Tagestourismus hauptsächlich wahrgenommene Angebot Marburg ist die Besichtigung der berühmten neugotischen von 1283 einer ehemaligen Wallfahrtsstätte und ihrer Grabmäler (St. Elisabeth Landgrafen Wer nicht mit dem Kaffeefahrt-Bus reiste und besser zu Fuß ist wird sich das Fachwerk -Ambiente der bergauf liegenden runderneuerten Marburger Oberstadt um das imposante historische Rathaus von 1527 sowie das Schloss und den Panoramablick dort oben nicht entgehen lassen. Stadtführungen von 5-2 Stunden (auch zu Sonderthemen wie Märchen Romantikepoche ...) lassen sich bei der Touristinformation buchen. April bis Oktober gibt es zudem jeden kostenlose Kasematten-Führungen durch die unterirdischen Festungsanlagen des
Für Übernachtungen bietet Marburg außer der und dem Campingplatz eine ganze Reihe Hotels Pensionen in allen Preisklassen. Die über die Webadresse www.marburg.de erreichbare Touristinformation bietet eine "Zentrale überregionalen Kartenvorverkauf und Prospektversand .
Die Lebensqualität einer Stadt hängt nicht so sehr Touristen-Attraktionen ab vielmehr zählt die soziale und Infrastruktur des Alltags. Auf diesem Gebiet kann glänzen gar mit weit größeren Städte mithalten.
Zum Beispiel ist Marburg mit jährlich 1/2 Million verkauften Kinotickets (bei einem Einzugsgebiet 300 000 Einwohnern im Landkreis) die heimliche Kinohauptstadt. Neben zwei eher studentischen Kinoangeboten gibt 9 kommerzielle Kinos an 3 Standorten darunter Cineplex mit 1700 Sitzen. Im Sommer gibt Großleinwandvorführungen im Schlossparktheater.
Das musikalische Live-Angebot ist ebenfalls reichhaltig breit gefächert. Insbesondere die drei Kulturzentren sorgen ein weite Bandbreite von nicht nur für attraktiven Konzerten der Bereiche Rockmusik Pop Hip Hop A-capella Tango Ska Punk Reggae Weltmusik . Vereine wie die Jazz -Initiative JIM sowie der Folkclub Marburg ergänzen weitere Klangfarben. Im Bereich Klassischen Musik gibt es einen aktiven Konzertverein junge Sinfonieorchester und ungezählte Chöre im Stadtgebiet.
Kulturladen kfz e.V. Schulstr. 6 (seit
Trauma e.V. noch Robert-Koch-Str. 15a (seit
Waggonhalle Rudolf-Bultmann-Str. 2a
Jazzinitiative Marburg c/o Cavete Steinweg (Extra: Montag ab 21h Open-Stage-Session)
Folkclub Marburg c/o kfz Schulstr. 6 1976) (Extra: ca. alle 6 Wochen sonntags Bühne freier Eintritt)
Tanzen ist in Marburg sehr vielfältig Neben sechs kommerziellen Diskotheken gibt es After-Work-Parties (19-23h) und zahlreiche von sozialen und studentischen Gruppen was den Sektor angeht. Immer donnerstags ab 22h gibt's Jüngere im Trauma den Donner'S'Dance. Das kfz über's Jahr verstreut eine große Anteil Tanzfeten Themenschwerpunkten nicht selten mit szeneprominenten Discjockeys. Auch wie andernorts übliche Tanzschulspektrum ist krege sogar um ein Tango-Argentino-Angebot. Im Bereich Folktanz gibt ein Tanzhaus Wosien freie Gruppen (donnertags abends ESG-Saal) sowie Folktanznächte mit Live-Musik seitens des Dort wird nach Polka Mazurka bretonischen und balkanischen Rhythmen gewaltzt und gespielt. Eine große Besonderheit stellt die einzige rauchfreie(!) Tanzfete weit und breit dar die von der "Freien Tanz Initiative" sonntags abends im Monat) in der Alten Mensa Reitgasse Latin Ethno und Oldies spielt.
Neben gelegentlichen Gastvorstellungen von Boulevardbühnen oder in der Stadthalle sowie studentischen Theatergruppen und der Walldorfschule besitzt Marburg drei Freie Theater unterstützt) und das Hessische Landestheater.
Marburg ist auch lokalpolitisch eine quirlige Stadt.
Der 1999 direkt gewählte Oberbürgermeister ist der CDU sein Stellvertreter von der SPD. dritte hauptamtliche Repräsentant und Sozialdezernent ist von Grünen. Die Mehrheit im Stadtparlament damit die hat eine Koalition aus SPD und Grünen. Die Akzente lokalen Parteienvertreter sind oft deutlich verschieden von ihrer jeweiligen Bundespolitiker nämlich kulturfreundlicher und unideologischer. kommunalen Parlament vertreten sind außerdem mit jeweils Fraktionen die PDS die Freien Wähler BfM FDP sowie eine CDU-Abspaltung MBL. Außerparlamentarisch gibt hier ein vollständiges Spektrum von Gruppierungen wie sonst nur in Auf der Linken sind das ATTAC eine studentische Szene ( AStA RUM Trauma e.V.) eine rührige gewerkschaftliche eine kleine autonom-anarchistische Szene (Hausbesetzer Bunte Hilfe) beständige Friedensbewegung und eine aus eher älteren Personen Kultur-Linke. Auf der Rechten sind das die Corporationen (ca. 14 villenartige Häuser im Innenstadtgebiet) aktiver Bundeswehr-Reservistenverband eine nicht geringe Anzahl von Freikirchen und christlich Erweckten rechts-konservative Stadtteilgemeinden (Erlengraben-Gesellschaft eine CDU-nahe Lokalzeitung (90% Marktanteil) außerdem vereinzelte Letztere haben dazu geführt dass Marburg im 2004 bereits drei Neonazi-Aufmärsche (zuletzt 400 Personen) hat. Die Gegendemonstrationen waren jeweils doppelt so Im neutralen Mittelbereich des Spektrums gibt es entwicklungspolitische Weltladen -Initiative den aktiven Ortsverband der Humanistischen Union Datenschutz Staat-Kirche-Trennung) BUND -Ortsgruppe Greenpeace -Ortsgruppe Mütterzentrum Väteraufbruch lesbische und schwule Gruppen Selbsthilfegruppen aller Art volkskirchliche Angebote sowie das Stadtmagazin "Marburger Express" und die "Marburger Neue
Anmerkung: hier sollten nicht allein gebürtige hin vielmehr alle jene die über einen Zeitraum in Marburg wohnten und wirkten. Daher nicht Lomonosov Heinemann Meinhof oder Heidegger die recht kurz in Marburg residierten.
Beckmann Carsten: Marburg und das Marburger in den 50er Jahren. Historische Aufnahmen (Wartberg ISBN 3-8313-1033-5
Braasch-Schwersmann Ursula: Das Deutschordenshaus Marburg Wirtschaft Verwaltung einer spätmittelalterlichen Grundherrschaft (Elwert Vlg.) ISBN 3-7708-0907-6
Dettmering Erhart: Eine Chronik zur Kommunalpolitik 1970-1990: "Alles für Marburg" Eine Chronik Texten Dokumenten Artikeln + Reden aus der Amtszeit von Dr. Hanno Drechsler als Oberbürgermeister Universitätsstadt Marburg 1970-1990 (Rathaus-Vlg.) ISBN 3-923820-32-1