Marie-Jeanne Philipon heiratete 25jährig den mehr 20 Jahre älteren Girondisten Roland. Für eine ihrer Zeit war sie hochgebildet: Sie studierte griechischen und römischen Philosophen und war mit Schriften Rousseaus und anderen zeitgenössischen Philosophen bestens vertraut. der Philosophie war sie bewandert in den und interessierte sich sehr für den technischen
Während des Ausbruchs der Revolution lebten Rolands in Lyon . 1791 zogen sie nach Paris wo Marie-Jeann fortan an den Sitzungen der Convention Nationale teilnahm. In ihrem Salon trafen sich die Jakobinischen Abgeordneten regelmässig zu ihren Besprechungen. Im April 1792 wurde Marie-Jeannes Mann an ihrer Stelle Innenminister berufen da eine Frau für diesen als "nicht geeignet" angesehen wurde. Bereits ein später im April 1793 beschuldigte Robespierre die Girondisten des Verrats an der und Roland flüchtete aus Paris. Seine Frau er zurück.
Marie-Jeanne Roland wurde gemeinsam mit anderen Abgeordneten verhaftet. Während fünf Monaten sass sie der Bastille und schrieb dort ihre Memoiren . Am 8. November wurde sie hingerichtet.
Marie-Jeanne Roland war eine überzeugte Girondistin. lehnte die Ständegesellschaft und das Zensuswahlrecht ab. Wirtschaftspolitisch war sie eine glühende Verfechterin des Handels und überzeugt nur eine "natürliche" d.h. reglementierte Entwicklung von Industrie und Handel könne die Wirtschaft und die technologische voranbringen.
Sie selbst hielt sich im Gegensatz zu Olympe de Gouges lieber im Hintergrund. Durch ihre Salons sie jedoch einen grossen Einfluss auf die Politiker aus und als sich Robespierre gegen wandte sah er sie als ernstzunehmende Gegnerin
Jutta Held (Hrsg.): Frauen im Frankreich des 18. Jahrhunderts. Amazonen Revolutionärinnen. Argument Verlag 1989. ISBN 3886191583
Jules Michelet & Gisela Etzel (Hrsg.): Die Frauen der Revolution. Insel Verlag 1984. ISBN 3458324267
Helga Brandes (Hrsg.): Der Menschheit Hälfte blieb noch ohne Recht. und die französische Revolution. Deutscher Universitätsverlag 1991. ISBN 3824440660