Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenSonntag, 26. Oktober 2014 

Graf


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.
Siehe auch: Graf (Begriffsklärung)

Graf ist ein deutscher Adelstitel der auch heute noch in Namen wird. Zu römischer Zeit entstand der Titel der Bezeichnung Comes was einen hohen Offiziersrang der römischen bezeichnete. Der deutsche Adel teilte sich früher zwei Klassen den Hohen und Niederen Adel. waren die niedrigsten Mitglieder des Hohen Adels. Nachfahren von Grafen erhielten ebenfalls den Titel oder "Gräfin". Im Allgemeinen wurden Grafen mit Erlaucht" angeredet.

Inhaltsverzeichnis

Landgraf

Landgraf (lat. comes magnus comes principalis ) war der Adelstitel königlicher bzw. kaiserlicher Amtsträger die Territorien bzw. Stammesgebiet innerhalb des zum Lehen hatten. Landgrafen waren für die regionale innerhalb der Landesgrenzen zuständig während Markgrafen die Grenzgebiete gegen äußere Feinde zu und zu verteidigen hatten. Bekannt ist der z.B. durch die Landgrafen von Thüringen .

Markgraf

Markgraf (engl.: Marquess frz.: Marquis nl.:Markies Markgraaf sp.:Marqués) war der Adelstitel königlicher bzw. kaiserlicher Amtsträger die eine Mark zum Lehen hatten. Als Mark wurde ein Grenzland im Fränkischen Reich und im Ostfrankenreich bezeichnet (z.B. Mark Brandenburg ).

Das Amt des Markgrafen wurde von Kaiser Karl dem Großen um 800 eingeführt und von seinen Nachfolgern lange beibehalten. Karls Ziel war es die Grenzen in z.T. blutigen und langen Kriegen (siehe Sachsen (Volk) ) erweiterten Reiches gegen Angriffe von außen sichern.

Zur Erfüllung dieser risikoreichen Aufgabe erhielten Markgrafen diese Gebiete vom Kaiser direkt als Lehen . Die Markgrafen hatten besondere Befugnisse: Sie selbst den Heerbann aufbieten und erhielten eine Zahl an fränkischen Vasallen zur Unterstützung zugewiesen. Wehrhafte Bauern wurden ganzen Frankenreich zur Ansiedlung in den Marken so dass die Markgrafen über z.T. beträchtliche verfügen konnten. Die Markgrafen wurden vom Kaiser besondere Sendboten kontrolliert.

Zahlreiche Markgrafen die ursprünglich aus einfacheren kamen konnten sich in den Marken eine Position aufbauen die später auch für machtpolitischen innerhalb des Reiches genutzt wurde. Dementsprechend stammen Königshäuser von Markgrafen ab z.B.

In späteren Jahrhunderten ging die ursprüngliche des Titels verloren und der Markgraf wurde einem normalen Adelstitel der eine Stufe über gewöhnlichen Grafen angesiedelt ist.



Die sieben Kurfürsten wählen Heinrich VII. zum König. Die Kurfürsten durch die über ihren Köpfen kenntlich sind von links rechts die Erzbischöfe von Köln Mainz und der Pfalzgraf bei Rhein der Herzog von der Markgraf von Brandenburg und der König Böhmen.

Pfalzgraf

Die Pfalzgrafen ( lat. palatinus: "der im Palast bzw. bei Hofe" ) waren Amtsträger und Vertreter des Königs. standen dem Hofgericht vor und hatten eine Funktion allgemeiner Art inne. Außerdem fungierten sie als Verbindungsmann zwischen Bittstellern aus dem Reich und dem König.

In der Merowinger - und Karolingerzeit waren Pfalzgrafen leitende königliche Amtsträger bei mit vorwiegend administrativen und richterlichen Aufgaben. Mit dem Amt Pfalzgrafen oft auch die Herrschaft über eine bzw. Kaiserpfalz mit Gefolge und zugehörigen Gütern Diese burgähnlichen Pfalzen bzw. Königshöfe lagen verstreut über das in unterschiedlichen Herzogtümern .

In den Stammesherzogtümern des Ostfrankenreichs erhielten die Pfalzgrafen sehr weitgehende königliche um den Zusammenhalt des Königtums politisch zu und die mächtigen Herzöge in Schach zu Dazu gehörte u.a. das Privileg der Königswahl .

Ende des 10. Jahrhunderts gab es in den Stammesherzogtümern Sachsen Schwaben und Lothringen Stammes-Pfalzgrafen als Vertreter und der königlichen Rechte. Der mächtigste unter ihnen Stellvertreter des Königs im Hofgericht Reichsvikar bei Thronvakanzen und sogar Richter über König.

Eine strikte Ämtertrennung z.B. zwischen Pfalzgrafen und anderen Fürstenämtern gab es nicht. Mächtige waren oft auch Land- oder Markgrafen Herzöge oder auch kirchliche Fürsten. Damit wuchs Herrschaftsbegriff Pfalz im Heiligen Römischen Reich eine neue Bedeutung zu. Pfalz bezeichnete nicht nur befestigte Königshöfe sondern auch von bzw. Kurfürsten beherrschte Territorien.

Später wurde die Bezeichnung zu einem Titel in verschiedenen deutschen Fürstenhäusern.

Der Pfalzgraf bei Rhein als Herrscher der Kurpfalz war einer der sieben Kurfürsten und während der Abwesenheit des Königs dessen Vertreter. Seit 1198 gehörte er dem Kurfürstenkollegium an das König wählte.

Burggraf

Der Burggraf (lat. praefectus oder castellanus ) ist ein Amt aus dem Lehnswesen des Mittelalters . Es unterschied sich vom Grafen nur dass der Amtsbezirk typischerweise kleiner war und einem festen oder sonstwie bedeutenden Ort hing.

Die Befugnisse wechselten sehr oft im der mittelalterlichen Geschichte. Jedenfalls war der Burggraf für die Verwaltung und die Gerichtsbarkeit. Zunächst es ein Reichsamt später wurden auch kirchliche (z.B. Bischöfe ) Burggrafen.

Wie die anderen Ämter des Lehnsstaats auch der Burggraf bald erblich. Besonders bekannt die Burggrafen von Mainz Meißen und Magdeburg sowie die von Nürnberg (Hohenzollern).

Freigraf

Der Freigraf ist der durch den (Stuhlherrn) eingesetzte Vorsitzende eines Femegerichts .

Raugraf Wildgraf

Raugraf war im Mittelalter der Name reichsgräflichen Geschlechts im Nahegau das seinen Ursprung den alten Gaugrafen ableitete. Graf Emichs VI. Nahegau Söhne Konrad und Emich (1140-60) teilten Besitzungen des Geschlechts; ersterer nannte sich Wildgraf ( comes silvester ) letzterer nach der rauhen gebirgigen Beschaffenheit Herrschafften (Altenbaumberg Ruwenberg Stolzenberg) Raugraf ( comes hirsutus ).

Nachdem diese Besitzungen nach Erlöschen des Geschlechts an die Pfalz gekommen waren erhob Karl Ludwig von der Pfalz ( 1648 - 1680 ) 1667 seine ihm 1658 morganatisch angetraute Gemahlin Marie Luise von Degenfeld ( 1634 - 1677 ) zur Raugräfin; deren dreizehn Kinder erhielten gleichen Titel.


Siehe auch: Adel Graf Koks Dunkelgraf



Bücher zum Thema Graf

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Markgraf.html">Graf </a>