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Markomannenkriege


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Unter dem Begriff Markomannenkriege werden die Auseinandersetzungen zwischen dem Römischen Reich und den germanischen und sarmatischen Stämmen an der mittleren Donau zusammengefasst die von 166 bis zum Jahr 180 dauerten und unter der Herrschaft des Mark Aurel stattfanden zu Beginn noch unter der des Lucius Verus der kurz nach Beginn des Krieges

Bei den Gegnern Roms handelte es um Markomannen Quaden Iazygen Vandalen Langobarden Bastarnen und weitere Stämme im Vorfeld und des römischen Limes an der mittleren Donau. Hauptquartiere der Militärführung befanden sich während der Kriege unter in Carnuntum Vindobona und Sirmium .

Die Kriege begannen nach Beendigung der Partherkriege und der Rückkehr der Truppen aus Osten. Ein erster Einfall von 6000 Langobarden Obiern nach Pannonien konnte schnell abgewendet werden. Frühjahr des Jahres 168 bezogen die beiden Kaiser ihr Hauptquartier Aquileia in Ober italien . Erste Maßnahme war die Einrichtung eines aus Befestigungen und Truppenstationierungen zur Abwehr der ("praetentura Italiae et Alpium").

Die Pest die die Truppen aus dem Osten hatten breitete sich schnell aus und führte einer Verschärfung der militärischen Lage auf römischer Im Frühjahr 169 entschlossen sich die Kaiser zur Rückkehr Rom; Lucius Verus starb aber auf der

Eine erste Offensive der römischen Armee germanisches Gebiet scheiterte. Infolgedessen kam es zu Invasionen germanischer Stämme nach Oberitalien wobei Aquileia und das benachbarte Opitergium völlig zerstört wurde. die Donauprovinzen Pannonien Mösien und Dakien wurden in Mitleidenschaft gezogen und es zu Vorstößen bis nach Griechenland .

Nach der Vertreibung der Eindringlinge wobei der spätere Kaiser Pertinax auszeichnete ging die römische Armee zur jenseits des Limes über. Besondere Ereignisse während ersten Markomannenkrieges waren das sogenannte "Regenwunder im und das "Blitzwunder" bei denen nach römischer die Götter veranlasst durch die Gebete des die römischen Truppen aus Gefahr erretteten. Die Heer dienenden Christen reklamierten diese Wunder für ihren Gott. erste Markomannenkrieg endete im Jahre 175 mit einem Friedensschluss. Wegen des Aufstandes Avidius Cassius zog der Kaiser mit einem Großteil Truppen in die östlichen Provinzen.

Nach einer kurzen Ruhephase flammten die wieder auf der zweite Markomannenkrieg endete im 180 mit dem Tod des Kaisers Mark Sein Sohn und Nachfolger Commodus schloss mit den germanischen Stämmen Frieden kehrte nach Rom zurück wo er einen Triumph feierte.

Als Ursachen der Markomannenkriege gelten Bevölkerungsverschiebungen Inneren Germaniens unter anderem verursacht durch die Ausbreitung der Goten in Richtung Süden. Dies führte zu verstärkten Druck auf die Grenzen des Römischen und zu Unruhen innerhalb der unmittelbar an Reich angrenzenden Klientelstaaten.

Die letztlichen Kriegsziele der Römer sind Insbesondere die Frage ob Kaiser Marc Aurel dauerhafte Eroberung des Gebietes und die Einrichtung neuer Provinzen ("Marcomannia" "Sarmatia") plante lässt sich sicher beantworten.

Auch die zeitliche Abfolge und die Datierung der einzelnen Kriegsgeschehnisse ist aufgrund der Quellenlage im Einzelnen unklar. Neben den Inschriftenquellen den Schriften antiker Historiker (vor allem Cassius Dio und die Schrifsteller der Historia Augusta) archäologische Reste in Deutschland Österreich Tschechien der und Ungarn vor allem in Form von und Zerstörungsschichten in militärischen und zivilen Anlagen Eine wichtige Quelle ist auch die Ehrensäule Kaiser Mark Aurel auf dem Marsfeld in Rom mit der Darstellung der Feldzugsereignisse.

Die Markomannenkriege gelten nach einer langen des Friedens als Wendepunkt der römischen Geschichte der Auseinandersetzung mit den germanischen Völkern. Sie der Auftakt zu langwierigen kriegerischen Auseinandersetzungen an Nordgrenze die im 3. Jahrhundert ihren Höhepunkt erreichen und zu einer Krise des Römischen Imperiums führen.

Literatur

  • Birley A. R. Marcus Aurelius. Kaiser und (München 1968).
  • Friesinger H. / Tejral J. / Stuppner (Hrsg.) Markomannenkriege – Ursache und Wirkungen (Brno
  • Kerr W. G. A Chronological Study of Marcomannic Wars of Marcus Aurelius (Princeton 1995).
  • Langmann G. Die Markomannenkriege 166/167 bis 180. Schriftenreihe 43 (Wien 1981).
  • Schindler-Horstkotte G. Der "Markomannenkrieg" Mark Aurels und kaiserliche Reichsprägung. Diss. (Köln 1982 1985).

Weblinks



Bücher zum Thema Markomannenkriege

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